Archiv der Kategorie: Filme

Besprechung von Filmen und Mini-Serien

[Netflix] Dunkle Vergangenheit wirft lange Schatten

Dark

2019 passieren im fiktiven deutschen Städtchen Winnenden merkwürdige Dinge.

Seit Tagen wird schon nach dem vermissten Schüler Erik gefahndet. Vögel fallen vom Himmel, Schafe liegen tot auf der Weide. Ein Junge mit verbrannten Augen wird im Wald gefunden, gekleidet im Stil der Achtzigerjahre. Als dann auch noch Mikkel, der Sohn des Polizisten Ulrich Nielsen spurlos verschwindet, erinnert der sich an seinen Bruder Mads, dem 33 Jahre zuvor dasselbe geschah und der nie wieder auftauchte. Was hat die dunkle Höhle im Wald damit zu tun? Oder spielt das örtliche Atomkraftwerk eine Rolle? Offensichtlich betrifft das Geheimnis vier Familien, die sich den Vorgängen nicht entziehen können und sich auf die Suche nach Antworten begeben. Weiterlesen?

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[Filmkritik] Der Buchladen der Florence Green

Buchladen Florence Green

Florence Green (Emily Mortimer) beschließt, in dem kleinen britischen Küstenort Hardborough einen Buchladen zu eröffnen. Sie kauft das Old House und setzt ihre Pläne in die Tat um. Schließlich trifft Ihr Geschäft trotz vieler Widrigkeiten auf regen Zuspruch. In dem Mädchen Christine (Honor Kneafsey) findet Florence eine Hilfe und Freundin. In dem zurückgezogen lebenden Mr. Brundish (Bill Nighy) einen eifrigen Leser und Verbündeten. All das sehr zum Missfallen der einflussreichen Mrs. Gamart (Patricia Clarkson), die in dem alten Gemäuer Old House lieber ein Kultur- und Kunstzentrum schaffen möchte. Leider verfügt Mrs. Gamart über die Mittel und den Einfluss, um ihr Vorhaben mit Nachdruck zu verfolgen und Florence das Leben schwerzumachen. Weiterlesen?

Trailer-Tipp #12

Filme, die sich um Bücher, SchriftstellerInnen und das Schreiben drehen, schaue ich sehr gerne, wie Ihr bestimmt schon mitbekommen habt. The Wife mit Glenn Close und Jonathan Pryce fällt genau in diese Kategorien.

Vierzig Jahre hat sich Joan ihrem Ehemann, dem angesehenen Schriftsteller Joe, und seiner Karriere gewidmet. Sie hat über seine Affären hinweggesehen und hingenommen, in seinem Schatten zu stehen. Nun reist sie mit ihm nach Stockholm, wo er den Literaturnobelpreis verliehen bekommen soll. Joan lässt ihr Leben Revue passieren und muss entscheiden, ob sie es in gleicher Weise weiterführen möchte.

Allein der Trailer lässt mich vermuten, dass Glenn Close hier eine Meisterleistung abliefert. Eine Ahnung, welches Geheimnis hinter Joes Erfolg stehen könnte, habe ich auch schon. Vermutlich wird mich der Film aufgrund der Thematik sehr sauer machen, aber ich glaube, er ist sehr spannend und aussagekräftig.

Einen voraussichtlichen Starttermin für die deutschen Kinos gibt es leider noch nicht. Hoffentlich ändert sich das bald!

Trailer-Tipp #11

Ich habe mir 50 Shades of Grey weder in Romanform noch filmisch zu Gemüte geführt. Das ist Fakt und nicht nur eine Behauptung, weil es mir möglicherweise peinlich wäre. 🙂 Inzwischen gibt es wohl kaum noch jemanden, der noch nichts von Anastasia und Mr. Greys schlüpfrigen Unternehmungen 😉 gehört hätte. Ihre Geschichte ist Teil unserer Popkultur geworden und wer dafür noch einen Beweis braucht, der sei auf den Film Book Club verwiesen.

Der Film handelt von vier langjährigen Freundinnen, deren Leben sich ändert, nachdem sie besagten Roman in ihrem Buchclub gelesen haben. Ich mag Filme, die sich um Bücher drehen, den Effekt, den sie haben können. Beim Trailer habe ich schon ein paar Mal gelacht, ich mag die top-besetzte Schauspielriege und, dass ich mit E.L. James‘ Werk rein gar nichts anfangen kann, scheint das zukünftige Filmvergnügen überhaupt nicht zu beeinträchtigen. All das spricht eindeutig für einen Kinobesuch. Dass Don Johnson, der Vater der Anastasia-Darstellerin Dakota Johnson, mitspielt, ist ein witziger Querverweis. Auch, dass die männlichen Love-Interests jünger sind als ihre weiblichen Partnerinnen finde ich mal eine schicke Variante der übliche Besetzungsvorlieben.

Deutscher Starttermin ist voraussichtlich der 20. September 2018.

[Netflix] Wir müssen reden über: Dokumentarfilm „Die Geschichte von Rachel Dolezal“ (The Rachel Divide)

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Ich entschuldige mich jetzt schon mal, dass das Folgende sehr ausufert, aber die Geschichte von R. Dolezal beeinhaltet einfach so viele interessante Aspekte, die ich beleuchten möchte.

2015 verkündeten die Eltern der US-Bürgerrechtlerin und Kulturwissenschaftlerin Rachel Dolezal öffentlich, ihre Tochter sei entgegen ihrer eigenen Behauptungen nicht schwarz. Dolezal konnte die Behauptung nicht abstreiten, da sowohl ihre Mutter als auch ihr Vater offensichtlich weiß sind. Daraufhin brach ein riesiger Aufruhr los, der die Wissenschaftlerin nicht nur ihre Jobs, sondern auch ihre Reputation kostete. Der Dokumentarfilm setzt nur wenige Wochen nach der Enthüllung ein und folgt Rachel Dolezal über mehrere Monate, lässt außerdem ihre Familie und Freunde ebenso wie ihre Gegner zu Wort kommen. Weiterlesen?

Wir müssen reden über: die Serie Liar

Dieser Artikel dreht sich um die britische Miniserie Liar. Es handelt sich aber nicht um eine bloße Serienkritik, da Details diskutiert werden und darum SPOILER unumgänglich sein werden!

Lehrerin Laura Nielson (Joanne Froggatt) wird von Andrew Earlham (Ioan Gruffud), dem Vater eines ihrer Schüler um ein Date gebeten. Da sie sich gerade von ihrem Freund getrennt hat und ein wenig Abwechslung sucht, sagt sie zu. Sie gehen Essen, verstehen sich gut und er begleitet sie noch bis zu ihrer Wohnung. Dort möchte Andrew ein Taxi rufen, stellt aber fest, dass der Akku seines Handys leer ist. Laura bietet ihm an, das Taxi von ihrer Wohnung aus zu bestellen. Während sie warten, beschließen Laura und Andrew, nocht etwas zu trinken. Am nächsten Morgen wacht Laura benommen auf ihrem Bett auf. Sie weiß, Andrew hat sie vergewaltigt. Aber wird ihr jemand glauben, dass der Lungenfacharzt zu so etwas fähig ist? Tatsächlich streitet Andrew entrüstet jeglichen Vorwurf ab. Aber Laura gibt nicht auf, auch nicht als die Polizei ihr nicht helfen kann. Weiterlesen?

[Filmkritik] Die Frau des Zoodirektors

Zoodirektors

Antonina (Jessica Chastain) und ihr Mann Jan Zabinski (Johan Heldenbergh) leiten den Zoo in Warschau, als die Deutschen in die polnische Hauptstadt einmarschieren. Nachdem ihre Tiere entweder getötet oder nach Deutschland gebracht worden sind, züchten sie Schweine für die Besetzer. Doch das ist nur die Tarnung, um den jüdischen Ghettobewohnern zu helfen. Über dreihundert Menschen werden sie im Laufe der Zeit retten. Weiterlesen?