MeDiA MoNdAy #309

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Was war das bitte für eine Woche? Ein Terroranschlag auf ein Popkonzert? Ich habe das Gefühl, mein Geist, meine Seele, mein Herz kommen nicht mehr hinterher. Irgendwie wirkt das Geschehen unheimlich surreal auf mich. Ich kann es überhaupt nicht realisieren, dass so etwas in unserer westlichen Welt geschieht. Dass so viele Unschuldige verletzt und gar getötet werden, „nur“ weil jemand diese willkürliche Entscheidung fällt. Genau an diesem Abend seinem Leben ein Ende zu setzen und Menschen mit in den Tod zu reißen…. Dennoch ist es sehr tröstlich, dass die Menschen in der Situation Herz und Mitgefühl zeigen. Die Terroristen werden nur erreichen, dass wir enger zusammenstehen. Davon bin ich wirklich überzeugt.

Wenden wir uns jetzt aber endlich etwas weitaus Erfreulicherem zu. Nämlich dem Media Monday. Wulfs Aktion, die Bedingungen und Teilnehmer findet Ihr, wenn Ihr dem Banner folgt. Ansonsten gilt es wie immer, einen Lückentext möglich sinnvoll zu ergänzen.

Immer wenn ich eine/n KlavierspielerIn sehe, bekomme ich Lust es endlich zu lernen.

c/o giphy.com

Leider kenne ich mich überhaupt nicht damit aus, welches E-Piano empfehlenswert wäre, worauf man beim Kauf achten muss etc. Aber irgendwann wird’s schon was werden.

c/o giphy.com

Alternativ hätte ich auch sagen können:

Immer wenn ich Helene Fischer sehe, bekomme ich Lust, den Fernseher aus dem Fenster zu werfen. 😀 Ich gebe zu, dass ich etwas schadenfroh war, als ich hörte, dass sie beim DFB-Pokalfinale ausgepfiffen wurde. Sie ist ja dermaßen omnipräsent und wird von vielen fast in den Status einer Heiligen gehoben, dass vom Gegenwind zu hören, irgendwie guttat.

Die Stadt der Träumenden Bücher von Walter Moers ist so eine Lektüre, an die ich mich immer gerne erinnern werde, denn die Geschichte sprüht vor Witz und kuriosen Einfällen, die das Herz eines jeden Bücherwurms höherschlagen lassen.

Müsste ich mich entscheiden, würde ich Carlos Ruiz Zafón als meine/n Lieblings-Autor/in bezeichnen, schließlich erfüllt er stets mein Bedürfnis nach einem wundervollen, emotionalen Sprachstil und einer geheimnisvollen Geschichte mit einem Hauch „Gothic Novel“.

 ____ ist überraschend gut gealtert, wenn man bedenkt, dass ____ .

Tut mir leid, diesen Satz weigere ich mich zu ergänzen, denn es sagt über niemanden etwas Positives/Negatives aus, ob er von Außenstehenden als jünger/älter eingeschätzt wird. Alter ist kein Wert an sich und wie jemand altert auch nicht. Liegt die Bewertung nicht sowieso immer im willkürlichen Auge des Betrachters? Dieses Thema bringt mich leider immer etwas auf 180, weil ich ganz klar, eine Tendenz zur Altersdiskriminierung in Deutschland sehen. Diese drückt sich manchmal sehr subtil und in gängigen Meinungen aus. Es ist mir echt egal, ob jemand seinem Alter entsprechend oder älter/jünger aussieht, denn letztlich interessiert mich der Mensch bzw. Künstler (um thematisch zum Media Monday zurückzukehren).

Andererseits könnte man das Ganze ja auf eine Serie oder einen Film beziehen…

Die Zeugin der Anklage ist überraschend gut gealtert, wenn man bedenkt, dass der Film in diesem Jahr seinen 60. Geburtstag feiert. Kann ihn nur empfehlen. Ausgeklügelt, spannend, unvorhersehbar und stellenweise durchaus komisch. Bin sonst kein großer Fan der guten Marlene Dietrich, aber hier ist sie wirklich sehr gut.

Insbesondere früher habe ich ja unglaublich gerne Star Wars – Knights of the Old Republic gespielt, da ich mich völlig in das Spiel vertiefen konnte. Es war einfach toll, abwechslungreich und spannend. Ich muss es echt irgendwann mal wieder spielen.

Guardians of the Galaxy Vol. 2 ist tatsächlich viel besser geraten als ich vermutet/erwartet hätte, denn Vol. 1 hat mich glauben lassen, dass es wahrscheinlich nicht gelingen würde, einen Nachfolger zu schaffen, der auch nur annähernd so unterhaltsam sein würde.

Zuletzt habe ich Luther gesehen und das war überraschend, weil ich eigentlich keine Krimis oder Thriller sehe, aber diese Serie wirklich spannend und gutgemacht ist. Es mag auch an Idris Elbas überzeugendem Spiel liegen, dass ich einfach weiterschauen wollte.

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24 Gedanken zu „MeDiA MoNdAy #309

  1. elizzy91

    Verstehe deinen Schock nur allzu gut. Es ist schlimm wenn solche Dinge passieren. Was man dabei oft vergisst: In anderen Ländern herrscht täglich Kriegszustand und es kommen täglich Kinder ums Leben… Krieg und Gewalt ist überall schlimm nicht nur wenn es in der westlichen Welt passiert.
    Die Stadt der träumenden Bücher ist auch eines meiner Lieblings Geschichten 😀 Ich fand die Idee dazu einfach grossartig!
    Wünsche dir eine wundervolle Woche!

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    1. Bette Davis left the Bookshop Autor

      Schon als ich „westliche Welt“ schrieb, wusste ich, dass jemand sich daran stören würde. Hoffentlich glaubst du nicht wirklich, dass ich Tod und Gewalt in anderen Teilen der Erde für weniger schlimm und unnötig halte. Aber davon gehe ich jetzt mal nicht aus. 🙂 Ich meinte, das Vermögen dieses Geschehen zu realisieren, ist hier noch schwieriger. Und ich denke durchaus, dass es in unserer Wahrnehmung etwas anderes ist, ob ein Bombenanschlag in einer Region stattfindet, aus der wir diese Nachrichten seit Jahrzehnten kennen oder an Orten, die wir vielleicht schon persönlich besucht, die aber doch zumindest von der Entfernung weitaus näher bei uns sind. Man identifiziert sich dadurch wohl doch noch mal stärker mit den Menschen und dem Ort. Es ist schockierender, weil seltener und unmittelbarer. Du kannst sicher nachvollziehen, was ich meine. Es liegt mir natürlich fern, bestimmte Tote zu „bevorzugen“, aber das muss ich sicher nicht extra betonen, sondern ist selbstverständlich.

      Auch dir eine wundervolle Woche!

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  2. theatergeist

    Carlos Ruiz Zafón ist tatsächlich auch einer meiner Lieblingsautoren. Ich bin irgendwann zufällig über ihn gestolpert und klaube mir jetzt nach und nach seine Werke auf Büchermärkten zusammen. Er scheidet in meiner Familie zwar die Geister, aber ich kann seine Romane nicht aus den Fingern legen.

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    1. Bette Davis left the Bookshop Autor

      Dann sind wir schon 2. 🙂 Ja, er scheidet die Geister… Was mich jedoch nicht weiter stört. Ich kann es nachvollziehen, wenn mancher Leser so gar nichts mit ihm bzw. seinen Romanen anfangen kann, denn die Wortgewaltigkeit könnte man als Schwafelei, die mysteriösen Geschichten als zu verschwurbelt wahrnehmen 😀 . Dingen, die 90+%ige Zustimmung erfahren, traue ich sowieso nicht 😉

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