Ein Gedicht #2

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Die Kumpels hängen ab

He Hotte, was führt dich zu uns, altes Haus
Und was siehst du heute so käsig aus
Mach dich mal schön locker
und setz dich auf den Hocker
Gerade gibt’s für uns nicht viel zu tun
Zeit, sich lässig und gediegen auszuruh’n
Wir sind Rummel und Gewühl echt leid
Lieber vertrödeln wir unsere Zeit
Lass die anderen hetzen und eilen
Wir chillen lieber und verweilen

He Leute, schön euch wiederzuseh’n
Lasst mich hier nicht einfach steh’n
Habt ihr noch ’nen Bier und Sitzplatz frei
bin ich in eurer Runde immer dabei
Am Brandenburger Tor ist gerad‘ ein Staatsbesuch
Touristen sind manchmal ein Segen und oft ein Fluch
Ständig wollen sie Gruppenfotos oder ’nen Selfie
Dass ich nicht lächeln kann, interessiert die nie
Tun so, als wäre ich ’ne dämliche Attraktion
Dabei mach ich den Quatsch für ’nen Hungerlohn
Berlinale bedeutet auch nur präsentieren,
rumhetzen und Pfunde verlieren
Das ist echt eine einzige Folter und Marter
Ich sehe schon aus wie mein eigener Großvater

Jetzt hock dich hin und heul‘ nicht rum,
Bären wie uns haut so schnell nichts um
Heute gibt es nichts zu versäumen
Lass uns von goldenen Zeiten träumen
als unsere Vorfahren durch Wälder streiften
und Touristen in ihre Höhlen schleiften

Was für ein Leben…..

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