[Filmkritik] The King’s Speech

King's Speech

Genre: Tragikkomödie

Besetzung: Colin Firth, Geoffrey Rush, Helena Bonham Carter, Jennifer Ehle, Derek Jacobi u.a.

Produktionsland: UK

Produktion: The Weinstein Company u.a.

Jahr: 2010

Basiert auf dem Theaterstück The King’s Speech von David Seidler

Dauer: 118 Min

Die Geschichte des Films und die schauspielerische Leistung der Hauptdarsteller sind sensationell. Außerdem spielt Jennifer Ehle hier abermals mit Colin Firth zusammen. The King’s Speech war für 12 Oscars nominiert und hätte jeden davon verdient.

The King’s Speech handelt von König George VI. und seinem Stottern. Zu stottern ist ja ohnehin keine sehr angenehme Sache. Doch für einen Menschen, der dazu verdammt ist, sich in der Öffentlichkeit zu bewegen, Gespräche zu führen und Reden zu halten, ist es ein Fluch.

Als jüngerer Bruder von König Edward muss Albert hin und wieder, vor Publikum sprechen. Jedes Mal stottert und leidet er. Er versucht mehrere Therapien, doch da er außerdem sehr schüchtern ist, kann er seine Sprachschwierigkeiten nicht überwinden. Seine Ehefrau, die spätere Queen Mum, macht schließlich einen Sprachlehrer ausfindig, den Albert anfangs jedoch ablehnt. Lionel Logue ist Australier, eigentlich Schauspieler und hat sehr unkonventionelle Methoden. So besteht er darauf, dass sie sich als gleichgestellt begegnen und nicht als Prinz und Untertan. Demzufolge entstehen alle möglichen witzigen Situationen und Dialoge. Der Film lebt von den wunderbaren Wortgefechten und der Interaktion der beiden Hauptdarsteller. Zum Beispiel erklärt Albert, dass Lionel im Umgang mit Prinzen nicht versiert sei. Colin Firth und Geoffrey Rush zeigen eine tolle Chemie auf der Leinwand.

Später wird Albert zum neuen König ernannt, nachdem sein Bruder wegen Wallis Simpson abgedankt hat. Als wäre das nicht genug, bricht auch noch der Krieg gegen Deutschland aus und er muss eine Rede an die Nation halten, die er aber mit Lionels Hilfe vorbildlich meistert. Bis zur Georges Tod bleiben die Männer befreundet.

Alle Figuren werden sehr sympathisch und menschlich dargestellt. Die Auswahl der Schauspieler, von Colin Firth und Geoffrey Rush bis hin zu Helena Bonham-Carter und Jennifer Ehle machen ihre Sache sehr sehr gut. Für jeden Fan von Jane Austen und Stolz & Vorurteil war es ohnehin ein Fest, Colin und Jennifer mal wieder zusammen zu sehen.

Die Ausstattung ist sehr gut gewählt und lässt die Dreißiger Jahre aufleben. Der gesamte Film wirkt in allen Details glaubwürdig, realistisch und vor allem liebenswert.

Die Entstehungsgeschichte des Films ist ebenfalls sehr interessant. Der Regisseur wurde von seiner Mutter auf ein Theaterstück hingewiesen, das sie in London gesehen hatte. Sie war begeistert und lieferte ihm so den Stoff für einen seiner wohl größten Erfolge, dessen Geschichte übrigens wahr ist.

10 Tickets für einen wundervollen Film, der glücklich macht.

10Tickets

The King’s Speech, The Weinstein Company, 2010.

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