Ein Gedicht #4

 

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Rollende Steine

Ein Pinguin geht in die Stadt
weil er genug vom Südpol hat
Er spürt den Künstler in sich schlummern
besorgt sich von Agenten Nummern
Mutig versucht er bei allen sein Glück
und zwei oder drei rufen tatsächlich zurück
Wollen erfahren, was er so macht
und ob er unter den Kritikern ein Feuer entfacht
Das weiß er leider selber nicht genau
und verspricht, er mache sich mal schlau
Doch wie und wo weiß er ebenfalls nicht
und so sieht er schwinden das Tunnellicht
Gedankenverloren stromert er durch die Straßen
und sieht seine Chancen zunehmend verblassen
„Reich und berühmt“ war seine Vision
jetzt sieht er im Spiegel nur einen Clown
Er fühlt sich nicht wie ein Rollender Stein
und wollte doch immer wie einer sein
Und während er im Selbstmitleid schwimmt
ist er für seine Umgebung nahezu blind
Da plötzlich, er glaubt es nicht,
sieht er glatt einen Artgenossen vor sich
Der sprayt ein Bild an die Wand
wirklich gekonnt und sehr prägnant
Was dieser Pinguin so alles kann
unserer ist fasziniert und spricht ihn an
Sie verstehen sich prächtig
gemeinsam fühlen sie sich mächtig
Motiviert sprühen sie die ganze Nacht
Haus für Haus bis die Sonne schließlich lacht
Und jede Fassade ist mit Bildern bedeckt
und jeder graue Stein darunter versteckt
Und ganz zum Schluss
weil man das als Künstler so muss
Und alles andere wäre doch schade
verewigen sie sich zusammen auf einer Fassade

 

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5 Gedanken zu „Ein Gedicht #4

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