Archiv der Kategorie: 31 Tage-31 Filme

Tag 22 – Welcher Film enthält deine Lieblingsszene?

Es gibt unendlich viele Szenen, die es verdienen würden als Lieblingsszene genannt zu werden. Aus ganz verschiedenen Gründen. Wie kann man sich auf nur eine Szene festlegen? Unmöglich.

Nichtsdestotrotz soll keine Antwort schuldig bleiben. Und so ernenne ich die Tanzszene von Hugh Grant in „Tatsächlich Liebe“ zu meiner Lieblingsszene. (Es gab ein Duell zwischen dieser Szene und der aus „Bridget Jones‘ Diary“, in der Mark und Daniel sich nicht sehr gekonnt verkloppen).

Doch zurück zu „Tatsächlich Liebe“. Es macht einfach immer Spaß, Hugh dabei zu zu sehen wie er sich selbst nicht ernst nimmt. Das ist ohnehin eine seiner Stärken und diese Fähigkeit finde ich wirklich sehr anziehend. Die Szene ist nicht nur ein Paradebeispiel in dieser Hinsicht, sondern auch ein absoluter Garant für gute Laune beim Zuschauer. Schon allein, wenn die Szene beginnt, muss ich grinsen. Und wenn die ersten Töne von „Jump“ erklingen und er anfängt zu wippen – göttlich. Man möchte sofort mit ihm durch die Räume der Downing Street 10 tanzen. Die Wirkung hat allein schon das Video, oder?

Tag 21 – Von welchem Film wurdest du zum ersten Mal so richtig gefesselt?

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Es war wohl tatsächlich „Der Glöckner von Notre-Dame“ mit Gina Lollobrigida und Anthony Quinn, der mich fesselte. So richtig kann ich mich daran aber gar nicht mehr erinnern. Keine Ahnung, wie alt ich damals gewesen bin. Älter als 8 sicher nicht. Ich weiß noch, dass ich den Film sehr anrührend fand und auch geweint habe. Besonders das Ende, wenn Quasimodo seiner toten Esmeralda in die Katakomben (falls ich mich richtig entsinne) folgt und sich neben sie legt. Und schockiert hat mich der raue Umgang des Fieslings mit den Bettlern. Das ist alles, was ich noch von der ersten Sichtung weiß. Man könnte denken, dass es für mein Alter damals vielleicht kein adäquater Film war. Aber er muss ja irgendwann im Nachmittagsprogramm gelaufen sein, sonst hätte ich ihn gar nicht schauen können. Und ob ich alles kapiert habe, lasse ich auch mal dahingestellt. In jedem Fall habe ich jahrelang behauptet, es wäre mein Lieblingsfilm. Und früher lief der auch echt häufiger.
Irgendwann habe ich einen anderen Film zu meinem Liebling erkoren und dem Glöckner keine Bedeutung mehr beigemessen. Als ich den Film vor ein paar Jahren mal wieder ein paar Minuten schaute, musste ich feststellen, dass er mir überhaupt nicht gefiel. Der arme Quasimodo, seine große Liebe Esmeralda, die durchaus etwas verschlagen war, es auf den schönen Ritter abgesehen hatte, aber auch ein Opfer war, der Fiesling…. Begeistern konnte es mich nicht mehr. Ja, ich fand es richtig grausam und gemein.

Tag 20: Welcher Film hat dich am meisten enttäuscht?

Am meisten von allen Filmen, die ich jemals gesehen habe?

Da stechen zwei Kandidaten heraus.

Zum einen „Der Hobbit – Smaugs Einöde“ und zum anderen „Star Wars: Episode I – Die dunkle Bedrohung“.

Der zweite Hobbit-Teil liegt jedoch klar vorne. Die Zeitspanne zwischen „HdR“ und „ Der Hobbit – Eine unerwartete Reise“ war weniger groß als zwischen den Star Wars Filmen. Man wusste, wozu Peter Jackson noch ein Jahrzehnt früher fähig gewesen war. Und die Herr der Ringe-Filme haben den Zuschauer wirklich in eine andere Welt entführt. Jackson konnte sich auf altbekannte Figuren verlassen, wusste wie sein Setting und die Ausstattung auszusehen hatten, konnte sich auf das Erzählen der Story konzentrieren. Aber er musste ja partout eine neue Trilogie fabrizieren und dazu die literarische Vorlage zu einem Heißluftballon aufpusten. Der ist aber nicht durch die Decke gegangen, sondern hat ein Loch gehabt. Und so ist er schlaff zu Boden gesegelt und hat eine Bruchlandung hingelegt. Hinzukam, dass Jackson mit dem CGI zu gut gemeint hat und alles in großer Künstlichkeit versank. Allerdings war mir das alles bei der unerwarteten Reise noch nicht ganz klar und mein Blick noch rosarot gefärbt. Doch spätestens bei „Smaugs Einöde“ traten die Mankos zutage.

George Lucas hat sich erst Jahrzehnte nach der Originaltrilogie an die Prequels gemacht. Er musste einen neuen Zugang zur Geschichte finden, konnte neue Technik einsetzen und es stand eine andere Bildästhetik zur Verfügung. Das alles hat den neuen Episoden nicht unbedingt gut getan, aber ich wusste vorher, dass es sehr gut sein kann, dass George Lucas nach so vielen Jahren vielleicht nicht an sein Originalwerk heranreichen kann. Ja, es gab dann auch jede Menge zu kritisieren und der erste Film ist wirklich mies. Beim zweiten Teil der Hobbit-Trilogie waren aber wie gesagt meine Erwartungen viel höher und deshalb auch die Fallhöhe. Ich war so enttäuscht, dass ich „Die Schlacht der fünf Heere“ bis heute nicht gesehen habe. Mir wurde aber berichtet, dass ich nichts verpasst habe.

Möchtest Du auch 31 Fragen zu 31 Filmen beantworten? Dann schau mal hier.

Tag 19: Welcher Film hat dich zuletzt stark beeindruckt?

Zur Beantwortung dieser Frage müsste erst einmal „beeindruckend“ definiert werden. Ein Film kann das ja auf vielfältige Weise schaffen. Vielleicht hat er die Wirkung aufgrund einer zutiefst berührenden Geschichte, die ohne falsche Sentimentalität umgesetzt wurde. Oder ist seine künstlerischen Umsetzung formidabel? Ist die schauspielerische Leistung derart überzeugend, dass der Schauspieler dahinter unsichtbar wird und man ihm den Charakter hundertprozentig abnimmt?

Vielleicht beeindruckt der Film aufgrund von gähnender Langweile, die er hervorruft. Oder weil man sich fragt, wie eine so gute Story so schlecht umgesetzt werden konnte? Oder das jemand dafür auch noch Geldgeber finden konnte. Also gut, die Frage zielt mit Sicherheit nicht auf die letzten Varianten ab.

Lange Rede, kurzer Sinn.

Einer der Filme, die ich zuletzt gesehen habe und von dem ich vorher erwartet hatte, er würde mich sehr berühren, war „12 Years a Slave“. Doch überraschenderweise vermochte er mich trotz einiger vergossener Tränen nicht übermäßig zu beeindrucken.

Tatsächlich hat mich zuletzt „Interstellar“ stark beeindruckt.

Wer die Gründe dafür genauer nachvollziehen möchte, kann sich gerne meine Kritik dazu durchlesen. Kurzgefasst, hat „Interstellar“ mich sowohl visuell als auch intellektuell und emotional gepackt. Und zwar so sehr, dass ich Schwächen erkannt habe, sie das Gesamterlebnis aber nicht beeinträchtigt haben. Im Übrigen bin ich was Filme betrifft nah am Wasser gebaut und fühle mit den Figuren sehr mit. Aus dem Grund hat mir die Szene, in der Cooper sich quasi opfert, wirklich fast das Herz gebrochen und die Tränen flossen in Strömen. Ich weiß nicht, ob der Film genauso gewirkt hätte, wenn ich ihn nicht zuerst im Kino, sondern im Fernsehen gesehen hätte, aber so hatte er eine umwerfende Wirkung.

Neugierig, was es mit Tag 19 und dem Projekt 31 Tage – 31 Filme auf sich hat? Dann schau doch mal hier. Vielleicht machst Du ja demnächst mit?

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Tag 18: Welcher Film enthält deinen Lieblingsbösewicht?

Am besten finde ich Bösewichter, die sich so richtig schön reinsteigern können. In ihre zutiefst bösen Welteroberungspläne, ihre verschrobene Logik und ihren Größenwahn, sich für den eigentlichen Retter der Welt zu halten. Den blinden Hass nicht zu vergessen, den sie dem jeweiligen Helden entgegenbringen. Die Bezeichnung „Bösewicht“ trägt das Attribut der Überzeichnung von Haus aus in sich wie ich finde. Diese Art der Fieslinge findet sich hin und wieder in Comic-Verfilmungen und bei den früheren Bondschurken. Für richtige, ohne Humor erzählte Bösewichter, die ihre raffinierten Pläne rücksichtslos und mit aller Härte verfolgen, kann ich mich allerdings nicht erwärmen. Wer ist also mein Lieblingsbösewicht? Vermutlich Lando aus Guardians of the Galaxy, weil er fies und überzeichnet ist, aber im Grunde ein guter Kerl ist.

Um was es sich bei 31 Tage – 31 Filme handelt, findet ihr bei Lena und alle schon beantworteten Fragen hier.

Tag 17 – In welchem Film kommt deine Lieblingsfigur vor?

Das ist ja endlich mal eine wirklich einfache Frage. Seit die Bilder laufen lernten, ist lediglich eine überschaubare Anzahl von kinematografischen Werken entstanden, die allesamt nur sehr wenige Figuren beinhalten. Da ja niemand alle Filme dieser Welt gesehen haben kann, minimiert sich die Zahl auf die tatsächlich gesehenen und deren potentiellen Protagonisten und sonstigen Personen noch einmal. Ha, also wenn die Frage nach der einen Lieblingsfigur all dieser Filme nicht leicht zu beantworten ist, was dann ?! 😀

Ooookay. Vergessen wir die Ironie. Weiterlesen?

Tag 16: Welches Genre bevorzugst du zum Entspannen?

Das hängt immer von der Stimmung und dem Moment ab. Manchmal bringt eine klassische oder britische Screwball-Komödie voller witziger Situationen und Gesprächsduelle, z.B. mit Katherine Hepburn und Spencer Tracey oder Hugh Grant, die gewünschte Trägheit bei gleichzeitiger Leichtigkeit. Dann wieder möchte ich in eine andere Welt bzw. Zeit verschwinden und wähle dazu eine der vielen Adaptionen literarischer Werke. So richtig schöne Kostümfilme sind da Wahl der Stunde. Vor allem die Verfilmungen der Romane von Jane Austen, der Bronte-Schwestern oder anderer Klassiker. Es gibt jede Menge entsprechender Spielfilme, aber meine Favoriten sind die britischen Miniserien. Und hier teilen sich Stolz & Vorurteil (1995), North & South (2004) sowie Jane Eyre (2007) die ersten Ränge meiner Liste der Alltime-Favourites. Allerdings könnte ich keine Rangfolge erstellen. Für diese Art Film muss allerdings schon eine höhere Bereitschaft zur Romantik vorhanden sein, die schlicht oft fehlt. An anderen Tagen, zu anderen Gelegenheiten bedarf es deshalb eines eher actionlastigen Ausgleichs mit etwas Humor zur Entspannung. In dem Fall flackert so etwas wie Guardians of the Galaxy oder Kingsman über den Bildschirm (die heute selbstredend nicht mehr flackern, aber der Ausdruck klingt so schön gemütlich).

Also gibt es für mich kein Genre, das als Allheilmittel anzuwenden ist, sondern die Wahl ist Laune und Tagesform abhängig.

Mitmachen oder frühere Antworten lesen? Schau doch mal hier nach. Hier.

Tag 15: Welcher Film hat dich überzeugt, obwohl er aus einem von dir eher nicht bevorzugten Genre stammt?

Was sind meine bevorzugten Genres? Welche nicht? Die Antwort bedarf einer kurzen oder auch längeren Überlegung. Ich schaue mir einen Trailer an, lese über einen bald anlaufenden Film und entscheide, ob ich ihn sehen möchte. Dabei werfe ich nicht unbedingt einen Blick auf das Genre. Eigentlich schaue ich ziemlich querbeet und wenn mir ein Genre nicht gefällt (Splatterfilme, Action mit Dolph Lundgren oder Jean-Claude Van Damme, Samurai-Filme), schaue ich die entsprechenden Filme gar nicht.

Doch ein bisschen Grübelei hat dann doch ein Ergebnis gebracht. Weiterlesen?

Tag 14: Welcher Film hat die schönste Musik?

Ausnahmsweise bedarf diese Frage keiner anstrengenden, über Tage andauernden, zermürbenden Denkarbeit 😉

Die Antwort fällt leicht und lautet glockenhell Legenden der Leidenschaft, dessen Score von James Horner komponiert wurde. Aber was macht seine Musik zur schönsten?  Ja, der Film ist ein Schmachtfetzen, aber er bietet darüber hinaus überwältigende Bilder einer weitläufigen Landschaft, eine sehr emotionale Geschichte mit wundervollen Schauspielern und eben eine zu jeder Szene und Stimmung absolut passende Musik. Diese trägt so viel zur Atmosphäre der Szenen und des gesamten Films bei, dass sie ein bedeutsamer Faktor ist.

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Schon als ich Legenden der Leidenschaft im Kino gesehen habe, hat mich der Soundtrack sehr berührt. Selbstverständlich wurde er danach sofort gekauft (damals noch auf einer altmodischen CD) und in Dauerschleife gehört. Auch heute schaue ich den Film noch ab und an und bin von der emotionalen Wucht der Musik stets aufs Neue begeistert. Ich kenne so einige Soundtracks und darunter sind viele, die den gleichen oder einen ähnlichen Effekt haben. Sei es Braveheart, Herr der Ringe, Inception etc. Aber wenn es darum ginge, spontan die Melodie eines Scores anzustimmen, dann würde mir immer zuerst etwas aus Legenden der Leidenschaft einfallen. Im Übrigen lieferte auch hier die Academy ein Beispiel für die These „Oscar für den/die Richtige/n, aber für das falsche Produkt“. Denn obwohl James Horner für Legenden der Leidenschaft und Braveheart nominiert war, hat er die Trophäe erst für Titanic einheimsen können. Mal abgesehen davon, dass ich den Film sehr schlecht finde, ist sein Soundtrack eher klischeehaft, zuckrig und nicht derart episch wie die genannten zwei Vorgänger.

Leider hat James Horners vor kurzem einen tödlichen Unfall erlitten. Er war ein wirklich großartiger Komponist mit großer Einfühlungsgabe. In seiner Musik wird er weiterbestehen.

Dies ist ein Beitrag zu 31 Tage – 31 Filme und was es damit auf sich hat, findest Du hier.

Tag 13: Welcher Film landete zuletzt aus einem Spontankauf in deinem Regal?

Die Defintion von Spontankauf?

Eigentlich gibt es bei mir keine Spontankäufe. Es werden nur Filme gekauft, die ich schon kenne und für gut befunden habe. Entweder wird der Kauf dann gezielt durchgeführt oder auf die richtige Gelegenheit gewartet. Es ist dann nicht eilig und irgendwann wird der Film schon auf dem Flohmarkt, Rebuy oder sonstwo auftauchen. Vielleicht ist das dann ein Spontankauf, weil sich spontan die Gelegenheit ergibt?

Oder betrifft ein Spontankauf eher Filme, die man nicht kennt und die man ungeplant irgendwo kaufen kann und es dann tut? Weiterlesen?