Media Monday #438: Keine Macht der Tristesse

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Der November zeigt sich derzeit von seiner trübsten Seite. Das ist aber noch lange kein Grund, Trübsal zu blasen. Lieber halte ich mich an den Asbach-Uralt-Schlager „Hab Sonne im Herzen, egal, ob es stürmt oder schneit“ und widme mich ganz in diesem Sinne dem Media Monday.

1. Gemessen an der Aufmerksamkeit und/oder Empörung, die manche Besetzungsentscheidung im Vorfeld mit sich gebracht hat, blieb es doch relativ still, als die schauspielerische Leistung schlussendlich begutachtet werden konnte. Abwarten (wie die tatsächliche Leistung ist) und Teetrinken ist in diesen Fällen wie so oft die Devise. Manchmal stellt sich allerdings tatsächlich heraus, dass die Wahl unglücklich war.

2. Mit eines der schönsten Dinge an meinen Hobbys/Interessen ist ja, dass sie mein Herz erfreuen und bereichern, das Leben bunter machen.

3. Nachdem man es sich mittlerweile auch immer öfter wieder einfach zuhause gemütlich macht, ist guter Lesestoff natürlich unabdingbar. Halt, das gilt eigentlich immer! 😀

4. André Agassi mit seiner Autobiografie OPEN hat mir in den vergangenen Monaten ja durchaus imponiert, schließlich spricht er dort sehr ehrlich über sich selbst, seine Karriere, sein Leben. Aber auch erzählerisch liest sich sein Buch sehr schmissig und interessant. 

5. Ich kann nicht nachvollziehen, wie manche*r so voller Hass sein kann, dass sie diesen (z.B. online) über wildfremde Menschen ausschütten. Ich habe schon einige A…l..er in meinem Leben kennengelernt, aber ich habe nie Hass auf sie entwickelt. Dafür sind mir diese Leute den emotionalen Aufwand nicht wert. Die Hater kennen die angegriffenen Personen ja nicht einmal persönlich.

6. Dass Keanu Reeves eine Freundin hat, war die mitunter schönste Meldung der letzten Zeit, denn ich finde ihn sehr sympathisch und nach all den Schicksalschlägen hat er es einfach verdient, glücklich zu sein.

7. Zuletzt habe ich die BBC-Miniserie Gold Digger gesehen und das war zwar interessant, weil man wissen wollte, wie es weitergeht, aber auch doof, weil es am Ende viel Lärm um nichts war. Es war zu viel Seelenschau, zu viel Gerede und vor allem war es zu durchschaubar.

11 Gedanken zu „Media Monday #438: Keine Macht der Tristesse

  1. Wortman

    Punkt 2 hört sich sehr gut an.
    Agassi – Bio? Braucht der Geld? 😆
    Dieser „Online-Hass“ ist der relativen Anonymität des Internets geschuldet. Hinter die Nichnames kann man nicht schauen. Und im Internet kann man leichter den Max machen. Kennt einen ja keiner. Im Reallife sind locker 90%‘ von denen arme Würstchen, die nichts auf die Reihe bekommen.
    Von Gold Digger habe ich noch nie was gehört.

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    1. Bette Davis left the Bookshop Autor

      Da bin ich mir nicht sicher, denn immer mehr Menschen nutzen ja durchaus ihren Klarnamen, wenn sie Politikern schreiben oder auf Facebook unterwegs sind. Die Hater sind definitiv selbstbewusster geworden, weil sie vermutlich glauben, für eine große Masse zu sprechen. Außerdem habe ich manchmal das Gefühl, dass diese Aggressivität auch immer mehr ins reale Leben schwappt. Im Internet haben viele vielleicht angefangen, die eigenen Hemmungen abzubauen und irgendwann trauen sie sich auch im realen Leben andere anzupflaumen oder reflektieren ihr eigenes Verhalten so oder so nicht mehr.
      Bei Gold Digger hast du nichts verpasst. Viel künstliche Spannung, die nicht erfüllt wurde.

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      1. Wortman

        Das wäre natürlich im Bereich des Möglichen. Ich denke auch, dass vieles davon über kurz oder lang ins reale Leben schwappt.
        Schlimm ist auch, wenn ich Leute höre, die alles für wahr halten, nur weil es bei Facebook stand.

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      2. Bette Davis left the Bookshop Autor

        Wirklich, solche Leute gibt’s?! Facebook hat ja kürzlich gesagt, die Nutzer sollen selbst herausfinden, ob eine Nachricht wahr ist. Keine Ahnung, wie man das machen soll. Eigentlich ist das ja die Aufgabe einer ganzen Berufsgruppe und nicht von Otto Normalverbraucher.

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      3. Wortman

        Doch gibt es. Hatte mal einen Bericht gesehen, wo eine Frau sich aufregte, weil geplant wäre, Vergewaltigung zu legalisieren. Als der Reporter fragte, wie sie darauf käme, meinte sie nur, das hätte bei Facebook gestanden. Dann muss es wahr sein….

        Da kannst dir nur noch an den Kopf hauen.

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