Media Monday #470: Querbeet

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Heute geht es hier um Zeichentrick, der heutzutage nur noch selten tatsächlich gezeichnet ist, ein traditionelles, europäisches Musikereignis in den Händen eines amerikanischen Komikers und allerhand mehr. Aber lest selbst:

1. Die besondere Faszination von Animationsfilmen erschließt sich mir nur bedingt, denn ich sehe sie zwar ganz gerne, empfinde aber keine „Faszination“. Ich mag sie wie andere Filme auch wegen der Geschichte, der Figuren, der Themen. Vorstellbar wäre jedoch, dass die Faszination im Allgemeinen darin besteht, dass es  für animierte Figuren und Geschichten keine Grenzen gibt. Man kann alles erzählen, sogar Figuren erfinden, die für die Gefühle eines Menschen stehen und in dessen Kopf existieren oder sprechendes Spielzeug, das für einander einsteht, oder eine Feinschmecker-Ratte, die im Restaurant kocht.

2. Der Unterschied zwischen einem guten Buch und einem guten Film ist natürlich, dass es sich um zwei völlig verschiedene Medien handelt 😉 . Ansonsten haben Filme auf mich eine viel direktere Wirkung. Zum Beispiel rühren mich Bücher nur sehr selten zu Tränen. Bei denen ist es dafür häufiger der Fall, dass mich die Figuren noch über einen längeren Zeitraum begleiten. Gibt es bei Filmen auch, aber bei Büchern noch mehr.

3. Der Hype um Produktionen wie Twilight, 50 Shades of Grey oder Die Tribute von Panem geht völlig an mir vorbei.

4. Die Gesamtbox der Original-Twilight-Zone wäre mal eine lohnende Investition, denn auch wenn die Qualität der Folgen unterschiedlich ist (klar, bei so vielen), eignen sich die meisten definitiv zur Mehrfachsichtung.

5. Normalerweise ist es ja selten von Erfolg gekrönt, wenn ich doch mal bei ebay biete, aber wider besseren Wissens 😉 habe ich es heute versucht. Tja, was soll ich sagen, vermutlich bin ich einfach zu geizig, aber mehr als den Wert, den ich dem Gegenstand beimesse, möchte ich nun einmal nicht ausgeben.

6. Mein ausgewiesenes Steckenpferd ist es ja seit einiger Zeit, Musicals zu besuchen. Dieses Jahr wollte ich nicht nur wie üblich nach Tecklenburg fahren, sondern auch Rebecca in Magdeburg und Wicked in Hamburg sehen. Tja, Satz mit X: War wohl nix. Nun hoffe ich, dass zumindest Wicked doch noch klappt, bin aber sehr pessimistisch. Es ist ja auch eine Sache, ob es erlaubt ist und die andere, ob ich mich wohlfühle, es zu machen.

7. Zuletzt habe ich den Trailer zu Eurovision Song Contest: The Story of Fire Saga gesehen und das war keine Entscheidungshilfe, weil ich zwar einerseits ESC-Fan bin und auch Dan Stevens sehr mag, aber Will Ferrells Humor selten mit meinem übereinstimmt. Ich befürchte jedoch, dass die ersten beiden Punkte es mich doch gucken lassen.

 

38 Gedanken zu „Media Monday #470: Querbeet

  1. mwj

    Ich habe den Eurovision-Film gestern gesehen und obwohl ich kein Fan von Will Ferrell bin und inhaltlich das Rad alles andere als neu erfunden wird habe ich viel gelacht. Vor allem die unterschiedlichen Darbietungen sind herrlich! Und Dan Steven als russischer Künstler der reinste Szenendieb.
    Musikalisch gesehen finde ich den ESC übrigens weitgehend unterirdisch. Diese kompositorische und inhaltliche Banalität zeigt der Film gekonnt und veralbert sie.

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  2. Wortman

    Bei Nr. 3 bin ich bei dir 🙂
    Originale Twilight Zone… das würde mich auch reizen 🙂
    Ich biete bei Ebay nie mehr als das, was das Teil für mich persönlich wert wäre. Besonders biete ich erst gar nicht, wenn Preise schon viel zu hoch angesetzt wurden.

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    1. Bette Davis left the Bookshop Autor

      3. Wir sind da nicht die Zielgruppe 😉
      Twilight Zone ist super. Interessant auch zu sehen, wieviele Bücher, Filme, Serien sich dort bedient haben.
      So mache ich es auch. Außerdem biete ich kurz vor Schluss, so dass ich gar nicht in Versuchung gerate, noch ein bisschen mehr und noch ein bisschen mehr zu bieten bis es dann viel mehr ist 😀 . Trotzdem ärgere ich mich etwas, dass es gestern nicht geklappt hat. Um 50ct überboten, aber man weiß ja auch nicht, wie hoch der andere noch gegangen wäre.

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      1. Wortman

        Die Zielgruppe werden wir wohl nicht füllen und wenn schon Grautöne, dann ist „Secretary“ der weitaus bessere Film.
        Wegen 50c oder 1 Euro verloren, dass kenne ich zur Genüge. Das Problem bzw. das Gefährliche ist eben, wenn man mitbietet und der Andere locker 20 oder mehr Euro schon im Gebot stecken hat. Kann mich an gebrauchte Sachen erinnern, die durch bieten mehr gekostet haben, als wenn man es neu gekauft hätte.

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      2. Wortman

        Ziemlich doof.
        Ich habe vor paar Jahren mal auf ein größeres Legoset geboten. Das gab es NEU für 99,90 Euro beim Real. Gebraucht verkauft worden bei Ebay für 134 Euro… Da muss man echt blöd sein.

        Besters Beispiel: Die Mega Bloks Fluch der Karibik – Movie Trilogy Edition.- Uraltes Set, hatte ich nach längerer Suche für 35 Euro ersteigert, wo einer das Set monatelang für 100 Euro drin hatte und nicht mal mit dem Presis runtergehen wollte. Manche wollen nix verdienen.

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      3. Bette Davis left the Bookshop Autor

        Es gibt ja verschiedene Strategien. Habe mir letztens sogar einen Artikel über die Spieltheorie durchgelesen, zur besten Bietstrategie. Hab mich im letzten Fall als „Sniper“ versucht, also bieten in letzter Sekunde. Erfolglos 😀 .

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    1. Bette Davis left the Bookshop Autor

      Puh, da bin ich ja erleichtert, denn ohne ESC dieses Jahr wäre es schon nett, einen entsprechenden Film zu sehen. Hab ein Interview von Ferrell gesehen, in dem es schon so wirkte, als würde er den ESC selbst mögen. Deshalb hoffe ich, dass man das im Film merkt und der ESC darin nicht einfach nur lächerlich gemacht wird (darf er natürlich, aber nicht nur 🙂 ).

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      1. eccehomo42

        Der ESC wird eigentlich gar nicht lächerlich gemacht, bis auf die Protagonisten, die sich lächerlich machen. Dan Stevens ist herrlich überdreht. Die Songs sind stimmig. Der Film ist irgendwie drollig, auch wenn da Logikfehler drinnen sind.

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  3. ainu89

    Wegen dem ESC-Film…den kann man durchaus schauen, gerade als Fan des ganzen Spektakels. Ferrells Humor ist zwar in der ersten Hälfte recht präsent aber doch erträglich (und das von einer, die dieser Art von Humor eigentlich auch nicht viel abgewinnen kann), und in der zweiten Hälfte geht es dann eben vor allem um den ESC, und es Gibraltar viele Musikeinlagen, schrille Kostüme und ein paar nette Cameos 😉

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