Tag 26-Nenne deinen liebsten Filmklassiker

Tja, was gilt denn als „Klassiker“?

Ein Film, der eine gewisse Anzahl von Jahren auf dem Buckel hat? Ein cineastisches Werk, das wegweisend für seine Zeit war? Das in irgendeiner Hinsicht neu und revolutionär war? Oder den Zeitgeist und das Lebensgefühl einer Generation eingefangen hat? Zeichnet sich ein Klassiker durch eine immerwährende Aktualität aus? Oder dadurch, dass er eine neue Ära des Films eingeleitet hat? Schätzungsweise kann alles oder einiges davon zutreffen, damit ein Film als „Klassiker“ eingestuft wird.

Ziehen wir die Literatur zu Rate:

„Anders als ein „Top-“ oder „Spitzenfilm“, als den man einen Film mit maximal großem Unterhaltungswert bezeichnet, ist ein Filmklassiker ein Film, der in Struktur und ästhetischem Anspruch eine Phase oder Richtung der Filmgeschichte repräsentieren kann. Listen von Filmklassikern unterscheiden sich dadurch von Listen der „besten Filme“, weil sie nicht das Auswahlkriterium der Unterhaltsamkeit anlegen, sondern ein imaginäres Museum der Filmkunst unterstellen und nur solche Filme zulassen, die prototypisch für die Entwicklung ihres Genres stehen können oder die sich durch die Radikalität, mit der sie ein ästhetisches oder stilistisches Konzept realisieren, auszeichnen. Welcher Film als „Klassiker“ anzusehen ist, steht nicht fest; der Kanon der Filme, die in diesen Rang erhoben werden können, wird zu jeder Zeit neu verhandelt.“

Material: Koebner, Thomas (Hrsg.): Filmklassiker. 1-4. Stuttgart: Reclam 1995. Mehrere Neuaufl.

Ja, da wären wir ja schon mal viel weiter – nicht.

Hier soll jetzt mal folgende, recht simple Definition gelten.
Klassiker müssen ein paar Jährchen auf dem Buckel haben, denn häufig stellt sich erst mit der Zeit heraus, was zum Klassiker wird. Manche Filme, die nicht sehr erfolgreich im Kino gelaufen sind, werden dennoch später zu Klassikern erklärt. Und sie müssen immer noch geschaut werden. Das ist wohl eine der wichtigsten Voraussetzungen. Legendäre Schauspieler/innen oder Regisseure sollten ebenfalls beteiligt sein.

Allerdings würde ich noch zwischen allgemeinen und persönlichen Klassikern unterscheiden. Wenn ich einen Film häufiger schaue, weil er einen besonderen Stellenwert für mich hat, dann ist er für mich auch ein Klassiker. Ungeachtet dessen, ob ihm dieser Status mehr oder weniger allgemein zuerkannt wird. Doch ich denke, diese Frage zielt auf genau diese Sorte ab. Nichtsdestotrotz habe ich mich für einen Film entschieden, den ich wirklich liebe, von dem ich aber nicht weiß, ob er allgemein als Klassiker gehandelt wird. Für mich ist er einer und vor allem ist er es zu Weihnachten.

Mein Lieblings-Filmklassiker ist Rendezvous nach Ladenschluss (1940) von Ernst Lubitsch und u.a. mit Margaret Sullavan, James Stewart und Felix Bressart. Ich liebe schwarz-weiß Filme sehr und diesen insbesondere. Er ist voller Humor, Herzenswärme und ein bisschen Tragik. Auch wenn man ihn sich zu jeder Jahreszeit ansehen kann, entfaltet er doch zur Weihnachtszeit noch mal einen zusätzlichen Charme und verbreitet beste Weihnachtsstimmung. Vielmehr übrigens noch als „Das Leben ist schön“ wie ich finde und obwohl ich den Film auch sehr schätze. James Stewart ist außerdem einer meiner absoluten Lieblingsschauspieler und zusammen mit Margaret Sullavan bildet er auch in Rendezvous nach Ladenschluss ein echtes Leinwand-Traumpaar.

3 Gedanken zu „Tag 26-Nenne deinen liebsten Filmklassiker

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