SFB-Donnerstag #10: Nicht-leiden-können

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Ein neuer SFB-Donnerstag steht an. Die Fragen von LAH:

  1. Welche Serie/welcher Film/welches Buch kannst du überhaupt nicht leiden und wieso? 
  2. Welchen Charakter kannst du wirklich auf den Tod nicht ausstehen und wieso? 

Serie:

1.Aufgrund einer zugegebener Maßen eher oberflächlichen Meinungsbildung muss ich erneut auf American Horror Story zurückgreifen. Ich habe mal drüber gezappt und da die Serie viele Fans hat, habe ich mir mal eine paar Minuten „gegönnt“. Diese Minuten waren jedoch so abschreckend, dass ich sofort meine Ahnung bestätigt sah, nämlich, dass das Ganze einfach nicht meins ist. Allein die Atmosphäre der Serie widerstrebt mir total. Ich kann so düstere, verquere Leute einfach nicht verknusen. Die verfolgen mich sprichwörtlich in den Schlaf. Tatsache. Und schon mehr als ein Schauspieler hat mit der Darstellung eines Psychopathen seine gesamte Karriere bei mir unter keinen guten Stern gestellt. Wenn er den Psychopathen sehr überzeugend gespielt hat, erinnert mich jede andere Rolle erneut daran.

2.Leider muss ich da jemanden aus dem Umfeld von Doctor Who wählen. Clara Oswald konnte mich niemals hinterm Ofen vor locken, überzeugen oder in sonst einer Weise ansprechen. Ich finde sie nervig und überzogen. Ständig frage ich mich, warum sie überhaupt mit dem Doctor mitreist, wenn sie doch mehr als einmal den Eindruck erweckt, als möge sie ihn nicht mal. Weder habe ich eine besondere Chemie zwischen ihr und dem 10. Doctor noch seinem Nachfolger erkennen können. Für mich macht keine Konstellation einen Sinn und ich bin heilfroh, dass sie nun Geschichte ist. Leider immer noch etwas spät, aber besser als noch eine weitere Staffel mit Clara.

Film:

1.Avatar. Ja genau, Avatar. Ich hatte mir nach Titanic geschworen, wirklich nie wieder ein Werk von James Cameron zu sehen. Doch dann kam besagter Film in die Kinos und wirklich jeder, der ihn gesehen hatte, schwärmte davon und erklärte voller Inbrunst, dass man Avatar sehen müsse. Eigentlich lasse ich mich  von solchen Aussagen selten überzeugen, aber in diesem Fall war jeder von den 3D-Effekten begeistert und um diese zu sehen, musste man ja nun einmal ins Kino gehen. Tja, ich ärgere mich heute noch, dass ich mich breitschlagen ließ. Okay, die Effekte waren nicht übel. Wenn auch bei Weitem nicht so grandios, wie ich bei all der Schwärmerei erwartet hatte. Aber am Schlimmsten war der Plot. Der Grund, warum ich James Camerons Filme nicht mag, ist, dass er einfach keine Geschichten erzählen kann. Sie bestehen lediglich aus abgeschmackten Versatzstücken, die man schon zahlreich und viel besser sehen konnte. Und auch bei Avatar wurde er diesem Ruf gerecht. Viel Getöse um wenig Inhalt und damit ein Beweis, dass technischer Schnickschnack keine Story ersetzen kann.

2.Hass ist ein starkes Wort. Ich hasse nicht. Und doch bringe ich Chappie sowas Ähnliches entgegen ;). Chappie nervt, ist debil und nervt. Achja, hatte ich schon erwähnt, dass er nervt?

Buch:

1.Da gibt es einige Anwärter. Red Rising (zusammengeklaute Story, sinnlose Gewalt), The Gracekeepers (gibt vor, fantasievoll und tiefsinnig zu sein, ist es aber tatsächlich nicht), Der Marsianer ( altbackene Mischung aus Robinsonade und McGyver bar jeder Überraschung) oder Das unendliche Meer (langweilig, langweilig und nochmals langweilig). Doch auf welches Machwerk fällt die Wahl? Sieger ist Die späte Reue des Jack Wiseman. Was sich nach einem tiefgreifenden und mehrdimensionalen Plot anhört, bietet zwar eine bemerkenswerte Rechercheleistung aber weder glaubwürdige Figuren noch eine gut konzipierte Geschichte. Darüber hinaus verfügt Ayelet Waldmans Roman nicht einmal über einen Spannungsbogen. Ein total Flop.

2.Das ist dann wohl Mae aus The Circle. Sie als dumm, naiv und um Zuneigung heischend zu beschreiben, wäre wahrlich eine Untertreibung. Eine schreckliche Person, die keinen Funken kritischen Geistes besitzt. Wirklich, sie hat mich manches Mal überlegen lassen, den Roman abzubrechen. Allein die Frage nach der Auflösung hielt mich dabei und auch da gab es eine Enttäuschung.

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6 Gedanken zu „SFB-Donnerstag #10: Nicht-leiden-können

  1. janosch79

    Nun habe ich doch tatsächlich dazu noch etwas gefunden.

    Serie:

    1. „24“ mit Kiefer Sutherland ist die Serie, mit der ich überhaupt gar nichts anfangen kann. Ich sehe gerne Action, aber wenn in gefühlt jeder Minute 1000 Explosionen stattfinden, geht mein Interesse komplett flöten. Man frage sich, warum diese Serie solch eine große Fan-Gemeinde hat.
    2. Persönlich bin ich ja ein großer Fan von Robin Williams, aber mit „Mork vom Ork“ konnte ich nun gar nichts anfangen. In dieser Rolle fand ich Robin Williams zu abgedreht. Da kenne ich wesentlich bessere Filme mit ihm.

    Film:

    1. „Kill Bill“ mit Uma Thurman geht überhaupt nicht. Sinnloses Gemetzel über den gesamten Film mit einer wirren Handlung. Konnte mich gar nicht überzeugen.
    2. Eigentlich muss ich gleich zwei Charaktere nennen, die mich in einem Film nicht überzeugen konnten. „Zwei vom alten Schlag“ mit Robert de Niro und Sylvester Stallone. Beide Schauspieler haben schon starke Rollen gespielt, wobei de Niro, der deutlich bessere Schauspieler ist. In diesem Streifen konnten beide keinen Glanz versprühen und der Story keinen Biss verpassen.

    Buch:

    1. Die Serie um Kommissar Phil Brennan und Profilerin Marina Esposito hat mir gar nicht gefallen. Der Auftakt-Thriller „Stirb, mein Prinz“ ging überhaupt nicht. Viel Hype um ganz wenig.
    2. Einen direkten Charakter kann ich an dieser Stelle gar nicht nennen, aber einen Autor, der verschiedene Charaktere geschaffen, die mich überhaupt nicht begeistern konnten. Die Rede ist vom südafrikanischen Autor Roger Smith. Keine seiner Figuren fand bei mir Anklang. Zu abgedreht, zu brutal handelten die Charaktere aus seinen Büchern. Da es sich um Einzelbände handelt, habe ich mich nur auf den Autor beschränkt.

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    1. Bette Davis left the Bookshop Autor

      Interessante Antworten 🙂 . 24 hat mich nie interessiert, weil das Genre einfach nicht meins ist. So wie du es beschreibst, habe ich gut daran getan, es gar nicht erst zu schauen. Robin Williams war damals wohl eher als reiner Komiker unterwegs. Mir hat Mork vom Ork auch nie gefallen. Zu albern. Später wurden ihm wahrscheinlich auch einfach mehr Chancen eingeräumt, seine Bandbreite auszuspielen. Danke für’s Mitmachen und einen tollen Beitrag!

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