Archiv der Kategorie: Kinofilme

[Filmkritik] ELVIS (OV)

Auf seinem Sterbebett möchte Colonel Tom Parker einiges klarstellen. Er, der Manager von Elvis, dem King of Rock’n Roll, war nicht der Bösewicht in ihrer Geschichte. Vielmehr hat er den armen Jungen aus Tenessee erst zu dem gemacht, was er war: Ein globaler Superstar. Dass dieser Status nur mit Nebenwirkungen erreicht und aufrecht erhalten werden konnte, lässt sich allerdings nicht von der Hand weisen

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[Filmkritik] Downton Abbey: Eine neue Ära (Kino)

Im neuen, zweiten Kinofilm zur britischen Fernsehserie Downton Abbey erbt die Matriarchin Violet Crawley (Maggie Smith) ein Anwesen in Frankreich. Ein reicher Graf hat sie in seinem Testament bedacht, wogegen seine Witwe vor Gericht ziehen möchte, während sein Sohn den letzten Wunsch seines Vaters erfüllen möchte. Um die Familie kennenzulernen, lädt er sie nach Südfrankreich an und trotz einiger Bedenken macht sich schließlich eine Illustre Runde um Lord Robert (Hugh Bonneville) und Lady Cora Crawley (Elizabeth McGovern) auf den Weg über den Ärmelkanal. 
Währenddessen ist eine Filmcrew über Downton Abbey hereingebrochen wie ein Schwarm Heuschrecken. Aufgrund der finanziellen Situation sind die Crawleys damit einverstanden, dass ein Film gedreht wird, obwohl keiner von ihnen viel von Schauspielern hält. Natürlich ist das Personal in heller Aufregung, zwei große Filmstars aus der Nähe erleben zu können. Doch diese entsprechen nicht unbedingt den Erwartungen.

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[Filmkritik] Come From Away (Apple TV+)

Am 11. September 2001 wurde der Flugraum über den USA gesperrt, da zuvor drei Passagiermaschinen von Terroristen entführt und ins World Trade Center und ins Pentagon gelenkt worden waren. Daraufhin mussten 38 Flüge auf dem Internationalen Flughafen von Neufundland landen. Die Kleinstadt Gander wuchs damit von 9000 Einwohnern auf über 16.000 Menschen an. Der Hilfsbereitschaft, Fürsorglichkeit, Gastfreundschaft und dem Mitgefühl der Bewohner von Gander setzt das Musical Come From Away ein musikalisches Denkmal.

2013 fand die Uraufführung statt, 2017 startete es am Broadway, weitere Städte wie London folgten. Überall war das Musical ein Erfolg. Als Reaktion auf die Schließung der Broadway-Theater im Zuge der Corona-Pandemie veröffentlichte der Streaminganbieter Apple TV+ am 10. September 2021 eine Live-Aufnahme mit Teilen des Original-Broadway-Casts.

Der 11. September 2001 ist einer der Tage, von denen man genau weiß, wo und wie man damals davon gehört hat. Er ist ins kollektive Gedächnis eingesunken, sieht man Bilder davon, fühlt man sich zurückversetzt, erinnert sich an die eigenen Gefühle und Ängste von damals. Es ist mutig, ein Musical über das Thema zu schreiben und ich glaube, das da wirklich schiefgehen kann. Mal sehen, ob Come From Away die selbstgestellte Aufgabe erfüllt hat.

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[Filmkritik] The Lost City (Kino)

Einst strebte Loretta eine wissenschaftliche Karriere an und suchte mit ihrem Mann nach archäologischen Artefakten. Als er starb, zog sie sich zurück und begann romantische Abenteuerromane zu verfassen. Ihre Buchreihe mit dem attraktiven Helden Dash hat viele Fans, aber eigentlich verachtet Loretta ihre Arbeit, leidet unter einer Schreibblockade und denkt übers Aufhören nach.

Auf einer Promoveranstaltung für ihren neuesten Roman ist auch Alan (Channing Tatum) anwesend, der Dash nicht nur auf den Buchcovern darstellt, sondern sich anscheinend selbst schon für Titelhelden hält. Bestätigt wird er durch das begeisterte (meist) weibliche Publikum. Loretta ist genervt und froh, als die Veranstaltung zuende ist. Doch statt ihres Taxis warten die Handlanger von Millionär und Entdecker Abigail Fairfax (Daniel Radcliffe) und entführen die Schriftstellerin. Fairfax ist nämlich überzeugt, dass die verlorene Stadt aus Lorettas Roman nicht nur existiert, sondern dass sie über Wissen verfügt, das ihm bei der Suche danach helfen kann. Wenig später findet Loretta sich auf einer tropischen Vulkaninsel wieder, während Alan sich an ihre Fersen heftet.

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„Ein neuer Weihnachtsklassiker?“ Kurzrezensionen & Ergebnis

Während der Vorweihnachtszeit habe ich mir das Ziel gesetzt, neben den Klassikern, die jährlich mein Programm bereichern, neue Weihnachtsfilme zu sichten und nach zukünftigen Klassikern Ausschau zu halten.

Ausführliche Rezensionen habe ich leider nur zu  A Castle for Christmas , Last Christmas und der Netflix-Serie Dash & Lily geschafft. Heute folgen Kurz-Rezensionen zu den übrigen Filmen und ein Fazit. Weiterlesen

[Filmkritik „Ein neuer Weihnachtsklassiker?“] Dash & Lily (OV)

Einen gemütlichen 4. Advent Euch allen!

Jahrelang habe ich meine persönlichen Weihnachtsfilmklassiker geguckt und neuen Werken, die sich rund ums Fest drehen, so gut wie keine Beachtung geschenkt. Bis zum letzten Jahr, als Klaus mich erfreut und angerüht hat. Und somit möchte ich dieses Jahr mit der Erkundung neuen filmisch-festlichem Terrains fortfahren und Euch mit den Kritiken des Gesehenen daran teilhaben lassen. Vielleicht finden wir einen neuen Klassiker!

Auf der Liste stand nach A Castle for Christmas und Last Christmas nun die Netflix-Serie Dash & Lily.

New York befindet sich im weihnachtlichen Rausch der Farben und Lichter, doch auf Dash (Austin Abrams) und Lily (Midori Francis) will der Zauber nicht überspringen. Während er am liebsten seine Zeit weit weg vom kitschigen Trubel verbringen möchten, würde Weihnachtsfan und Einzelgängerin Lily ja gerne wie üblich mit ihrer Familie feiern. Doch stattdessen verreisen sowohl ihre Eltern als auch ihr Opa und dazu noch, ohne Lily vorzuwarnen. Natürlich ist sie frustriert und fürchtet, die beste Zeit des Jahres nun gar nicht mehr genießen zu können. Statt Trübsal zu blasen wird sie von ihrem Bruder Langston (Troy Iwata) ermutigt, ein Notizbuch mit einer Nachricht zu versehen und in der Öffentlichkeit zu deponieren. Vielleicht meldet sich ja ein Junge, in den sie sich sogar verlieben könnte? Tatsächlich fasst sich Lily ein Herz und verfasst eine Botschaft versehen mit Aufgaben, die der potentielle Leser zu erfüllen hat.
Wenig später findet Dash in seinem Lieblingsbuchladen The Strand ein rotes Notizbuch.

Weihnachtsfilme findet man inzwischen wie Sand am Meer oder Schnee in den Alpen,

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[Filmkritik „Ein neuer Weihnachtsklassiker?“] Last Christmas (OV)

Einen gemütlichen 3. Advent Euch allen!

Jahrelang habe ich meine persönlichen Weihnachtsfilmklassiker geguckt und neuen Werken, die sich rund ums Fest drehen, so gut wie keine Beachtung geschenkt. Bis zum letzten Jahr, als Klaus mich erfreut und angerüht hat. Und somit möchte ich dieses Jahr mit der Erkundung neuen filmisch-festlichem Terrains fortfahren und Euch mit den Kritiken des Gesehenen daran teilhaben lassen. Vielleicht finden wir einen neuen Klassiker!

Auf A Castle for Christmas in der letzten Woche, folgt heute Last Christmas aus dem Jahr 2019.

Man könnte sagen, dass Kate ein chaotisches Leben führt, aber von Führung zu reden, wäre zu beschönigend. Sie arbeitet in einem Laden, der das ganze Jahr über Weihnachtsartikel verkauft und trägt dabei ein Wichtelkostüm. Nach der Arbeit tingelt sie von einem Vorsingen zum nächsten, in der Hoffnung als Sängerin engagiert zu werden und nachts schläft sie auf den Sofas von Freunden, schafft es aber immer wieder die Schlafgelegenheit aufgrund irgendeines Fehlverhaltens zu verlieren. Nach Hause möchte sie nicht, weil ihre Mutter sie viel zu sehr bemuttert und wie ein rohes Ei behandelt.
Kurz vor Weihnachten beobachtet sie vorm Laden einen jungen Mann, der sich auffällig verhält. Der Sache muss sie doch gleich auf den Grund gehen und ehe sie sich versieht, bringt Tom ihr Leben…nein, nicht durcheinander, sondern auf eine neue Bahn.

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[Filmkritik „Ein neuer Weihnachtsklassiker?“] A Castle for Christmas (OV)

Ersteinmal wünsche ich allen einen wunderschönen 2. Advent!

Jahrelang habe ich meine persönlichen Weihnachtsfilmklassiker geguckt und neuen Werken, die sich rund ums Fest drehen, so gut wie keine Beachtung geschenkt. Bis zum letzten Jahr, als Klaus mich erfreut und angerüht hat. Und somit möchte ich dieses Jahr mit der Erkundung neuen filmisch-festlichem Terrains fortfahren und Euch mit den Kritiken des Gesehenen daran teilhaben lassen. Vielleicht finden wir einen neuen Klassiker!

Heute geht es mit A Castle for Christmas los, der seit dem 26. November 2021 auf Netflix zu sehen ist und eine Laufzeit von 98 Minuten aufweist.

Bestseller-Autorin Sophie Brown (Brooke Shields) hat es in ihrem aktuellen Roman gewagt, die von der Leserinnenschaft geliebte männliche Hauptfigur über die Klinge springen zu lassen. Ihre Fans wurden dadurch nicht nur bis ins Mark erschüttert, sondern auch gegen die Verantwortliche aufgebracht. Nachdem ein Talkshow-Auftritt den Aufruhr nur noch verschlimmert hat, wird Sophie von ihrer Tochter an den schottischen Herrensitz erinnert, von dem ihr Vater ihr oft Geschichten erzählt hat und aus dessen nahegelegenem Dorf er stammte. Um der Situation zu entfliehen, beschließt sie, diesen Ort endlich selbst zu besuchen.
In Schottland angekommen, steigt Sophie in einer kleinen Pension in genau jenem Dorf ab und besucht sofort den Herrensitz Dun Dunbar Castle. So bezaubernd das Anwesen ist, so mürrisch begegnet ihr sein adelige Hausherr Myles (Cary Elwes). Er hat finanzielle Probleme und steht kurz davor, seinen Besitz an die Bank zu verlieren. Als die amerikanische Besucherin davon Wind bekommt, bietet sie spontan an, dass Herrenhaus zu kaufen. Myles schlägt ein, verfolgt jedoch seine eigenen Pläne.

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[Filmkritik] Everybody’s Talking About Jamie (Amazon Prime) (OV)

Jamie (Max Harwood) träumte schon immer davon, eine Dragqueen zu sein. Kurz vor seinem Schulabschluss ist die Zeit gekommen, die Träume umzusetzen. Fiese Mitschüler und ein Vater (Ralph Ineson), der lieber einen „männlicheren“ Sohn hätte, machen Jamie das Leben nicht leichter. Doch es bestärkt ihn nur noch mehr darin, an seinen Plänen festzuhalten. Zum Glück stehen ihm seine Freundin Pritti (Lauren Patel) und seine Mutter (Sarah Lancashire) unerschütterlich zur Seite.

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[Filmkritik] Erwartungen an Dune (2021) und Realität

Meinen Wissenstand und meine Erwartungen vor und an Villeneuves Dune habe ich in meinem letzten Artikel beschrieben.

Inzwischen habe ich Dune gesehen und … verarbeitet 🙂 :

Im Vorfeld habe ich Stimmen vernommen, die Denis Villeneuves Werk zum „Meisterwerk“ erklärt haben. Soweit würde ich tatsächlich nicht gehen, aber Dune ist schon etwas ganz Besonderes und auf jeden Fall im besten Sinne ein „Kinofilm“. Er ist für die größtmögliche Leinwand gemacht, erteilt dem heimischen Bildschirm eine ganz klare Absage. Man kann an ihm Filmfans und reine Zuschauer unterscheiden. Erste gehen ins Kino, Zweite streamen bestimmt lieber.

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