Archiv der Kategorie: Bücher

[Rezension] Blick auf eine untergegangene Welt

Vor Mitternacht

Die dreizehnjährige Gittel lebt mit ihren Eltern in den Niederlanden der Zwanzigerjahre. Immer wenn die Eltern sich streiten, muss die Tochter ihre Koffer packen und mit ihrer Mutter nach Antwerpen ziehen. Gittels Großmutter herrscht dort über eine große Familienschar. Hier gilt es, strenge Regeln zu befolgen und sich mit der nervigen Verwandtschaft herumzuschlagen. Als Bankierstochter Lucie Gittel anbietet, auf dem Flügel der Mardells zu üben, ist das junge Mädchen froh, ihrer engen Welt für ein paar Stunden zu entkommen. Lucie ist fast dreißig und skandalöser Weise noch unverheiratet. Gittel himmelt ihre neue Freundin an und ahnt nicht, dass die ganz eigene Interessen verfolgt. Weiterlesen?

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[Rezension] Tragische Liebe(n) über die Zeiten hinweg

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Zufällig findet Archivarin Elodie an ihrem Arbeitsplatz einen vergessenen Karton. Neben einer edlen Aktentasche befinden sich darin das Foto einer jungen Frau und ein Skizzenblock. Eine der Zeichnungen zeigt ein Herrenhaus, das Elodie zwar noch nie gesehen hat, aber aus den Gute-Nacht- Geschichten ihrer kennt. Obwohl sie kurz vor der Hochzeit steht, fühlt sie sich magisch angezogen und beschließt, herauszufinden, was es mit der Fremden und der Erinnerung an ein fremdes Anwesen auf sich hat.

Als Edward das Herrenhaus Birchwood Manor kaufen konnte, war er überglücklich. Ein Kindheitserlebnis verband ihn fest damit. Nun würde er mit seinen Künstlerkollegen, seiner Schwester und seiner Muse dorthin fahren. Als aufstrebender Maler würde er dort sicher seine besten Werke schaffen. Wie konnte er ahnen, wie tragisch dieser Sommer enden sollte? Dass mehr als ein Leben zerstört werden würde? Weiterlesen?

[Rezension] Wie schön wäre ein Nickerchen

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Ein neuer Morgen bricht heran. In Vancouver wirkt alles wie immer. Die Stadt erwacht langsam zum Leben. Aber es ist nicht wie sonst. Während üblicherweise ein paar Menschen unter Schlafstörungen leiden, haben in der letzten Nacht nur wenige schlafen können. Sehr wenige. Die Mehrheit hat kein Auge zugetan. Doch das Phänomen betrifft nicht nur Vancouver oder Kanada. Überall auf der Welt will sich der Schlaf nur noch in Ausnahmefällen einstellen. In der folgenden Nacht hoffen alle, dass sich das ändert, aber das tut es nicht. Und auch nicht in den kommenden Nächten, Wochen oder Monaten. Die Welt gerät aus den Fugen.
Schriftsteller Paul gehört zu denen, die schlafen können. Aber während er jede Nacht in denselben goldenen Traum versinkt, kann seine Freundin Tanya nicht mehr schlafen. Er beobachtet, wie sie sich zunehmend in einen Schatten ihrerselbst verwandelt. Er beobachtet, wie die ganze Welt dem Wahnsinn verfällt. Und was hat es mit dem Traum auf sich, den alle Schlafenden teilen? Weiterlesen?

[Rezension] Gezeichnet fürs Leben

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Als Lale 1942 das Eingangstor des Vernichtungslagers Auschwitz passiert, weiß er nicht, was ihn erwartet, doch er ahnt, dass es schrecklich sein wird. Er schwört sich, alles zu tun, um zu überleben. Er ahnt noch nicht, was ihm abverlangt werden wird.
Arbeit erhält er als Tätowierer, der die Häftlinge, die als Arbeitssklaven eingesetzt werden, mit Nummer brandmarken muss. In den folgenden Jahren  schafft er es immer wieder, lebensgefährliche Situationen zu überstehen, sich irgendwie durchzuschlagen. Als Lale in Gita tatsächlich seine große Liebe an diesem höllischen Ort findet, will er auch in ihr den Glauben an eine gemeinsame Zukunft in Freiheit wecken. Weiterlesen

[Rezension] 100 Wörter reichen nicht

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Jean McClellan ist Linguistin und forscht auf dem Gebiet des Wernicke-Syndroms, einer neurologischen Sprachstörung. Außerdem ist sie Ehefrau des Präsidentenberaters Patrick McClellan und Mutter von vier Kindern. Seit einigen Jahren trifft allerdings nur noch der zweite Satz auf sie zu, denn seit die Reinen an die Macht gekommen sind darf sie nicht mehr arbeiten und täglich nur noch hundert Wörter sprechen. Mittels eines elektronischen Armbands wird jede Überschreitung des Tageslimits mit starken Stromstößen bestraft. So ergeht es allen Frauen der USA.
Als der Bruder des Staatsoberhaupts einen Skiunfall hat und sich das Wernicke-Syndrom zuzieht, wird Jean von ihrem Armband befreit. Sie soll ihre Forschungen an einem Heilmittel beenden. Vielleicht ist das die Möglichkeit, nicht nur sich selbst von der Unterdrückung zu befreien. Weiterlesen?

[Filmkritik] Into the Forest

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Nell (Ellen Page) und Eva (Evan Rachel Wood) leben mit ihrem Vater (Callum Keith Rennie) in einem noch nicht ganz fertigen Haus in den kanadischen Wäldern. Die nächste Stadt ist nur mit dem Auto zu erreichen. Nell ist frischverliebt und bereitet sich auf’s College vor, während Eva intensiv für eine Tanzprüfung trainiert.
Eines Abends fällt der Strom aus. Die Familie ist nicht besonders besorgt, da das Stromnetz ihres Hauses ohnehin nicht sehr stabil ist. Doch bald wird klar, dass der Ausfall vermutlich dauerhaft sein wird und die gesamten USA betrifft. Das Telefonnetz, die Wasser- und Lebensmittelversorgung, das Gemeinwesen brechen zusammen, die gesamet Land gerät daraufhin schnell an den Rand der Apokalypse. Als Nells und Evas Vater durch einen Unfall stirbt, sind die Schwestern völlig auf sich allein gestellt. Können Sie es trotz oder wegen der abgelegenen Welt ihres Zuhauses schaffen, zu überleben? Weiterlesen?

[Rezension] Manchmal bringt nur ein Feuer Erlösung

After the Fire

„Father John controls everything inside The Fence. And Father John likes rules. Especially about never talking to Outsiders. Because Father John knows the truth. He knows what is right, and what is wrong. He knows what is coming.
Moonbeam is starting to doubt, though. She’s starting to see the lies behind Father John’s words. She wants him to be found out.
What if the only way out of the darkness is to light a fire?“
– Klappentext

Will Hill, Autor der Department 19 – Reihe, hat mit After the Fire einen gleichermaßen psychologisch-tiefgründigen als auch spannungsreichen Roman vorgelegt.

Die Geschichte entfaltet sich auf zwei Handlungsebenen: Weiterlesen?