Media Monday #354

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Willkommen zurück zu unserem wöchentlichen Wochenanfangsritual, auch als Media Monday bekannt. Meine Geburtstagswoche darf dabei natürlich keine Ausnahme bilden! Wie immer wurde uns von Wulf ein Lückentext zur Verfügung gestellt, den wir dann individuell ausfüllen dürfen. Für weitere Details (so denn es noch welche geben sollte 😉 ) und alle übrigen TeilnehmerInnen folgt bitte dem Banner.

1. Über die spanische Serie Velvet zu schreiben, hat mir jüngst enorme Freude bereitet, denn sie ist sicher jetzt schon eine meiner Entdeckungen und Lieblingsserien des Jahres.

2. Regelmäßig am häufigsten gelesen werden bei mir auf dem Blog ja vermutlich irgendwelche Artikel 😀 . Nein, ich habe wirklich keinen Überblick, was am besten ankommt. Da ich sowieso immer nur über das schreibe, was mich interessiert, hätte das Wissen darüber auch keine Konsequenzen.

3. Thelma und Louise ist ein großartiges Road-Movie, denn letztlich dreht sich alles um eine innige Freundschaft und die Reise zu sich selbst (oh, wie philosophisch 🙂 ) .

4. Gelegentlich bereue ich es ja, dass … ich durchdenke alles immer ziemlich gründlich (selbst Unwichtiges) und wenn sich schlussendlich herausstellt, dass ich doch falsch lag, kann ich mir wenig vorwerfen, weil ich weiß, nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt zu haben. Von daher bereue ich eher selten.

5. „Die Brillenschlange, die sich ohne Brille plötzlich als wunderschön herausstellt“ könnte man ja beinahe als Genre für sich bezeichnen, schließlich ist das wohl der einfachste (= langweiligste) Trick mit dem sich eine zur Schönheit gewandelte Frau darstellen lässt und Filme, die sich darum drehen, gibt es wirklich zuhauf. Dass Frauen auch mit Brille gut aussehen können, scheint sich dabei noch nicht herumgesprochen zu haben. Komischer Weise habe ich darüber hinaus noch nie erlebt, dass dieses „Stilmittel“ bei Männern angewendet wird.

6. Bei dem Wetter könnte man ja beinahe schon wieder über Open Air-Kino nachdenken. Ich für meinen Teil friere früher oder später immer. Das ist schmälert das Vergnügen leider auf Dauer und so tendiere ich meist doch zu Filmvorführungen in geschlossenen Räumen (obwohl ich da auch schon gefroren habe).

7. Zuletzt habe ich Get Out gesehen und das war ein überraschendes Erlebnis, weil ich mich gefragt habe, warum dieser Film so bejubelt wird. Ohne Rassismus-Thematik hätte er sicher nicht dieselbe Aufmerksamkeit und positive Resonanz hervorgerufen. Mich hat er doch einigermaßen enttäuscht zurückgelassen, denn selbst sein Kernthema (Rassismus) wirkte auf mich nicht konsequent durchdacht.

sorry get out GIF by Get Out Movie-downsized.gif                                           giphy.com

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22 Gedanken zu „Media Monday #354

  1. blaupause7

    Heut geb ich irgendwie bei allen meinen Senf zu Frage 5. Verwandlung per Brille „von Brillenschlange in schöne Frau“ geht auch anders herum, nämlich bei Rock Hudson in dem Film „Ein Pyjama für zwei“, in dem er sich in den bebrillten Professor Linus Tyler verwandelt, um Doris Day hinters Licht zu führen.

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    1. Bette Davis left the Bookshop Autor

      Ich liebe Senf 😉 .

      Wie konnte ich Rock nur vergessen 😀 ?! Obwohl es da ja auch weniger darum ging, „hässlich“ und „schön“ gegenüberzustellen, als „unsicher“ und „selbstbewusst“ und eher als Mittel der Verkleidung genutzt wurde. Ach, das Thema ist ja tiefgründiger als ich dachte 😉 :D.

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  2. Filmschrott

    Zu 5: Bei „All unter einem Dach“ hat man das mit Steve Urkel mehr oder weniger so gemacht. Mit Brille der absolute Übernerd, ohne der große Aufreißer. Allerdings spielte da ja noch irgendein Coolheitsserum oder sowas eine Rolle.

    Zu 7: Verstehe auch das große Abfeiern nicht. Ist ein ganz guter Film, mehr aber auch nicht.

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    1. Bette Davis left the Bookshop Autor

      Achso, ja dunkel klingelt da irgendwas bei mir. Obwohl da durch die Brille ja nicht „Hässlichkeit“ dargestellt werden soll, sondern „Intelligenz“, was dann vermutlich mit „positivem Rassismus“ vergleichbar wäre? *Stirnrunzeln*
      Komisch fand ich früher immer, dass Clark Kent nur durch eine Brille und eine gegelte Frisur so viel anders als Superman aussehen sollte und kein Mensch in als solchen erkannte :D.

      Ich fand Get Out auch „ganz nett“ und den Hauptdarsteller sehr überzeugend, im Gegensatz zur Story.

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      1. Filmschrott

        Ja schon, aber man zieht da dann schon den absoluten Wandel durch zum gutaussehenden Typen. Ein besseres Beispiel fällt mir jetzt aber so auch nicht ein.
        Clark Kent ist so ein Fall, wo man wirklich beide Augen zudrücken muss. Finde das bei Superhelden ja ohnehin immer etwas grenzwertig, dass wirklich niemand die erkennt, egal ob nahestehend oder fremd. Bei Superman ist es aber wirklich kompletter Quatsch.

        Daniel Kiluuya (ich glaube, so wird der geschrieben) war super in dem Film und auch zu Recht für den Oscar nominiert. Dass der Film dann aber ausgerechnet den Drehbuch-Oscar geholt hat … na ja.

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      2. Bette Davis left the Bookshop Autor

        Ich habe mich ernsthaft gefragt, ob die positive Rezeption von Get Out nicht genau dem „positiven Rassismus“ entspricht, den der Film aufzeigt. Dass die Verantwortlichen anhand ihrer Nominierung bzw. Wahl zeigen wollte, wie „unrassistisch“ (keine Ahnung, was das Gegenteil von rassistisch sein soll) sie sind.

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      3. Filmschrott

        Ich bin mir ziemlich sicher, dass man dem Film unbedingt einen Preis zuschustern wollte und sich keine andere Kategorie anbot. Bei den Darstellern war die Konkurrenz zu groß und Bester Film wäre ja dann wirklich der absolute Witz gewesen. Da blieb dann nur noch das Drehbuch.

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      4. Filmschrott

        Das fasst es ganz gut zusammen. Ist aber leider auch so ein bisschen das übliche Problem in Hollywood. Alles nach Blaupause und bloß nicht zu weit vom Standard abwweichen, sonst könnte man am Ende ja noch als kreativ gelten.

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