Archiv der Kategorie: „Wunderbare“ Warenwelt

Wunderbare Warenwelt #12: Postrauma – Teil 1: Schneckenpost

Nicht alles lässt sich per Mail verschicken und bis vielleicht irgendwann private Drohnen den Job übernehmen, ist man auf den guten alten Briefverkehr per Post angewiesen. Grundsätzlich läuft der gemessen an all den Sendungen, die es zu bewältigen gibt, sicher ganz gut. Doch individuell betrachtet, sieht die Sache schon anders aus. Und das betrifft nicht nur den eigentlichen Versand, sondern auch die Personen, mit denen man in den Postfilialen oder Postshops zutun hat. Die Post ist wirklich nicht kundenorientiert und die Beweisführung folgt jetzt.

Es begann damit, dass ich einen durchsichtigen Umschlag aus dem Briefkasten fischte. Darin befanden sich ein Schreiben der Post und ein Umschlag, der an mich adressiert war und von einer Berliner Freundin stammte. Dieser war geöffnet und absolut leer. Im beiliegenden Schreiben bedauerte die Post, dass der Umschlag beschädigt worden sei. Falls etwas vom Inhalt fehlen würde, sollte ich mich melden. Es fehlte einfach alles! Der Brief war also automatisch, ohne Ansicht der Situation und ohne menschlichen Verantwortlichen, an den ich mich nun wenden konnte, verfasst worden. Natürlich meldete ich mich online und gab eine Suchanfrage ab. Außer einem Brief, der mir die Anfrage bestätigte, nochmals das Bedauern der Post ausdrückte und mich aufforderte, Bescheid zu sagen, wenn etwas vom Inhalt auftauchen sollte, geschah nichts. Ehrlich gesagt, hatte ich aber auch nicht mehr erwartet. Man kennt seine Pappenheimer ja inzwischen.

Kurze Zeit darauf verschickte ich eine Warensendung für Tauschticket. Um es kurz zu machen: Sie kam nicht an. Natürlich machte ich auch hier eine Suchanfrage, obwohl ich weiß, dass sich wirklich niemand etwas davon annimmt, geschweige denn wirklich nach der Sendung gesucht wird. Die Anfrage führt zu nicht mehr als einem lapidaren Schreiben seitens der Post. Dennoch muss auf den Fehler ja hingewiesen werden. Man hat das Gefühl, sobald eine Sendung unversichert abgeschickt wird, fühlt sich die Post nicht für den Inhalt und die korrekte Ausführung der Aufgabe verantwortlich. Dabei hat man doch in jedem Fall für den Transport und die Auslieferung bezahlt. Es sollte dieselbe Sorgfalt für eine Postkarte wie für ein riesiges Paket gelten.

Dann ist da  die generelle Sache mit den Waren- und Briefsendungen.
Eigentlich wollte die Post beide Versandmöglichkeiten zur Jahresmitte zusammenlegen und die Preise verändern bzw. erhöhen. Dies tat sie auch, muss aber gleichzeitig aus rechtlichen Gründen bis zum 31. Dezember doch die alten Versandmöglichkeiten bzw. Kosten anbieten. Das erfährt man aber nur, wenn man auf der Homepage zufällig darauf stößt. In den Shops wurden die Mitarbeiter über die Regelung meiner Erfahrung nach gar nicht informiert. In den Filialen mit „echten“ Postangestellten wurde mir gesagt, dass sie es nur nach der alten Regel frankieren, wenn man es vorher der bzw. dem Angestellten mitteilt. Ich tippe dort auf reines Kalkül, dass die Unkenntnis der Kunden ausgenutzt werden soll. 😀
Der Vogel wurde allerdings von der Postangestellten abgeschossen, die meinte, das die alten Portogebühren nur angewendet werden könnten, wenn ich das Päckchen selbst frankieren würde. Also teilte ich ihr mit, sie möge mir doch einfach die entsprechenden Marken verkaufen und ich würde sie höchstpersönlich anlecken. So machten wir es und danach schob ich ihr den Umschlag wieder über den Tresen.

Im 2. Teil wird es darum gehen, wie DHL kürzlich versuchte, mir den Verstand zu rauben.

Wunderbare Warenwelt #11: Ich wurde geTRUMPt

Es war einmal ein Herrscher mit rötlich-blondem Haar und einer Haut, von der manche behaupteten, sie sei von Selbstbräuner, andere, sie sei vom Genuß zu vieler Mohrrüben getönt worden. Doch sein Problem bestand nicht in seinem Äußeren, also zumindest nicht nur, sondern auch darin, dass er eine Allergie gegen Fakten hatte. Sie störten ihn so sehr, dass er sie als „Fake News“ bezeichnete und die eigenen Lügen als Tatsachen verkündete. Viele Menschen glaubten ihm und lobpreisten ihn. Andere wollten ihn mit Argumenten der Lüge überführen. Doch entweder erklärte der komische Mann auch die zu Märchen oder ignorierte sie völlig.  Erstaunlicher Weise kam der Herrscher damit immer öfter durch.

Wozu erzähle ich Euch dieses leider allzu wahre Märchen? Weil ich „Opfer“ dieses Verhaltens wurde und zwar auf einer allseits bekannten Auktionsplattform. Und die „Geschichte“ geht so:

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Wunderbare Warenwelt #10: Postgeheimnis

Nach mehrmonatigem Hin und Her durfte die Deutsche Post ihre geplante Portoerhöhung dann doch durchführen. Natürlich war ich alles andere als begeistert, da ich häufiger Bücher- und Warensendungen nutze. Umso erstaunter und erfreuter war ich wiederum, als eine booklooker-Mail darüber informierte, dass die alten Preise noch bis zum 31. Dezember gelten. Weiterlesen?

„Wunderbare“ Warenwelt #9: Einsteigermodell

So ein Sudoku kann entspannen und die geistige Trägheit vertreiben. Zahlen ergänzen und schließlich das Erfolgserlebnis genießen, eine knifflige Aufgabe gemeistert zu haben, kann unterhaltsam und aufbauend sein. Doch kein Meister fällt vom Himmel und natürlich muss man auf einfachem Niveau beginnen, wenn man es zur Meisterschaft bringen will. Ganz so niedrig muss das Niveau allerdings vielleicht dann doch nicht ausfallen wie in der Zeitschrift, die mir kürzlich zufällig in die Hände fiel. Oder was meint Ihr?

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„Wunderbare“ Warenwelt #8: Elisabeth Hoffmann

Am Dienstag erhielt ich eine Mail. Ich kannte weder den Absender, noch sagte mir die Betreffzeile etwas. Ich weiß, man soll solche Mails nicht öffnen, weil es sich um Spammails handeln kann. Die Vorschaufunktion meines Mailanbieters gab jedoch einen Blick auf den Text frei. Ich dachte, ich stelle ihn mal auf meinen Blog. Auch wenn es sich vordergründig nicht um Ware handelt, die hier angeboten wird, so wird dem Adressaten natürlich dennoch ein Angebot unterbreitet. Ihm wird etwas in Aussicht gestellt, was er haben kann und dafür soll der Leser etwas tun bzw. geben.

So und nun das fantastische Angebot, das mir unterbreitet wurde. Meine Kommentare sind rot. Was haltet Ihr von dem Angebot? Klingt es nicht wirklich absolut verlockend? Soll ich antworten und das Geld mit Euch teilen?  😉 😀 Ich gehe jedenfalls ganz stark davon aus, dass es sich nicht um das Hilfegesuch einer kranken Frau handelt. Sonst würde ich mich selbstredend nicht darüber lustig machen. Weiterlesen?

„Wunderbare Warenwelt“ #7: Anno 1968

 Willkommen zum letzten Teil in der Reihe „Wunderbare Warenwelt Anno 1968“. Eigentlich geht es dabei weniger um Konsumgüter im klassischen Sinn als um das Kino-bzw. Filmwesen. Die folgenden Anzeigen sind wieder aus der Hannoverschen Allgemeinen vom 9. Juli 1968. Weiterlesen?

„Wunderbare“ Warenwelt #6: Anno 1968

Heute wieder ein Beispiel aus dem Bereich Kinowerbung vor 49 Jahren. Ich denke, damals war die Tageszeitung als Informationsquelle über das aktuelle Kinoprogramm unerlässlich. Die Kinos mussten auf sich und ihr Angebot aufmerksam machen und außer Plakaten und Zeitungsannoncen blieben sicher nicht viele Möglichkeiten.

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Der Ausschnitt stammt aus der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom 9. Juli 1968. Es ist erstaunlich, wie viele Kinos es damals gab. Und Doktor Schiwago lief schon in der 69. Woche. Davon kann ein Film heute ja nur noch träumen. Wahrscheinlich drängen heute auch einfach mehr Filme auf die Leinwand.

Besonders gefällt mir die Anzeige zu Die teuflischen Engel. Ich kenne das „Meisterwerk gnadenloser, brutaler Härte!“ zwar nicht, aber vielleicht dreht es sich um berüchtige Halbstarke. „Sie prügeln und lieben wie der Satan“ klingt auf jeden Fall bedrohlich 😉 .