[Rezension] Jochen Schweizer: Der perfekte Augenblick

schweizer

Jochen Schweizer beschwört in seinem recht schmalen Buch genau das, was der Titel verspricht. Er erläutert, was er unter einem perfekten Moment versteht, welche er selbst erleben durfte und wie man sie heraufbeschwören kann. Denn obwohl sie sich häufig spontan einstellen, kann man ihnen doch durchaus den Weg bereiten. Jochen Schweizer folgt der Überzeugung, dass Erlebnisse mehr Glück schenken als schlichte Güter, die man kauft und deren Glückswirkung sich rasch abnutzt.

Außerdem berichtet der ehemalige Stuntman und Selfmade-Millionär von glücklichen und niederschmetternden Ereignissen in seinem Leben. Auch von Höhen und Tiefen, die er mit seinem Unternehmen durchschreiten musste. Wie er mit alldem umgegangen ist, was er daraus gelernt hat und wie sie ihn zu dem Mann gemacht haben, der er heute ist. Er zeigt den Lesern auf, wie auch sie aus seinen Erfahrungen lernen und ihre Ziele angehen können.

Der Stil stimmt einen Plauderton an, dass Schweizer Motivationsvorträge hält, schimmert jedoch nur ansatzweise durch. Nichtsdestotrotz schafft er es durchaus, dem Leser etwas mit auf den Weg zu geben. Das Gefühl zu vermitteln, dass man mehr schaffen kann, als man vielleicht selbst glaubt.

Es entsteht ein sehr positiver Eindruck von Jochen Schweizer, der an seine Botschaft glaubt und sie den Lesern ans Herz legen möchte.

Andererseits wirkt das Buch, als sei es auch geschrieben worden, um etwas von dem Erfolg der TV-Show „Die Höhle der Löwen“ abzuschöpfen und gleichzeitig Werbung für Schweizers Produkt der Erlebnisgutscheine zu machen. Beides fällt nicht sonderlich subtil aus und stört den Gesamteindruck.  Außerdem gibt es zwar wenige Bilder, dafür aber einige Doppelseiten, die lediglich eine Überschrift und ein Zitat enthalten und dadurch ein wenig wie Platzfüller wirken.

Nichtsdestotrotz sind die Einblicke in Schweizers Leben und Arbeit sehr interessant und die grundlegende Botschaft wegweisend. „Wenn schon einen Plan verfolgen, dann wenigstens  meinen eigenen.“

  3/5 Schreibmaschinen

3Writer

Jochen Schweizer, Der perfekte Augenblick, Gräfe und Unzer Edition 2015.