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[Rezension] Jeff VanderMeer: Auslöschung

9783888979682

Eine Biologin nimmt an der elften Expedition in die geheimnisvolle Area X teil. Es handelt sich um ein Gebiet, dass von einer Flora und Fauna besiedelt ist, die es sonst nirgends gibt. Auf dem ein Leuchtturm und ein unterirdischer Tunnel Kampfspuren und tödliche Geheimnisse bergen. Dessen Dörfer längst verlassen sind. Aus dem die Teilnehmer der früheren Expeditionen entweder gar nicht oder absolut verändert zurückgekehrt sind. Die Biologin führen nicht nur fachliche Gründe dorthin.

Auslöschung ist der Bericht, den sie während ihres Aufenthalts in Area X verfasst hat.

Die Southern Reach Trilogie hat Preise und viel Lob erhalten. Manch einer soll die Geschichte sogar als Meisterwerk wahrnehmen. Diese Einschätzungen kann man (aus welchen Gründen auch immer) teilen, muss man aber nicht.  Weiterlesen?

[Rezension] Andreas Brandhorst: Die Stadt

DieStadt

Benjamin Hartmann ist tot. Die letzten Sekunden seines Lebens verstrichen auf einer Straße. Das jedenfalls glaubte er bis er sich plötzlich auf einer anderen Straße wiederfindet. In einer fremden Stadt. Was ist mit ihm geschehen? Ist er gar nicht gestorben? Oder sieht so etwa das Jenseits aus?

Die Grundidee besticht gleichermaßen durch Einfachheit und Einfallsreichtum. Weiterlesen?

[Rezension] Eileen Ramsay: Jene Tage in Dummsdorf (Lissabon)

Lissabon

Drei Frauen, nein eigentlich vier, stehen im Zentrum des Romans. Die Studentin Lucy erhält von ihrer Mutter Suzanne, die gerade von ihrem Ehemann schmählich verlassen wurde, einen Notenkoffer. Darin befinden sich die wenigen Hinterlassenschaften von Suzannes Mutter Claire, die diese jedoch nie richtig kennengelernt hat. Lucy möchte Licht in die Lebensgeschichte ihrer Großmutter bringen und wird durch die neue Nachbarin Alex unterstützt. Gemeinsam lüften sie im Verlauf des Romans das Geheimnis um Jene Tage in Lissabon, die für Claire und ihre drei dort geschlossenen Männerbekanntschaften schicksalhaft wurden und um ein berühmtes Gemälde, das seitdem als verschollen gilt.

Es wird wohl nicht zuviel verraten, wenn erwähnt wird, dass selbstverständlich alle drei Frauen ihre große Liebe finden werden. Wie könnte es anders sein?!
Und um ebenfalls falsche Erwartungen zu dämpfen: Der geschichtliche Aspekt, der durch die Großmutter entstehen soll, ließ unberechtigter Weise hoffen, dass es nicht ausschließlich um die Befindlichkeiten überspannter Frauen gehen würde. Diese Erwartungen erweisen sich allerdings als falsch. Stattdessen fallen dem Leser im Laufe des Lesens Stichworte ein wie „langweilig, lächerlich, prätentiös“ und „von an Frechheit grenzender Oberflächlichkeit“.

Begründung mit leichten Spoilern
Hier müssen zur Veranschaulichung einfach Sätze zitiert werden. Weiterlesen?

[Rezension] Pierce Brown: Red Rising

RedRising

Tief unter der Marsoberfläche leben Darrow, seine Familie und alle anderen, die zu den Roten zählen. Dort schuften sie tagtäglich unter härtesten Bedingungen in den Mienen. Ihre Arbeit soll die Umwandlung des unwirtlichen Planeten in Lebensraum ermöglichen. Dann wird der Mars besiedelt werden und die Roten endlich ein besseres Leben führen dürfen. Doch durch schreckliche Ereignisse muss Darrow erkennen. dass der Mars längst bewohnt wird. Das die Goldenen prunkvolle Städte regieren und ihr Wohlstand auf der Ausbeutung der Roten beruht. Doch es gibt Menschen, die sich dagegen auflehnen und die ihm helfen, zu einem Goldenen zu werden. Sie schicken ihn in die Kaderschmiede der Unterdrücker, wo er das System von innen bekämpfen soll.

In seinem Nachwort dankt Pierce Brown seinen Lesern und verspricht: „Sie werden diese drecksverdammten Bücher einfach lieben.“ Einerseits hat der Autor absolut Grund dazu, seinen Lesern zu danken, denn sie müssen über viel Durchhaltevermögen verfügen. Andererseits hält er sein Versprechen definitiv nicht ein. Sein Werk langweilt nicht nur inhaltlich bevor dessen Mitte erreicht ist, sondern stößt den Leser auch noch vor den Kopf. Im Übrigen deutet das Wörtchen „drecksverdammt“ die Richtung an, in die der Autor mit seinem Sprachstil marschiert. Weiterlesen?

[Rezension] Rick Yancey: Das unendliche Meer

WelleMeer

Vier Wellen haben die außerirdischen Invasoren ausgelöst. Krankheit, Zerstörung und Tod brachten sie den Menschen. Nun gibt es nur noch wenige von ihnen und sie misstrauen sich und das zu Recht.
Die Gruppe um Cassie und ihren Bruder Sam hat es geschafft, sich nach den Ereignissen im Militärstützpunkt in ein Hotel zu flüchten. Dort warten sie auf Evan Walker, der zwar offiziell einer der Anderen ist, aber Cassie zuliebe die Seiten gewechselt hat. Das glaubt außer ihr aber eigentlich keiner der Gruppe. Daher schickt Ben Ringer hinaus, um einen sichereren Zufluchtsort zu finden. Doch sowohl im Hotel als auch auf Ringers Weg geht einiges schief. Weiterlesen