Media Monday #224

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Gestern schien es so, als gäbe mein Laptop seinen Geist auf, nachdem das Stromkabel überhitzte und anschmolz. Seit ich den Akku entfernt habe, geht es vorerst wieder. Aber wie lange? Also vier Jahre finde ich jetzt noch nicht soo alt, als dass das Gerät schon desolat sein dürfte. Naja, mal abwarten… Es ist übrigens wirklich erstaunlich, wie euphorisch es stimmen kann, wenn der Lieblingssportler gewinnt bzw. wie man sich im umgekehrten Fall ärgern kann…. Von daher war diese Woche wirklich voller Höhen und leider auch kleinen Tiefs. Aber zum Glück eher rein sportlich. Ich spreche in Rätseln? Na, dann lest doch meine Version des heutigen Media Monday und die Nebel werden sie lüften 🙂 .

Hätte ich plötzlich und unerwartet eine ganze Woche frei und somit Zeit, würde ich gerne mal wieder nach London reisen. Aber dazu gehört ja nicht nur Zeit, sondern auch Geld.

Inception hat mich mit seiner Auflösung regelrecht vom Hocker gehauen, denn der gesamte Film hat mich einfach gepackt und emotional mitgenommen – also auch das Ende. Ich muss auf dieses recht alte Beispiel zurückgreifen, weil es doch selten geschieht, dass mich Bücher, Filme oder Serien heutzutage noch total mit ihrer Auflösung flashen. Oh, jetzt ist mir doch noch was Aktuelleres eingefallen: Now you see me 1.

Wenn ich von Blog-Artikeln, Trailern oder dergleichen gespoilert werde, ärgert mich das proportional zum Grad meines Interesses an der besprochenen Sache.

Diese ständigen Vergleiche in Klappentexten oder auf Filmplakaten ignoriere ich meist. Keinesfalls sind sie eine Richtlinie für mich, ob ich etwas lesen oder sehen sollte. Zum einen sollten Bücher, Filme, Serien etc. nach Originalität und Einzigartigkeit streben. Ähnliche Inhalte sollten anders umgesetzt werden, so dass sich Vergleiche nicht anbieten sollten. Ich möchte doch nicht zwei Mal dasselbe nur mit anderem Personal lesen bzw. sehen. Egal, wie gut es ist. Bezieht sich der Vergleich andererseits auf eine ähnliche Wirkung (X ist so rührend wie Y), dann sollte die doch jeder individuell für sich bestimmen dürfen. Anders ist es ja gar nicht möglich.

Auf dem Flohmarkt konnte ich einfach nicht widerstehen und habe mir für sagenhafte 1,30€ die DVD von Angel gekauft. Das ausschlaggebende Verkaufsargument (neben dem Preis) war übrigens Michael Fassbender. Aber auch die Geschichte klingt sehr interessant.

Obwohl mich Krimis sonst nicht so reizen, gefiel mir The Nice Guys doch überraschender Weise sehr gut, denn im Mittelpunkt steht weniger der Fall als die beiden Detektive Healy und March.

Zuletzt habe ich das Halbfinale der US-Open zwischen Juan Martin Del Potro und Rafael Nadal gesehen und das war nervenaufreibend und deprimierend, weil Delpo trotz zweier sensationeller Siege im Achtel- und Halbfinale und meiner Unterstützung nicht gewinnen konnte. Und ich mag Nadal nicht. Ja ja, er ist ein großartiger Tennisspieler, aber er nervt auch. Sein Gestöhne, die Manierismen und der „böse“ bzw. angespannte Gesichtsausdruck. Außerdem (ja, ich muss noch mehr meckern) finde ich die Berichterstattung auf Eurosport wirklich ziemlich tendenziös. Wie selbstverständlich gehen die immer davon aus, dass man sich automatisch entweder für die deutschen Spieler oder die erfolgreichsten interessiert. Aus deren Sicht wird dann auch das Spiel kommentiert. Das nervt total.

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17 Gedanken zu „Media Monday #224

    1. Bette Davis left the Bookshop Autor

      Das sind genau die Worte, die man als Motivation vor dem Sehen eines Filmes lesen möchte 😉 😀 . Aber wie immer gilt für mich, dass Geschmäcker unterschiedlich sein können. Arrival mochte ja auch sehr viele und ich überhaupt nicht. Also mal sehen, ob ich dir danach Recht gebe 🙂

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  1. pimalrquadrat

    Ohje, das mit dem Laptop ist nervig. Und vier Jahre ist ein schlechter Witz. Mein alter Samsung wird im Oktober neun und läuft immer noch, wenn auch langsam. Weiß aber gar nicht, wo da der Akku ist, der läuft seit Jahren schon am Netz und hat das durchgebrannte Netzteil überlebt…
    Aber bei meinem Handy merke ich es auch, das ist nämlich auch knappe vier Jahre alt und da ist der Akku hinüber, und das Teil zickt auch mehr und mehr. Geplante Obsoleszenz… *grummel*

    Ich freue mich sehr für Rafa. 🙂
    Er und Federer haben sich dieses Extrajahr verdient, in dem sie noch einmal ganz nach vorne kömmen können. Und ich würde mich auch über den elften Titel in Roland Garros oder Federers 20. freuen. Klar sind Manierismen manchmal nervig (Sharapowa ist definitiv nicht u18-frei!), aber im Spiel überzeugt Rafa einfach.

    Was die Berichterstattung betrifft, scheint mir das ein deutsches Problem zu sein. Eurosport ist mir da auch mehrfach negativ aufgefallen, aber auch RTL bei der F1, oder die Öffentlichen bei so gut wie allem sind immer auf der Linie „Deutsche über alles“ (ja, das klingt böse, aber so wirkt es auf mich). Wenn ein deutscher Sportler gewinnt, dann weil er der Beste ist, und wenn er verliert, dann sind alle und jeder schuld, nur nicht er selbst.

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    1. Bette Davis left the Bookshop Autor

      Ich halte vier Jahre auch für viel zu früh. Und mein Laptop ist auch von Samsung! Erst bröckelte die Schale des Scharniers, dann das Scharnier darunter (dass ich mit Sekundenkleber fachmännisch repariert habe 😉 ) und dann die blöde Kabelgeschichte. Erst brachte es keinen Strom mehr ins Gerät – also neues Kabel gekauft. Jetzt das mit dem Akku…

      Ja, Nadal ist ein toller Spieler, ganz groß. Aber dennoch hätte ich Del Potro gerade nach denen Spielen gegen Thiem und Federer einen Sieg des Turniers gewünscht. Gegen Anderson hätte er voll viel Chancen gehabt 🙂 . Naja, gut. Neues Spiel, neues Glück. Aber leider überträgt Eurosport ja nicht alles im FreeTV.

      Die Berichterstattung, die viel interessantere Wettkämpfe ignoriert, nur um irgendeinen dämlichen dt. Sportler im Vorlauf o.ä. zu zeigen und immer alles aus dt. Sicht kommentieren, sind so ätzend. Oder jetzt auf Eurosport. Ein superspannendes Spiel zw. Thiem vs. Del Potro vor dem 5. Satz abbrechen, um den ersten Satz von Federer zu zeigen. Oh Mann!

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  2. Gnislew

    Ich fliege ja im November mal wieder nach London. Flug und Unterkunft sind gar nicht so teuer, aber die Nebenkosten. Hier noch ein Theaterbesuch, da noch was schönes kaufen….frag doch mal die Singende Lehrerin wie sie es macht.

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