SFB-Donnerstag #35: Highlights

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Das Jahr neigt sich dem Ende. Welche Highlights hast Du für Dich (bis jetzt) gefunden? 

Die Frage im Rahmen des 35. SFB-Donnerstags von LAH erscheint mir ein bisschen verfrüht, da ich noch ein paar vielversprechende Kinobesuche und Serien geplant habe und bis zum Jahresende bestimmt auch noch einige Bücher lesen werde. Andererseits bezieht sich die Frage auf den derzeitigen Stand der Dinge und dazu lässt sich natürlich schon etwas sagen.

Serien:

Allzu viele Serien schaue ich ja nicht. Es gibt ein paar Klassiker zu denen ich immer wieder zurückfinde, aber neue Serien haben es schwer bei mir. Ich fange gelegentlich neue an, halte aber nur wenige durch.

Nach langer Zeit und aus traurigem Anlass habe ich nach ewigen Zeiten mal wieder mit Liebling Kreuzberg begonnen. Die 80er-Jahre Serie um den Berliner Anwalt Robert Liebling kann ich uneingeschränkt empfehlen. Die Geschichten funktionieren auch heutzutage noch. Teilweise hat man das Gefühl, dass sich einige Dinge nicht wirklich geändert haben seit damals. Und Lokal- und Zeitkolorit gibt es gratis obendrauf.

Abgesehen davon habe ich einige Serien angefangen, die Potenzial haben, aber bei denen ich mir noch nicht ganz sicher bin. Dazu gehört beispielsweise Humans. Obwohl es sich um ein Remake handelt (welch‘ Ironie, bin ich doch gegenüber solchen sonst sehr kritisch eingestellt), halte ich dieses für sehr vielversprechend. Die Serie regt zum Nachdenken an, ist spannend und unvorhersehbar.Vor einiger Zeit habe ich mal ein paar Folgen des Originals auf Arte gesehen. Allerdings bin ich irgendwo zwischendrin eingestiegen und das klappte natürlich so gar nicht. Andererseits fällt es mir wohl schon aus Gewohnheit leichter, mich in britische Serien einzufinden. Shame on me! Und ein paar Folgen von Wrecked fand ich ebenfalls sehr vielversprechend. In den nächsten Tagen werde ich dann noch mit Mr. Robot beginnen und bin sehr gespannt, ob sich die Serie ebenfalls zum Glanzlicht entwickeln wird.

Ansonsten habe ich dieses Jahr nur die 2. Staffel von How to get away with murder gesehen. Die hat mich jedoch leider ungemein ernüchtert und geärgert. Achja, und die ersten beiden Folgen von The Night Manager habe ich ebenfalls geschaut, aber ich bin für so Spionage-Geheimdienst-Zeug einfach nicht gemacht. (Was so auch wieder nicht stimmt, weil ich Spooks gerne gesehen habe, wenn auch nicht dieses Jahr 😉 ).

Filme:

Mein Lieblingsfilm des bisherigen Kinojahres 2016 ist eindeutig Doctor Strange. Er weist großartige Darsteller auf, bietet eine nette Geschichte, hat visuell einiges auf dem Kasten. Zusammengefaßt heißt das, dass er vortreffliches, unterhaltsames Popcorn-Kino liefert.

Allerdings habe ich das Gefühl, dass sich Arrival im Weiteren als starker Konkurrent auf diesen Platz in meinem Zuschauerherz herausstellen könnte. Warten wir’s mal ab.

Im Heimkino war 5 Zimmer, Küche, Sarg sicher mein größtes Highlight. Ich liebe die Idee, die Figuren, das familiäre Low-Budget-Feeling, die Darsteller – simply everything! Ich kann den Film immer nur und immer wieder jedem empfehlen.

Bücher:

Ein Highlight des bisherigen Jahres war für mich Familie der geflügelten Tiger. Einerseits sagte mir der Erzählstil sehr zu, andererseits entspricht der Roman von Paula Fürstenberg nicht ganz meinem üblichen Beuteschema und die Konstellation aus beidem hat das Lesen zu einem spannenden, erfüllenden Erlebnis gemacht.

Außerdem habe ich dieses Jahr endlich die Romane um Flavia de Luce aus ihrem schon viel zu lange währenden Dornröschenschlaf geweckt. Nach dem ersten habe ich gleich den nächsten gelesen, so dass man wohl mit Fug und Recht behaupten kann, dass die Romane von Alan Bradley ein Highlight des Jahres war.

Last but not least war Die Straße von Cormac McCarthy eine großartige Lektüre. Wahrscheinlich ist der Endzeitroman sogar DAS Highlight meines bisherigen Lesejahres. Eine bittere, aber gleichzeitig sehr tief reichende Geschichte, die sich um die Liebe zwischen Vater und Sohn in kaum ertragbaren Zeiten rangt.

Derzeit lese ich Geister von Nathan Hill. Bis jetzt gefällt mir der Roman wirklich mir sehr gut, so dass er durchaus das Potenzial hat, sich zu einem weiteren Glanzlicht meines Lesejahres zu mausern. Auch hier wird die Zeit Antworten liefern. 🙂

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