Archiv der Kategorie: Die wöchentlichen 9

Die wöchentlichen Neun #72: Vom ESC-Finale, unheiligen Auftritten und ein bisschen Drumherum

Top7

Keine Ahnung, was ich Euch einleitend sagen kann. Fangen wir doch einfach gleich an, so muss ich mir keine weiteren Gedanken machen 😉 .

Gelesen:

Nachdem mir Jane Harris‘ Roman Gillepsie and I vor ein paar Monaten richtig gut gefallen hat, habe ich nun ihr Debüt The Oberservation begonnen. Sehr weit bin ich noch nicht, so dass ich noch keine Meinung äußern kann.

Gesehen:

Über die erste Folge von The Umbrella-Academy bin ich noch nicht hinausgekommen, was nicht an der Serie liegt, sondern daran, dass anderes mehr Anziehungskraft auf mich ausgeübt hat. Drei ESC-Shows nehmen nun einmal ziemlich viel Zeit in Anspruch. Abgesehen davon habe ich den ein oder anderen True-Crime-Podcast gehört und die erste Folge von Years and Years, der neuen BBC-Serie geschaut. Ich habe über den Twist der ersten Folge gelesen und bin so auf die Serie aufmerksam geworden. Leider war die Überraschung natürlich hinüber, aber die Serie hat mich dennoch angesprochen. Sie handelt von einer Familie, die mit politischen Ereignissen umgehen muss. Das Besondere daran ist, dass das Ganze nur ein paar Jahre in der Zukunft spielt, nämlich 2014, einerseits sehr dystopisch wirkt, aber andererseits absolut glaubwürdig ist. Am Anfang wird sogar der Tod von Doris Day eingebaut, was den Realismus natürlich noch verstärkt. Und wenn man sich die derzeitige Entwicklung zwischen den USA und dem Iran anschaut, dann sind die Parallelen geradezu erschreckend zu Russell T. Davies (Doctor Who) neuer Serie. Die Besetzungsliste ist wirklich toll. Emma Thompson, Rory Kinnear. Jessica Hynes und Russell Tovey sprechen für sich. Dienstag geht es weiter.

Das ESC-Finale war sehr unterhaltsam und kurzweilig. Mir kam er nicht so lang vor wie er war, was an und für sich schon ein gutes Zeichen ist. Der deutsche Beitrag ist mir ja schon seit Jahren egal und sein Abschneiden noch mehr, aber was erwartete man denn gestern bitte von so einem Auftritt? Die anderen nutzen die LED-Wände auf alle erdenklichen Weisen, lassen sich von Tänzern und Tänzerinnen umschwirren, tragen auffällige Kostüme oder schweben durch die Lüfte und die deutschen Sängerinnen latschen aufeinander zu während ihre Riesenköpfe auf der Leinwand singen?! Das sticht doch nicht heraus. Warum sie die Drehbühne aus dem Vorentscheid gekippt haben, war die schlechteste Entscheidung überhaupt. Die hätte vielleicht noch ein paar Plätze gutgemacht. Allerdings war die Konkurrenz dieses Jahr auch überaus groß. Und was sollen die armen Briten erst sagen? Wahrscheinlich: „Der Brexit war die beste Idee überhaupt. Die Europäer haben wieder bewiesen, dass sie voll doof sind.“ Insgesamt haben die Big Five ja alle schlecht abgeschnitten, was mir wieder zeigt, dass sie ihre Songs schon bei den Halbfinalen präsentieren sollten. Es ist doch wirklich von Nachteil, wenn die Mehrheit der Zuschauer das Lied beim Finale das erste Mal zu hören kriegt. Schön war, dass der Este anscheinend noch ein paar Gesangsstunden eingeschoben und sogar seine Töne getroffen hat. Im Gegensatz zu Madonna, die ich im Übrigen schon seit Jahren für überschätzt halte und deren Mundwinkel ihr leider einen fiesen Zug verleihen. Gesanglich war es wirklich lächerlich und die langsame Version von Like a Prayer zum Einschlafen. Was sollte das denn für eine Show sein? So überirdisch toll ist Madonna nicht, dass es reicht ihr beim Treppenabstieg zu zu sehen, um in Ehrfurcht zu erstarren. Tänzer mit Gasmasken? Mich unterhält das nicht, schon gar nicht ästhetisch. Der Auftritt war definitiv keine Million wert und die vorhersehbare „Provokation“ des israelisch-palästinensischen Paares himmelschreiend langweilig. Wen schockt das denn heutzutage noch? Ich war schon vorher der Meinung, dass man sich den Auftritt sparen kann.
Die Punktevergabe ärgert mich seit sie geändert wurde. Man bekommt nur die Hälfte der Punkte mit, weil man gar nicht so schnell die Einblendungen lesen und verdauen kann. Früher gefiel es mir besser, als wenigstens noch die letzten drei Wertungen ausgesprochen wurden. Außerdem finde ich es total blöd, dass nicht Jury- und Zuschauer-Votings zusammengerechnet werden und dann gemeinsam verkündet werden. Die Europa-Wertung ist total blöd. Deshalb habe ich mir auch nur die Jury-Wertung der ersten 21 Länder angeschaut. Da habe ich mich schon so über die tollen Punkte für Nord-Mazedonien und Schweden geärgert, dass ich keinen Nerv mehr hatte. Als ich später erfuhr, dass die Niederlande dennoch gewonnen haben (obwohl die Jury-Wertung sie nur auf Platz 3 gesetztund die Zuschauer ihnen Platz 2 eingeräumt haben), war ich sehr froh und überrascht. Immerhin ist es das dritte Mal überhaupt, dass mein Favorit tatsächlich gewonnen hat. Klar, ich hätte auch Italien den Sieg gegönnt, aber so gefällt es mir noch besser 🙂 .

Gehört:

Eigentlich nur die ESC-Beiträge dieses Jahres.

Getan:

Mich über die Entwicklungen in Österreich informiert. Ist ja sehr unterhaltsam auf seine Weise, aber ich fürchte, dass es für die Anhänger der FPÖ gar keinen großen Unterschied macht und sie nun vielleicht umso mehr zu ihrer Partei stehen, die ja so „gemein reingelegt“ worden ist.

Ein weiteres Bienenhotel eröffnet. Die Insektenhotels mit ihren Zapfen und Holzspänen sind relativ sinnlos, weil sich dort gar keine Insekten oder Schmetterlinge einnisten. Im Grunde werden nur die Löcher in Bambusstäben oder Holzstümpfen von Schwebfliegen oder Wildbienen genutzt. So habe ich es jedenfalls von einem Biologen gesagt bekommen. Deshalb kann man sich die Zapfen etc. sparen und ein spezielles Bienenhotel nutzen. Das habe ich gestern aufgehängt.

Gefreut und genossen:

Nichts Besonderes.

Geärgert und Gedacht:

Warum muss Madonna eine Million für einen schlecht gesungenen Auftritt erhalten? Weil sie es kann, schon klar. Hätte sie kostenlos machen können, da er doch vor allem als Werbung für ihr neues Album dienen sollte. Hat bei mir allerdings nicht geklappt. Das Geld hätte sie ja für den Friedensprozess zwischen Israel und Palästina spenden können. Aber zwei Flaggen auf die Rücken von Tänzern zu pinnen, ist ja bequemer.

Gefunden:

Interessante Artikel wie folgenden. Erschreckend, was heute wieder alles möglich ist.

https://www.tagesspiegel.de/politik/umgang-mit-neonazis-so-bricht-sachsens-cdu-das-afd-tabu/24340118.html?utm_source=pocket-newtab

Ich wünsche Euch eine tolle neue Woche mit vielen schönen Momenten!

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Die wöchentlichen Neun #71: Wetter, Wege, wechselhaften Medien

Top7Nach zweimaligem Ausfall meldet sich heute Die wöchentliche Neun zurück! Diese werden sich hauptsächlich auf die vergangene Woche beziehen, da die zwei Wochen davor einerseits sehr stark von Migräne geprägt waren und ich deshalb nur wenig gelesen, Podcasts gehört oder Filme/Serien gesehen habe. Andererseits zog mich das Wetter ins Grüne, was ebenfalls zu weniger Medienkonsum geführt hat. Doch nun lehnt Euch zurück, schnallt Euch an und lest, was in der vergangenen Woche so los war. Weiterlesen?

Die wöchentlichen 9 #70: Geburtstag-Edition

Top7Der wenig subtile Titel deutet es schon an, ja; ich hatte gestern Geburtstag . 😀
Und obwohl die Sonne durchaus schien, war es auch sehr kalt und es hat sogar zwischendurch geschneit. Brrrr. Es ist nicht zu befürworten, dass man um diese Jahreszeit noch frieren muss! Ich kann mich nicht erinnern, wann es das letzte Mal Mitte April geschneit hat, aber der Monat hat seinem Ruf gemäß einfach wieder gemacht, was er will. Zumal das Hoch, dem wir das Ganze zu verdanken hatte, auch noch meinen Vornamen trägt. Das hat ja  schon fast philosophische Dimensionen! Man steht sich halt allzu oft selbst im Weg. In meinem Fall sogar meistens. Um das Muster zu durchbrechen, haben wir uns die Laune aber gestern nicht verderben lassen. Bevor wir in allzu tiefgründige Diskussionen abdriften, folgen nun die ersten Wöchentlichen Neun meines neuen Lebensjahres.

Gelesen: Weiterlesen?

Die wöchentlichen 9 #69: AmazonPrime und viel mehr

Top7

Die letzten beiden Wochen waren wieder sehr geschäftig und vergingen wie im Flug. Leider mussten die Wöchentlichen 9 deshalb das letzte Mal unter den Tisch fallen, umso länger wird die heutige Ausgabe.

Gelesen:

Zufällig stolperte ich über Lyndsay Fayes Die Entführung der Delia Wright und habe spontan angefangen zu lesen. Seite 74 ist erreicht und der Stil gefällt mir gut, hoffe die Story schließt noch auf.

Gesehen: Weiterlesen?

Die wöchentlichen 9 #68: Von Filmen, Festen und Frühling

Top7

Seit dem letzten Artikel dieser Art sind zwei Wochen ins Land gezogen. Das letzte Wochenende war sehr vollgepackt, aber auch spaßig und so habe ich leider keine Zeit gefunden, etwas zu schreiben. Aber heute ist wieder alles as usual und somit bekommt Ihr jetzt zu lesen, was es in den letzten zwei Wochen Besonderes bei mir gab. Weiterlesen?

Die wöchentlichen 9 #67: Von Serien- und Filmstress, Unterbrechungen und genialer Musik

Top7

Der Sonntag zeigt sich heute verregnet und daher Grau in Grau. Die Woche führte mich  dank Amazon Prime aber von New York über Paris in einen kanadischen Küstenort und zurück nach Deutschland. Dazu mehr im folgenden Wochenbericht.

Gelesen:
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Die wöchentlichen 9 #65: Von abgeflauten Flauten, filmischen und melodiösen Hoffnungen und sinnlosen Suchen

Top7Wie Ihr vielleicht wisst, bin ich eine treue ESC-Zuschauerin. Als Fan würde ich mich nicht bezeichnen, da mir diese Veranstaltung schon viele Enttäuschungen eingebracht hat. Dennoch bin ich immerhin soweit infiziert, dass ich 2011 in Düsseldorf dabei gewesen bin. Wie ich den deutschen Beitrag dieses Jahres bewerte, erfahrt Ihr in meinem nun folgenden Rückblick auf meine Woche. Weiterlesen?