Jahresbilanz der Unterhaltung 2016

Zum Jahresende ziehe ich keinerlei Bilanzen. Außer einer. Diese basiert einzig und allein auf meiner Vergnügungssucht und behandelt meine individuellen Highlights und Flops, die mir die Unterhaltungsbranche 2016 geschenkt hat.

Literatur:

Gelesene Bücher: 30

Letztes Jahr hatte ich mir fest vorgenommen, die Schallmauer von 40 gelesenen Büchern zu durchbrechen und schaffte das auch wie man in der entsprechenden Bilanz nachlesen kann. Dieses Jahr ließ ich es dann locker angehen und las in einem sich natürlich entwickelnden Tempo immerhin noch 30 Bücher. Ich finde das durchaus ansehnlich, wenn man bedenkt, dass so mancher Mensch gar nicht liest. Im Übrigen lese ich ja auch nicht, um Rekorde aufzustellen oder mit anderen Lesern in Konkurrenz zu treten. Insgesamt habe ich es auf stolze 12050 Seiten gebracht. Das macht im Durchschnitt 1004,2 Seiten im Monat, also 33 Seiten täglich. Da ich zwischendurch von mehr oder weniger ausgeprägten Leseflauten heimgesucht wurde, ist diese Statistik selbstverständlich schön, aber nicht realistisch :). Und wenn ich es mir richtig überlege, dann könnte man 33 Seiten durchaus steigern, aber wie gesagt, ich lese ja privat aus Spass und das soll es auch bleiben.

Bewertungsstatistik:

5 Schreibmaschinen: 1 Buch (3,4 %)

4 Schreibmaschinen: 13 Bücher (43,3 %)

3 Schreibmaschinen: 12 Bücher (40 %)

2 Schreibmaschinen: 2 Bücher (6,6 %)

1 Schreibmaschinen: 2 Bücher (6,6 %)

Wenn man die reinen Zahlen betrachtet, dann sieht es nach einem recht guten Lesejahr aus. Immerhin kann es mit dreizehn Vierer-Büchern und zwölf Dreier-Büchern aufwarten. Tatsächlich habe ich es jedoch als nicht sonderlich gutes Jahr wahrgenommen, weil es an wirklichen Highlights mangelte. Das kann man daran erkennen, dass es nur ein Roman geschafft hat, die höchste Wertung zu erlangen und zwar Der Doktor und das liebe Vieh von James Harriot. 2015 hatten es immerhin sieben Werke an die Spitze geschafft. Siebzehn folgten mit vier Schreibmaschinen. Das ist schon ein enormer Unterschied. Klar, ich hatte zehn Bücher mehr gelesen, aber dennoch ist ein Buch mit voller Schreibmaschinen-Anzahl doch nun wirklich nicht zu wenig auf ein ganzes Jahr gesehen. Oder? Oder!

Umfangreichstes Buch:

Das Seehaus – Kate Morton (605 Seiten)

Kürzestes Buch:

Er war 16 als man ihn hängte – Alexander Goeb (154 Seiten)

Literarische Highlights:

Leider gab es das nicht wirklich. Der Doktor und das liebe Vieh hat es zwar als einziges Werk geschafft, mir die höchste Wertung zu entlocken, aber da ich die Serie kannte, konnte es mich nicht so umhauen wie es eine völlig neue Geschichte vielleicht getan hätte.

Literarische Flops:

Die Stadt von Andreas Brandhorst

Am meisten ärgert mich an diesem Roman, dass er es geschafft hat, dass ich ihn beende.

Film:

2016 war ich 9 Mal im Kino. Damit ist das Jahr für meine Verhältnisse sehr gut ausgefallen. Ich bewege mich nämlich nur dorthin, wenn ich glaube, dass ein Film aus diesem oder jenem Grund einfach dort gesehen werden muss. Natürlich wird jeder Film durch das Kinoerlebnis aufgewertet, aber ich bin nicht bereit, für jeden so tief in die Tasche zu greifen oder mich vom Sofa zu schälen ;). In meinen besten Kinojahren war ich vielleicht so 14 bis 16 Mal im Kino. Letztes Jahr nur fünf Mal. Dagegen hat 2016 wirklich besser abgeschnitten.

Kino-Highlights:

Florence Foster Jenkins

Doctor Strange

Rogue One

Kino-Flop:

arrival

Arrival

Now you see me 2

Vom Sofa aus habe ich 45 Filme gesehen, wovon der geringere Teil Sichtungen bereits bekannter Werke waren. Dazu gehörten u.a. Breakfast at Tiffany’s, Ein Pyjama für 2 und Ein unmoralisches Angebot. Erstsichtungen waren u.a. Slow West (8 Schreibmaschinen), Ich bin dann mal weg (7 Schreibmaschinen), Serena (5 Schreibmaschinen) und Die Frau in Gold (7 Schreibmaschinen).

Filmisches Sofa-Highlight:

WhatwedointheShadows

5 Zimmer, Küche, Sarg

Filmischer Sofa-Flop:

Krampus

Lieblingsserie:

Humans von Channel 4

Da ich nicht viele Serien schaue, ist es für eine solche nicht wirklich schwierig, diesen Titel zu erlangen. Zwar habe ich noch ein paar andere Serien angefangen, aber außer Humans hat mich keine überzeugen können.

Lieblingssongs:

Beneath your beautiful – Labyrinth ft. Emeli Sande

Ja, ich bin so hinterm Berg. Schon klar. Ich kenne das Lied auch schon länger, aber dieses Jahr hat es zwischen uns gefunkt. Gut Ding will Weile haben. Manchmal muss die Zeit halt reif sein.

Concrete – Tom Ordell

Still falling for you – Ellie Goulding

DAS große Jahres-Highlight hatte mit der Berlinale zu tun und hat mir einen sehr großen Wunsch erfüllt. Das sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt.

Zum Abschluss des Jahres war ich außerdem gestern noch im Roncalli-Weihnachtscircus und der ist ja wirklich immer ein Highlight. Poetisch, bezaubern, faszinierend, zu Herzen gehend. Nicht nur die Akrobatiknummern begeistern mich, sondern es rührt mich auch stets zu Tränen (die ich krampfhaft zurückhalten muss), dass Menschen etwas vorführen und andere ihnen dafür Applaus und Anerkennung zollen. Dass Künstler und Publikum zusammenfinden, um ein Ereignis zum Erlebnis zu machen. Dass sich so viel positive Energie manifestiert. Ja, ich bin sentimental, aber das schenkt mir wirklich immer wieder den Glauben an die Menschheit zurück (mir doch egal, wenn das pathetisch klingt, denn so ist es halt). Memo für’s nächste Jahr: Richtig pfeifen lernen. Die vier Finger-Methode ist zu unzuverlässig und sieht nicht lässig aus :).

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