Self-Statements: The Importance Of Being Asked

Der aktuelle Fragebogen wurde von Laudania verfasst und wie immer auf Passion of Arts veröffentlicht. Er bietet die Möglichkeit eines kleinen Rückblicks auf Jahr. Eigentlich nicht so mein Ding, aber auf gewisse Aspekte wie Filme, Bücher etc. zurückzublicken und ein Resümee zu ziehen, macht schon Spaß.
Diese Ausgabe ist übrigens die letzte für dieses Jahr und daher nehme ich sie zum Anlass, Euch allen für Euer Interesse zu danken und auch ein dickes Dankeschön an die übrigen Teilnehmer für ihr Engagement zu senden. Besonders möchte ich mich bei Gina von Passion of Arts bedanken, die uns so unermüdlich spannende Fragebögen zur Verfügung stellt. Du machst das klasse!

1. Das Jahr ist fast vorbei. Wie würdest du es für dich in einem Satz beschreiben?

Nichts los außerhalb der eigenen vier Wände.

2. Welche war die positivste Sache, die dir dieses Jahr passiert ist?

Das Beste war wohl, dass sich niemand den ich kenne mit Corona angesteckt hat.

3. Was hast du dieses Jahr für dich persönlich neues gelernt? Welche neue Erfahrung hast du vielleicht gemacht? Zu welcher neuen Erkenntnis bist du gekommen?

Gelernt habe ich, dass man mit Fachkenntnis, Motivation und Hartnäckigkeit auch als Einzelgänger und sogenannter Eigenbrödler (als der Karl Lauterbach beschrieben wurde) große Erfolge feiern kann. Das macht mir Hoffnung, weil ich es leider auch nicht so mit dem Netzwerken und dem Anschließen an nützliche Personen habe.

Abgesehen davon wurden Erkenntnisse nur verstärkt. Corona hat dazu sehr beigetragen, denn wie ich immer so schön sage: Vor Corona dachte ich viele Menschen wären doof, seit Corona weiß ich es und diese Erkenntnis verstärkt sich quasi täglich. Was man alles für einen Müll glauben kann, ohne die Tatsachen in irgendeiner Weise anzuerkennen, ist mir schlicht schleierhaft und ich habe auch keinerlei Bedürfnis, mich in irgendeiner Weise mit diesen kruden Argumentationen auseinanderzusetzen.

4. Welcher Film von 2021 ist dein Highlight?

Nach jahrelanger Tom-Cruise-Sperre habe ich einige seiner Filme nachgeholt, wobei mir die MI-Reihe überraschend gut gefallen hat. Freue mich auf den neuen Teil, der ja leider um ein Jahr verschoben wurde.

5. Hast du dieses Jahr einen Film gesehen, egal aus welchem Jahr, den du gern allgemein hier und jetzt empfehlen würdest?

Dieses Filmjahr war nicht wirklich herausragend, was vielleicht auch an fehlenden Kinohighlights lag bzw., dass mich nichts wirklich dorthin gezogen hat. Fast alle von mir hochbewerteten Filme bei Letterboxd habe ich schon häufiger gesehen.
Mein bestbewerteter Neu-Film war tatsächlich DUNE, aber der hat bei mir nicht stark nachgehallt. Empfehlen könnte ich ihn weniger wegen der Story oder der kaum vorhandenen Figurenzeichnung, sondern wegen der visuellen und auditiven Umsetzung.

6. Mit Ausblick auf das nächste Jahr: Was glaubst du, wird sich für dich ändern?

Ich werde das 3. Mal geimpft. Ansonsten lasse ich alles auf mich zukommen.

7. Bist du jemand, der gern plant und genau Bescheid weiß? Oder lässt du gern lieber alles auf dich zukommen?

Siehe oben. Es gibt das Zitat „Wenn du Gott zum Lachen bringen willst, erzähl ihm deine Pläne.“ Ich plane in überschaubaren Maßstäben, ansonsten gehe ich mit dem flow.

8. Welches dieser Ereignisse hast du dieses Jahr spontan noch besonders im Kopf? Warum? – Die Bundestagswahl – Die Oscar-Verleihung – Das Hochwasser im Sommer – Die Flüge ins All reicher Menschen – Die Taliban in Afghanistan – Die Fußball-Europaweltmeisterschaft – Die Pentagon-UFO-Berichte

Die Bundestagswahl empfand ich durchaus als aufregend. Wer wird der Bundeskanzlerin nachfolgen? Wie wird die AfD erneut abschneiden? Wird die CDU aufgrund unbedingten Machtwillens doch irgendeine Koalition zusammenschustern können?
Das Hochwasser und der chaotische Abzug der Alliierten aus Afghanistan waren selbstverständlich erschreckend und wären in Teilen vermeidbar bzw. abzumildern gewesen.

9. Mit welchem dieser Themen hast du dich am wenigsten beschäftigt? Warum? Und: Würdest du gern mehr darüber erfahren?

Am wenigsten hat mich die Oscar-Verleihung tangiert. Früher habe ich sie immer geguckt, war vorher richtig nervös und habe mitgefiebert. Inzwischen halte ich den Preis für ziemlich irrelevant. Schön für die Geehrten, mir aber egal. Die Academy hat es wirklich geschafft, mir jegliches Interesse auszutreiben. Ohnehin habe ich inzwischen den Eindruck, dass irgendwann jede/r in Hollywood den Preis bekommt und nicht immer für das richtige Projekt.

10. Worüber hast du dich als letztes im Internet informiert?

Wie man einen eingeklemmten Nerv im Schulterblatt beheben kann.

11. Wie oft am Tag checkst du deine Social Media-Profile? Glaubst du, das ist zu viel? 

Hab nur einen Twitter-Account und auf dem bin ich manchmal tagelang nicht. Da werden soviele Säue durchs Dorf getrieben, dass es oft eher anstrengend als interessant ist.
Ich hab’s mal mit Instagram probiert, aber die ständige Bilderflut, das Hin- und Her-Liken ist mir zu viel/zu willkürlich/zu nichtssagend/zu unwichtig. Ab und an stöbere ich mal, aber das geschieht höchstens einmal im Monat.

12. Homeoffice oder auf Arbeit gehen? (Und falls du keine Möglichkeit zum Homeoffice hast: Würdest du lieber von Zuhause aus arbeiten, wenn du könntest?)

Ich mache viel Home Office und mag das auch.

13. Was hältst du von der Tradition des Wichtelns zu Weihnachten? Schon mal teilgenommen?

Ist schon ganz witzig. Teilnehmen musste ich bisher immer nur an Schrottwichtel-Aktionen. War auch okay, aber ich reiße mich nicht darum.

14. Gibt es einen Weihnachtsfilm, den du immer wieder sehen kannst?

Einer?! Oha, das ist schwierig! Deshalb nenne ich jetzt einfach meine Lieblingslieblingsweihnachtsfilme (in no particular order):

Fröhliche Weihnacht
Rendezvous nach Ladenschluss
Drei Haselnüsse für Aschenbrödel
Tatsächlich Liebe
Schöne Bescherung
Klaus
Buddy
Weil es dich gibt

Hoffentlich habe ich jetzt keinen vergessen.

15. Wie wirst du dieses Jahr Silvester feiern? Zündest du Feuerwerk (auch wenn sich das dieses Jahr mehr oder weniger erübrigen sollte)?

Ich hasse Silvester und bin immer froh, wenn es vorüber ist. Einerseits ist es für mich das Ende des gemütlichen Dezembers mit all seinen Lichtern, Plätzchenduft, Weihnachtsfilmen und -Liedern. Man wird unversehends, sozusagen über Nacht 😉 in die Nüchternheit des Januars geschmissen.
Zum anderen wird der Jahreswechsel für mich mit Rückschauen, Erwartungen und Plänen fürs neue Jahr völlig überfrachtet.
Das Beste an Silvester ist für mich das Feuerwerk. Ich liebe es, die Funken und das Funkeln hoch am Himmel zu sehen. Zünden dürfen aber gerne die anderen, ich schaue nur zu.

16. Stell dir vor, du wachst am 1. Januar auf und stellst fest, dass du plötzlich im Jahr 1968 gelandet bist. Dieser Zustand wird jetzt das ganze Jahr anhalten, bevor du in dein altes Leben zurückkehren kannst. Wie hört sich das für dich an?

Mein erster Gedanke wäre wohl: „Warum ausgerechnet 1968?“ Bin ich denn noch in Deutschland? Vermutlich schon. 1968 ist auf jeden Fall einiges passiert. Attentat auf Kennedy, Vietnamkrieg, Prager Frühling. Wenn ich es eh nicht ändern kann, gucke ich halt mal, wie es sich damals so anfühlte. Erstmal würde ich shoppen gehen, um mich der Umgebung anzupassen.

17. Glaubst du, man kann sein Leben jederzeit ändern, unabhängig vom Alter und vom Status?

Absolut! Steh auf, gehe auf die Straße ohne nach Links oder Rechts zu gucken und lass dich von einem Auto anfahren. Schon hat sich dein Leben geändert.
Mit zunehmendem Alter und der Einrichtung in einem gewissen Leben fällt es vielleicht schwerer, etwas zu ändern, aber das ist etwas anderes als es nicht zu können. Können kann man immer!

18. Wenn du einen Wunsch für 2022 frei hättest: Welcher wäre das?

Dass Corona und seine gesellschaftlichen Nebenwirkungen sich in Luft auflösen, wäre wirklich großartig, aber das ist wohl eher eine Illusion.


9 Gedanken zu „Self-Statements: The Importance Of Being Asked

  1. Rina

    Eigentlich mag ich an Silvester hauptsächlich die Bowle (da bin ich echt mal betrunken) und die Musik. Ich mag aber eigentlich nicht – wie du es gesagt hast – die Nüchternheit des Januars. Ein neues Jahr und irgendwie doch gleich dem Alten.

    Gefällt 1 Person

    Antwort
      1. Rina

        Bowle gibt es bei uns auch echt nur zu Silvester – man trinkt immer so ewig dran, aber sie ist soooo lecker….

        Ja – es wirkt so kalt im Januar. Man fühlt sich so ein bisschen nackt und orientierungslos.

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  2. Static

    Hi,

    Also deine Antworten finde ich wirklich gut! Und zu einigen muss ich auch mal was sagen 🙂

    Allein 3.) Eigenbrödler sein ist heute eine Bürde. Die kenne ich genauso gut. Hut ab das du dennoch so kämpferisch bist und deinen Weg gehst. Man wird ja immer gezwungen von der Gesellschaft sich anzupassen und irgendwo dazuzugehören. Ich finde das Contraproduktiv, Leute zu zwingen, ihnen zu suggerieren das man etwas machen muss. Das erinnert daran früher Linkshänder zu zwingen mit rechts zu schreiben.
    Gesellschaft *hust* ich mag sie nicht. Zumal auch wenn man über den Verfall des Denkens ansieht unsere Gesellschaft immer merkwürdiger wird. Alle wollen Individualismus aber sind so individuell das alle wieder gleich sind.

    4.) beeindruckend oder? Eigentlich denkt man bei der MI-Reihe sie sind ein langweiliger abklatsch, doch sie heben sich doch dezent ab und haben ihren eigenen Charme 🙂 freu mich auch auf den neuen.

    5.) „Das Spice muss fließen!“ ich fand den wirklich klasse und freue mich so sehr auf den 2. Teil

    7.) danke für dieses Zitat! Das kannte ich nicht aber ich finde es sehr inspirierend 🙂

    11.) das zeigt mir das ich bei diesen Diensten nix verpasst hab. Ich hab meine Social Media Geschichte auch förmlich ausradiert, weil es mir absolut nix gegeben hatten ich es bis heute nicht verstehe.

    17.) Keine frage! Ein kleiner Moment kann das Leben radikal umwerfen (war bei mir genauso). Das ändert auch den Blick auf das Leben und allgemein.
    Die meisten haben denke ich Angst vor dem allein sein oder keinen Anschluss mehr zu finden. Aber wenn man die Wahl hat zwischen schlechtem „jetzt“ und unbekannten „später“, kann ich auch nur sagen, pack den Mut und lass das jetzt hinter dir.

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    1. Bette Davis left the Bookshop Autor

      Herzlichen Dank, das freut mich sehr!! 😊

      Zu 3): Ach, ich weiß gar nicht, ob das so kämpferisch ist. Man ist halt wie man ist und versucht ansonsten sein Bestes. Es macht mir nur einfach Mut, dass sich jemand, der auch eher auf eigenen Wegen unterwegs ist, es durch Beharrlichkeit und Wissen dennoch schafft, eine Position zu erreichen.
      Ich glaube, es geht vielen wie uns, aber wie du schon sagst, sich selbst oft zu genügen und sich nicht an die Herde anzuschließen, ist in der Gesellschaft einfach nicht erwünscht.

      4) Ich mochte die Neunzigerjahre-Serienversion damals sehr, daher wusste ich schon, dass mir das Konzept durchaus gefallen wird. Aber es kommt ja auch auf die Umsetzung an und die ist wirklich extraordinär! 😀

      5) Im Kino fand ich ihn auch sehr beeindruckend und versteh mich nicht falsch, er hat schon grandiose Aspekte. Aber leider klingt er nicht so stark in mir nach. Bin gespannt, wie eine Zweitsichtung auf mich wirken wird.

      7) Das freut mich! Ich meine auch, die Richtigkeit des Zitats schon mehrfach in meinem Leben belegt zu haben 😀 .

      11) Das sind sinnlose Zeitfresser, die ins Nichts führen. Wer sich da über was aufregt oder wer wie womit angibt, interessieren mich einfach nicht.

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