Die wöchentlichen Neun #80: „I’m a woman, Mary. I can be as contrary as I choose.“ Violet Crawley

Top7

Heute ohne großes Vorwort, da es wie immer einfach nur um meinen Wochenrückblick geht.

Gelesen:

Das Schmetterlingszimmer von Lucinda Riley innerhalb weniger Tage gelesen. Das lag an dem flockigen Schreibstil, der sich einfach konsumieren lässt. Die Geschichte selbst bot leider keine großen Überraschungen und verlief sehr vorhersehbar. Besonders geärgert habe ich mich außerdem über die mehr oder weniger unterschwelligen Botschaften, die das Buch transportiert.

Gesehen:

Die dritte Staffel von GLOW innerhalb weniger Tage geguckt, dennoch war sie eine Enttäuschung! Im Vergleich zu den beiden Vorgänger hat sie sich wenig aufs Wrestling und die Dynamik unter den Frauen konzentriert, sondern sich ihnen einzeln gewidmet. Leider wurde dabei sehr viel nur angerissen und nicht in seiner Tiefe ausgelotet. Sei es nun eine angeteaserte Magersucht bei Debbie oder Spielsucht bei Cherry. Im Übrigen war mir das ganze zu versext. Ehrlich, die Zeit die für Sexszenen draufging, hätte lieber für Figurenentwicklung genutzt werden sollen.
Obwohl ich ein großer Fan der ersten beiden Staffeln bin, denke ich nun nach der dritten, dass es okay ist, wenn wie geplant nach der vierten Schluss ist. Irgendwie ist das Ganze auserzählt.

Seit ewigen Zeiten habe ich vor,  Downton Abbey endlich zu sehen. Zwar habe ich es damals vom englischen Fernsehen aufgenommen und hier und da mal ein bisschen gesehen, aber nie richtig verfolgt. Shame on me. An mangelndem Interesse hat es nicht gelegen! Nun habe ich in der letzten Woche einige Kritiken zum Kinofilm gelesen und dachte, dass ich ihn vielleicht doch gerne auf der großen Leinwand sehen würde. Um ihn richtig würdigen zu können, muss ich aber zuvor die Serie sehen und da ich das ja eh vorhatte, habe ich die Gunst der Stunde genutzt. Inzwischen habe ich die siebte Folge der zweiten Staffel erreicht. I love it! Okay, darüber gab es keine Zweifel, denn zu meiner Fernsehsozialisation gehört Das Haus am Eaton Place. Meine Lieblinge sind übrigens Lady Violet, Mr. Carson (of course), Lord Grantham und Mr. Bates. Dan Stevens als Matthew hätte ruhig stärker in Erscheinung treten dürfen und weniger wie Käse, Milch und Spucke aussehen dürfen. Nichtsdestotrotz finde ich ihn natürlich super 🙂 ! Nach Glow ist die Serie wirklich Balsam für meine Augen und meine Seele 😉 . Herbst und Winter sind für mich die perfekte Zeit, die Crawleys und Ihre Dienerschaft zu besuchen. Die Geschichten, die Figuren, die Settings und die fulminante Ausstattung schenken mir ein Gefühl von Gemütlichkeit, dass durch ungemütliches Wetter noch verstärkt wird. Besonders mag ich jedoch die Ausdrucksweise der Figuren. Ich habe ja ein Faible für Sprache und insbesondere für Englisch. Downton Abbey ist ein Fest für meine Ohren.

Achja, ein paar Spiele vom Laver Cup habe ich auch verfolgt. Cool, wenn Einzelkämpfer zu einem Team werden.

Natürlich durfte auch The Great British Bake Off nicht in meiner wöchentlichen Routine fehlen.

Gehört:

Das Hörbuch zu Doktor Schiwago.

Getan, gefunden und gefreut:

Das wunderbare Spätsommerwetter trieb uns zu einem Flohmarktbesuch. Ein paar schöne Teile zu fairen Preisen gefunden und sehr darüber gefreut. Beispielsweise habe ich zwei Agatha-Raisin-Romane gekauft.

Genossen:

Selbstgemachten Zwiebelkuchen. Ich habe mich wie Mrs. Patmore gefühlt 😀 .

Geärgert und Gedacht:

Natürlich halte ich es für dringend notwendig, den Klimaschutz ernstzunehmen und endlich etwas dagegen zu unternehmen. Das Klimapaket der Regierung greift erwartungsgemäß zu kurz und überlässt viel zu viel den Bürgern. Nichtsdestotrotz ärgere ich mich etwas darüber, dass keine anderen Probleme mehr zu existieren scheinen. Vielleicht ist den Politikern die große Aufmerksamkeit für dieses Thema sogar ganz recht, denn dann können sie möglicherweise andere Gesetze ohne viel Gegenwind durchbringen. Aber das nur nebenbei. Vielmehr finde ich es ärgerlich, dass sich nicht dieselbe Anzahl von Menschen für soziale Gerechtigkeit oder Datenschutz, gegen Rechts  oder gegen eine generelle Organspende einsetzen. Ein bisschen kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass es für viele einfach „schick“ ist, xy for future zu sein. Versteht mich nicht falsch, es ist wichtig und richtig, ABER es gibt auch noch andere Belange über die man sich sorgen kann. Außerdem sehe ich gewissen Tendenzen, dass das Thema ebenfalls zu einer Spaltung der Gesellschaft beitragen kann. Vielleicht wird man zukünftig öffentlich zurecht gewiesen, wenn man vermeintlich umweltfeindliche Verpackungen kauft? Gestern habe ich zum Beispiel mitbekommen, wie zwei Männer sich unterhielten. Der eine meinte, dass zuerst die Atomindustrie ruiniert worden sei und jetzt mache man dasselbe mit der Autoindustrie. „Wovon wollen die denn irgendwann leben?“ schloß er ziemlich erbost. Eine Minute zuvor war eine junge Frau aus dem Supermarkt gekommen, die sich nun ebenso erbost einmischte und über das große Potential der erneuerbaren Energien sprach. An der Stelle ging ich ins Geschäft, da ich meinte, den Ausgang  des Gesprächs vorhersehen zu können (aggressiv). Diesen Grad an Aggression fand ich doch überraschend. Kurz darauf begegnete ich dem Mann im Laden wieder, der immer noch grummelnde Selbstgespräche zum Thema führte. Ja, ich stehe auf Seiten der Frau, aber wird man bald öffentliche Diskussionen darüber führen müssen, wer wie zur Klimapolitik steht?!

Ich wünsche Euch eine tolle neue Woche mit vielen schönen Momenten!

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