Sonntags-Top 7 #36

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Eine hochsommerliche Woche neigt sich dem Ende zu und hält dennoch hoffentlich noch ein paar Highlights für uns alle bereit. Wie verbringt Ihr den heutigen Tag? Mich wird es heute zum Beispiel noch ins Freilufttheater verschlagen. Doch vorher präsentiere ich Euch die Dinge in sieben Kategorien, die in dieser Woche für mich herausstachen. Das Ganze ist eine Aktion, die auf MartinsMinds zurückgeht.

Lesen:

Gestern Der Holocaustprozess von D.D. Guttenplan beendet, was eine gleichermaßen interessante als auch fordernde Lektüre war. Letztes lag zum einen an der Komplexität des Themas wie auch am britischen Rechtssystem, das man versucht zu verstehen. Doch die Argumentationslinien der Prozessparteien sind ebenso aufschlussreich wie der Ablauf der Verhandlung. Allerdings ist es an vielen Stellen auch einfach obszön, z.B. wenn vom Kläger berechnet wird, wie viel Kohle angeblich gebraucht worden, um so und so viele Menschen zu verbrennen, oder es um die Konstruktion der Verbrennungsöfen geht etc. In jedem Fall kann man anhand des Prozesses über die Denkweisen der Holocaustleugner und rechter Sympathisanten lernen, aber auch über den Umgang mit ihnen. Es werden jedoch auch viele Fragen für mich aufgeworfen mit denen man sich leider  im Jahr 2018 immer noch beschäftigen muss und sogar verstärkter als zuvor scheint es.

Gesehen:

Zum Gedenken des diese Woche verstorbenen Claude Lanzmann brachte Arte gestern sein Werk Shoah in ganzer Länge. Tatsächlich schaute ich es über vier Stunden, obwohl auch das fordernd war. Lanzmanns Montage aus Zeitzeugenberichten und Landschaftsbildern sowie einer ganz eigene Bildsprache entwickeln eine sehr spezielle und eigentümliche Wirkung. Zudem konnte ich direkt einige der Menschen sehen, von denen ich in Guttenplans Buch gelesen hatte. Das war sehr seltsam, aber auch etwas wirklich Besonderes.

Zuvor hatte ich mich in der Woche aber heitereren Medienangeboten gewidmet.

Set it up, die Geschichte zweier Assistenten, die ihre Bosse verkuppeln, konnte mich nicht richtig vom Hocker reißen. Mehr als harmlose Unterhaltung war da nicht drin, aber manchmal braucht es auch nicht mehr, oder?

Feuer im Kopf hat mich ziemlich kalt gelassen. Die Krankheitsgeschichte von Susannah Cahalan ist eher…nennen wir es unaufgeregt inszeniert, manche würden wohl „vorhersehbar“ und „langweilig“ bevorzugen. Wenn ich es mir überlege, gehöre ich zu Letzteren. Meiner Meinung nach ist es eher als Lehrfilm für Ärzte geeignet, die Symptome und Ängste ihrer Patienten ernstzunehmen, als ein Spielfilm, der „unterhalten“ (passt in dem Zusammenhang nur bedingt, aber Ihr wisst, was ich meine),  aufrütteln und vielleicht zusätzlich über die Krankheit informieren soll. Da half auch ein Richard Armitage nur bedingt (obwohl er mich tatsächlich am Abschalten hinderte 😉 ).

Schließlich habe ich natürlich Wimbledon verfolgt und bin mit dem Verlauf der ersten Woche überaus zufrieden. Wie gerne würde auch ich das fabulöseste Tennisturnier der Welt besuchen! Allein das Schlangestehen ist schon ein Event für sich, wie ich in einem Artikel diese Woche gelesen habe. Very british indeed!

Gehört:

Ein bisschen auf Youtube gestöbert, um Neues zu entdecken. Ich brauche frischen Input, da ich derzeit von altbekannten Songs irgendwie gelangweilt bin. Leider war das Unternehmen nur bedingt von Erfolg gekrönt.

Ereignis:

Die Woche war zum Glück bisher ereignislos, denn die letzte Woche war mir zu ereignisreich was das Ärgern über bestimmte Leute betraf.

Genuss:

Dies und das. An etwas Besonderes erinnere ich mich aber nicht.

Web-/Fundstücke:

Tatsächlich hatte ich etwas gefunden, aber leider erinnere ich mich jetzt beim besten Willen nicht mehr daran.

Hobby/s:

Duolingo brauche ich ja nicht extra zu erwähnen…Oh, hiermit schon geschehen :D. Bücher, Filme und Tennis habe ich ja schon erwähnt.

Ich wünsche Euch in der neuen Woche viele Highlights!

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4 Gedanken zu „Sonntags-Top 7 #36

  1. ainu89

    Was hörst du denn gern? Also so in etwa…ich weiß schon es gibt Menschen (so wie ich selber einer bin), die hören eigentlich alles quer Beet und können eher Genres ausklammer aber was sind denn so ein paar deiner Lieblingsbands? Vielleicht kann ich ja schaffen was YouTube nicht geschafft hat😅

    Gefällt 1 Person

    Antwort
    1. Bette Davis left the Bookshop Autor

      Oh, tatsächlich höre ich alles querbeet. Es ist wohl einfacher zu sagen, was ich nicht mag. Das wären deutschsprachige Möchtegern-Poeten á la Revolverheld, Mark Foster etc., Schlager im Stil von Helene Fischer oder Andreas Gabalier und sowas wie Rammstein etc. Ansonsten bin ich wirklich ziemlich offen. Das Lied muss mir einfach gefallen.

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