Archiv der Kategorie: Kinofilme

[Filmkritik] Die Erfindung der Wahrheit

Erfindung der Wahrheit

Die Lobbyistin Elizabeth Sloane (Jessica Chastain) weiß, wen sie in Washington manipulieren muss, um die Ziele ihrer Kunden zu erreichen. Dabei ist ihr jedes Mittel Recht und „Skrupel“ ein Fremdwort. Dem Gegner immer einen Schritt voraus zu sein, ist ihr Credo und ihre Erfolgsformel.

Als über ein Gesetz zur stärkeren Kontrolle bei Waffenverkäufen abgestimmt werden soll, wird die Kanzlei Cole Kravitz & Waterman von der Waffenindustrie beauftragt, dies zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Elizabeth Sloan soll die Kampagne übernehmen, doch sehr zum Missfallen ihrer Vorgesetzten lehnt sie ab. Stattdessen wechselt sie mit ihrem Mitarbeiterstab zur Konkurrenz. Die vertritt auch noch ausgerechnet die Gegner des Gesetzentwurfs, deren Kampagne nun Elisabeth anführt. Hat sie etwas plötzlich so etwas wie ein Gewissen entdeckt? Was auch der Grund sein mag, sie macht sich mächtige Gegner und die wollen ihre Karriere zerstören.

Politik, Lobbyismus, Washington, Waffengesetze – klingt auf den ersten Blick nicht sehr verlockend, sondern eher trocken und langweilig. Weiterlesen?

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[Filmkritik] Netflix: Set it up

Setitup

Harper (Zoe Deutch) und Charlie (Glen Powell) arbeiten als Assistenten für zwei sehr erfolgreiche, ehrgeizige und, um es wohlwollend auszudrücken, fordernde Chefs. Kirsten (Lucy Liu) und Rick (Taye Diggs) arbeiten viel und hart und erwarten das auch von ihren Angestellten. Weder interessieren sich für deren Privatleben noch Gefühle. Um es zu sagen, wie es ist: Rick ist ein richtiger Kotzbrocken. Kirsten zeigt wenigstens hin und wieder so etwas wie Menschlichkeit.
Eines späten Abends, als alle übrigen Angestellten schon lange in ihren Feierabend geflohen sind, lernen sich Harper und Charlie zufällig im Foyer des Geschäftshauses kennen. Ein Lieferbote bringt eine Bestellung für Kirsten, verlangt jedoch Barzahlung. Da Harper nur Kreditkarten dabei hat, nutzt Charlie seine Chance, das Essen für Rick zu sichern. Schließlich lässt er sich aber überreden, es mit Harper zu teilen. Als die am folgenden Tag ihre Schulden begleichen möchte, tauschen sie sich über ihr gemeinsames Schicksal als Assistenten aus und kommen auf die Idee, ihre Chefs zu verkuppeln, um mehr Zeit für sich zu haben. Sie kennen die Vorlieben und Marotten der beiden. Warum sollten sie sich das nicht zunutze machen? Schon bald lassen sie ihren Worten Taten folgen und organisieren das Liebesleben ihrer Vorgesetzten. Völlig unproblematisch stellt sich das Vorhaben zwar nicht dar, entwickelt sich aber wie geplant. Doch bald müssen die Drahtzieher eine Entscheidung fürs Leben treffen. Nicht nur für Kirsten und Ricks, sondern auch für ihre eigenen.

Set it up folgt dem typischen Muster vieler romantischer Komödien: Ein ungleiches Paar findet sich für ein gemeinsames Vorhaben zusammen, entwickelt Gefühle für einander, die nach amüsanten Kapriolen auf eine harte Probe gestellt werden, bevor sich alles in Wohlgefallen auflöst. Wird das Schema zufriedenstellend umgesetzt? Weiterlesen?

[Filmkritik] Der Buchladen der Florence Green

Buchladen Florence Green

Florence Green (Emily Mortimer) beschließt, in dem kleinen britischen Küstenort Hardborough einen Buchladen zu eröffnen. Sie kauft das Old House und setzt ihre Pläne in die Tat um. Schließlich trifft Ihr Geschäft trotz vieler Widrigkeiten auf regen Zuspruch. In dem Mädchen Christine (Honor Kneafsey) findet Florence eine Hilfe und Freundin. In dem zurückgezogen lebenden Mr. Brundish (Bill Nighy) einen eifrigen Leser und Verbündeten. All das sehr zum Missfallen der einflussreichen Mrs. Gamart (Patricia Clarkson), die in dem alten Gemäuer Old House lieber ein Kultur- und Kunstzentrum schaffen möchte. Leider verfügt Mrs. Gamart über die Mittel und den Einfluss, um ihr Vorhaben mit Nachdruck zu verfolgen und Florence das Leben schwerzumachen. Weiterlesen?

[Filmkritik] Die Frau des Zoodirektors

Zoodirektors

Antonina (Jessica Chastain) und ihr Mann Jan Zabinski (Johan Heldenbergh) leiten den Zoo in Warschau, als die Deutschen in die polnische Hauptstadt einmarschieren. Nachdem ihre Tiere entweder getötet oder nach Deutschland gebracht worden sind, züchten sie Schweine für die Besetzer. Doch das ist nur die Tarnung, um den jüdischen Ghettobewohnern zu helfen. Über dreihundert Menschen werden sie im Laufe der Zeit retten. Weiterlesen?

TrailerTipp #9

Gestern ist der Trailer zu Christopher Robin veröffentlicht worden, der klar im Fahrwasser  von Paddington schwimmt, aber natürlich durch den Putzigkeitsfaktor 😉 trotzdem Aufmerksamkeit auf sich zieht. Es geht um den Titelgeber, der vor lauter Arbeit seine alten Freunde (Winnie Pooh und Co.) vergessen hat. Das wollen die endlich ändern. Außerdem gibt es schon seit längerem den Trailer zu Goodbye Christopher Robin. Er dreht sich um die Entstehung der Geschichten um den kleinen Bären.

Zu welchem der beiden Filme tendiert Ihr aufgrund der Trailer?

[Filmkritik] The Greatest Showman

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P.T. Barnum (Hugh Jackman) mag in Armut aufgewachsen sein, aber an Fantasie fehlte es ihm nie. Schon als Junge war er sich sicher, die Welt nach seinen Vorstellungen gestalten zu können. Seine Jugendliebe Charity (Michelle Williams) lässt sich von seinen Träumereien anstecken. Als sie heiraten und Töchter haben, geht ihr Mann zwar einem geregelten Bürojob nach, doch als er gekündigt wird, fasst er einen tollkühnen Plan. Er will Kuriositäten ausstellen. Der Erfolg ist mäßig, da anscheinend niemand Geld dafür bezahlen möchte, starre Wachsfiguren zu betrachten. Also beschließt Barnum, lebendige Menschen zu zeigen. Eine Dame mit Bart, einen Kleinwüchsigen, einen Riesen, einen Tätowierten…. Tatsächlich stellt sich endlich der ersehnte Erfolg ein, ruft aber auch Hass gegen das Andersartige auf den Plan. Weiterlesen?