Die wöchentlichen Neun #84: Oje, der erste Weihnachtsfilm

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Endlich schaffe ich es mal wieder einen Wochenrückblick zu schreiben. Was soll ich sagen, es kam immer etwas dazwischen. Deshalb jetzt ohne lange Vorrede:

Gelesen:

C.J. Sansoms Pfeil der Rache hat mir wieder sehr gut gefallen. Er versteht es einfach, seine Figuren und die Ära in der sie leben sowohl politisch als auch gesellschaftlich ganz wunderbar lebhaft und mitreißend zu erzählen. Die eigentliche Handlung verblasst dagegen etwas, zumal sehr viel durch die Gegend gereist und Kriegsgeschehen analysiert wird, ABER tatsächlich  und überraschender Weise tut das dem Lesevergnügen überhaupt keinen Abbruch.

Danach widmete ich mich Robert Harris‚ neuestem Werk Der zweite Schlaf. Es war mein erster Roman von ihm und aufgrund seines Bestsellerautoren-Status als auch thematisch (unsere Gesellschaft ist ökonomisch und sozial zusammengebrochen, viele Jahrhunderte später ist die Menschheit nicht wieder über den mittelalterlichen Stand hinausgekommen) sah ich der Unternehmung gespannt entgegen. Ich glaube nicht, dass meine Erwartungen etwas damit zu tun haben, dass ich den Roman wirklich stinkenlangweilig fand.  Ab etwa Zweidritteln flog ich über die Seiten, weil ich nur noch das Ende herbeigesehnt habe. Ich werde demnächst ausführlicher berichten.

Gestern habe ich mit Versteckte Jahre von Anna Goldenberg begonnen. Bin aber noch nicht sehr weit, so dass ich noch nichts dazu sagen kann.

Gesehen:

Was habe ich denn so geguckt?

Ich habe Grantchester auf SAT1Gold fortgesetzt. Dass ich mal auf dem Sender landen würde… Aber die Serie gefällt mir, zugegebenermaßen dank James Norton, sehr gut. Ich glaube nicht, dass ich sie ohne ihn weitersehen werden, aber wer weiß.

Die zweite Staffel von DARK abgeschlossen und ich muss sagen, die letzten 2, 3 Folgen ging mir die bedrohliche Musik und das ganze Hin und Her etwas auf die Nerven. Jeder wurde eingeweiht. Meiner Meinung nach zu viele. Keine Ahnung, ob ich die dritte Staffel wirklich noch sehen muss.

Dann habe ich diese Woche zufällig Channel4 erwischt, wo Flirty Dancing lief. Ich bin hängengeblieben und es hat mich richtig mitgerissen. Die Idee besteht darin, zwei sich fremde Singles zu einem ersten gemeinsamen Date zu verhelfen. Bei diesem Date sprechen sie aber überhaupt nicht miteinander, sondern tanzen eine Choreografie, die sie zuvor unabhängig vom anderen gelernt haben. Nach dem Tanz (der immer an einem zauberhaften Ort stattfindet) gehen sie getrennte Wege und entscheiden dannach, ob sie sich noch einmal treffen möchten. Inzwischen habe ich einige Folgen nachgeholt und finde es einfach wunderschön. Die Choreografien sind teilweise soo großartig und es ist immer wieder spannend, wie die Zwei das erste Mal zusammentreffen, wie sie tanzen, ob alles klappt (tut es natürlich nicht immer) und ihre Reaktion aufeinander zu sehen. Geht echt ans Herz und manchmal war ich enttäuscht, dass die Chemie zu stimmen schien und es trotzdem nicht über ein Treffen hinausging. Später habe ich gesehen, dass die Folge, die ich als erste gesehen habe, viral ging, weil darin zwei Männer getanzt haben. Tatsächlich war die Folge bisher auch für mich die stärkste, denn auch der Tanz des anderen Paares war superschön.

In Bezug auf Filme habe ich zum einen The Disaster Artist gesehen. Gefiel mir ganz gut und am Ende hat mich die bedingungslose Freundschaft sogar ein bisschen zu Tränen gerührt. Ich bin halt bei Filmen etwas nah am Wasser gebaut. In erster Linie war der Film aber absurd witzig.

Gestern habe ich sogar meinen ersten Weihnachtsfilm gesehen, obwohl ich darauf noch gar nicht eingestellt bin. Naja, es war The Knight before Christmas. Im Grunde ist es einer dieser Weihnachtsfilme, die im Dutzend billiger produziert werden und relativ schlichte Handlungen und Settings aufweisen. Mein erster Film, in dem Vanessa Hudgens mitspielt und sie war genauso wie ich immer gedacht habe: Ohne Ecken und Kanten, niedlich und langweilig. Die Geschichte war märchenhaft, aber nicht märchenhaft genug. Romantisch angehaucht, aber nicht romantisch. Weihnachtsgefühl lässt sich nicht allein durch jede Menge Schnee und Lichterketten herbeizaubern. Die Handlung war sehr ereignislos, die Momente, die Spannung, Rührung, Weihnachtsstimmung hervorrufen sollten, taten es nicht. Der einzige Special-Effekt sah billig aus. Gestört hat mich außerdem die Werbung für Alexa (obwohl es ein Netflix-Film ist) und für’s Binge-Watching. Einziger Lichtblick war besagter Ritter Sir Cole, der  wirklich ganz niedlich und charmant war. Ich habe Josh Whitehouse wirklich gerne zugesehen, der als einziger überzeugte und dem Ganzen etwas Substanz verlieh. Sehr interessant auch, dass er ein Lied zu dem Film beigesteuert hat.

Gehört:

Zufällig über eine Musicalseite erfahren, dass Luke Evans ein Album herausgebracht hat. Eigentlich habe ich keinen besonderen Bezug zu ihm, war aber neugierig, ob und was er singen kann. Gut, die Auswahl seiner Coverssongs ist in weiten Teilen nicht mein Fall und die Kombination von Achtzigerjahre-Schinken und einem Les-Mis-Song, Jazz-Klassikern ist etwas…mutig. Zwei davon kannte ich vorher nicht, so dass ich nicht weiß, ob es sich ebenfalls um Coverversionen handelt. Das Debütalbum fast ausschließlich mit Covern zu bestücken, halte ich für etwas unglücklich. Klar, es ist einfacher, aber um sich als ernstzunehmender Sänger zu etablieren, nicht ganz optimal, schätze ich.
Bisher (ich habe noch nicht alles gehört) gefallen mir drei Lieder immerhin so gut, dass ich sie in meine Playlist gepackt habe.  Bin selbst gespannt, wie lange (ich) sie dort aushalten werden.

Gemacht:

Die Sonne genossen, sobald sie etwas hervorschaute.
Fotos vom Glitzerschweinchen zur Aktion 22 Wochen – ein Projekt.

Gefunden:

Ich fand es diese Woche sehr interessant, das unsere Garten-Eichhörnchen Äpfel geknabbert haben. Habe ich so noch nie beobachtet. Durch den heißen Sommer sollen sie wenig Vorräte angehäuft haben können, vielleicht liegt es daran.

Genossen:

Zu viel. 😀

Gedacht und Geärgert :

Ich finde es sehr nervig, dass immer stärker versucht wird, Tätigkeiten auf Kunden abzuwälzen und diese es mitmachen. Jüngstes Beispiel ist Marktkauf. Dort wurde der „intelligenteste Einkaufswagen“ eingeführt. Ich weigere mich, die Arbeit von Kassierern zu übernehmen und diese vielleicht irgendwann obsolet zu machen. Nö. Zumal es gar nicht wie propagiert einfacher für die Kunden ist, sondern deren Zeit beansprucht. Ja, an der Kasse geht es schneller, aber nicht während des Einkaufs.

Ich wünsche Euch eine tolle neue Woche mit vielen schönen Momenten!

 

3 Gedanken zu „Die wöchentlichen Neun #84: Oje, der erste Weihnachtsfilm

  1. blaupause7

    Weihnachtskitsch pur gibt es auch in dem Film, den ich neulich gesehen habe: Das Weihnachtshaus. Der Film thematisiert die frühen Jahre des sich selbst so bezeichnenden „Maler des Lichts“ Thomas Kinkade, der von Jared Padalecki dargestellt wird – und ist genauso aufregend wie die Bilder des Malers selbst. Stellenweise kam ich mir vor wie in Stars Hollow.

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