Tag 21 – Von welchem Film wurdest du zum ersten Mal so richtig gefesselt?

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Es war wohl tatsächlich „Der Glöckner von Notre-Dame“ mit Gina Lollobrigida und Anthony Quinn, der mich fesselte. So richtig kann ich mich daran aber gar nicht mehr erinnern. Keine Ahnung, wie alt ich damals gewesen bin. Älter als 8 sicher nicht. Ich weiß noch, dass ich den Film sehr anrührend fand und auch geweint habe. Besonders das Ende, wenn Quasimodo seiner toten Esmeralda in die Katakomben (falls ich mich richtig entsinne) folgt und sich neben sie legt. Und schockiert hat mich der raue Umgang des Fieslings mit den Bettlern. Das ist alles, was ich noch von der ersten Sichtung weiß. Man könnte denken, dass es für mein Alter damals vielleicht kein adäquater Film war. Aber er muss ja irgendwann im Nachmittagsprogramm gelaufen sein, sonst hätte ich ihn gar nicht schauen können. Und ob ich alles kapiert habe, lasse ich auch mal dahingestellt. In jedem Fall habe ich jahrelang behauptet, es wäre mein Lieblingsfilm. Und früher lief der auch echt häufiger.
Irgendwann habe ich einen anderen Film zu meinem Liebling erkoren und dem Glöckner keine Bedeutung mehr beigemessen. Als ich den Film vor ein paar Jahren mal wieder ein paar Minuten schaute, musste ich feststellen, dass er mir überhaupt nicht gefiel. Der arme Quasimodo, seine große Liebe Esmeralda, die durchaus etwas verschlagen war, es auf den schönen Ritter abgesehen hatte, aber auch ein Opfer war, der Fiesling…. Begeistern konnte es mich nicht mehr. Ja, ich fand es richtig grausam und gemein.

4 Gedanken zu „Tag 21 – Von welchem Film wurdest du zum ersten Mal so richtig gefesselt?

  1. Amilyn

    Ach, ich befürchte, es waren die Sissi-Filme mit Romy Schneider und Karlheinz Böhm 😀
    Na ja, ich finde die Filme ja immer noch super, obwohl ich sie mir heute nicht mehr anschaue, wenn sie kommen. Sie gehören aber zu meiner Kindheit, und sie haben mich damals wirklich gefesselt, obwohl ich natürlich noch nicht alles begriffen hatte.
    Mich würde auch mal eine (realistische) Neuverfilmung interessieren. Die damaligen Filme waren ja schon sehr rosa-rot.

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  2. janosch79

    Wirklich gefesselt und gleichzeitig berührt hat mich „Der Club der toten Dichter“. Robin Williams spielt die Rolle des unkonventionellen Lehrers Keating mehr als hervorragend. „O Captain! My Captain!“ hat sich mal bei jedem Fan dieses Films ins Gedächtnis eingebrannt. Besonders begeistert hat mich, dass Keating es geschafft hat, durch Literatur und Poesie gegen das Establishment aufzubegehren. Berührend (sowas passiert mir bei Filmen eigentlich nie) war der Freitod von Neil, dessen Vater ihm die Schauspielerei verbieten wollte. Die legendäre letzte Szene des Films, wo alle Schüler auf die Tische steigen und „O Captain! My Captain“ intonieren war mehr als ein Beweis für Loyalität. Solch einen Lehrer hat sich wohl jeder Schüler einmal gewünscht.
    Diese Begegnung mit Robin Williams machte mich zu einem großen Fan. Leider ist er viel zu früh verstorben. Ein mehr als genialer Schauspieler.

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