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Tag 19: Welcher Film hat dich zuletzt stark beeindruckt?

Zur Beantwortung dieser Frage müsste erst einmal „beeindruckend“ definiert werden. Ein Film kann das ja auf vielfältige Weise schaffen. Vielleicht hat er die Wirkung aufgrund einer zutiefst berührenden Geschichte, die ohne falsche Sentimentalität umgesetzt wurde. Oder ist seine künstlerischen Umsetzung formidabel? Ist die schauspielerische Leistung derart überzeugend, dass der Schauspieler dahinter unsichtbar wird und man ihm den Charakter hundertprozentig abnimmt?

Vielleicht beeindruckt der Film aufgrund von gähnender Langweile, die er hervorruft. Oder weil man sich fragt, wie eine so gute Story so schlecht umgesetzt werden konnte? Oder das jemand dafür auch noch Geldgeber finden konnte. Also gut, die Frage zielt mit Sicherheit nicht auf die letzten Varianten ab.

Lange Rede, kurzer Sinn.

Einer der Filme, die ich zuletzt gesehen habe und von dem ich vorher erwartet hatte, er würde mich sehr berühren, war „12 Years a Slave“. Doch überraschenderweise vermochte er mich trotz einiger vergossener Tränen nicht übermäßig zu beeindrucken.

Tatsächlich hat mich zuletzt „Interstellar“ stark beeindruckt.

Wer die Gründe dafür genauer nachvollziehen möchte, kann sich gerne meine Kritik dazu durchlesen. Kurzgefasst, hat „Interstellar“ mich sowohl visuell als auch intellektuell und emotional gepackt. Und zwar so sehr, dass ich Schwächen erkannt habe, sie das Gesamterlebnis aber nicht beeinträchtigt haben. Im Übrigen bin ich was Filme betrifft nah am Wasser gebaut und fühle mit den Figuren sehr mit. Aus dem Grund hat mir die Szene, in der Cooper sich quasi opfert, wirklich fast das Herz gebrochen und die Tränen flossen in Strömen. Ich weiß nicht, ob der Film genauso gewirkt hätte, wenn ich ihn nicht zuerst im Kino, sondern im Fernsehen gesehen hätte, aber so hatte er eine umwerfende Wirkung.

Neugierig, was es mit Tag 19 und dem Projekt 31 Tage – 31 Filme auf sich hat? Dann schau doch mal hier. Vielleicht machst Du ja demnächst mit?

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[Filmkritik] 12 Years a Slave

BildGespenster

Genre: Historisches Drama

Besetzung:  Chiwetel Ejiofor, Michael Fassbender, Lupita Nyong’o, Benedict Cumberbatch, Paul Dano u.a.

Produktionsland: USA

Jahr: 2013

Dauer: 134 Min.

Der Geiger Solomon Northup lebt als freier Mann mit seiner Familie in Saratoga Spring. Als seine Frau mit den Kindern verreist, bieten ihm zwei Schausteller einen Job an. Er soll ihre Darbietungen musikalisch begleiten. Er akzeptiert das lukrative Angebot und reist mit ihnen nach Washington. Am Tag der Rückreise findet er sich jedoch morgens in Ketten wider und muss mit Schrecken erkennen, dass er betäubt und in die Sklaverei verkauft wurde. Es folgen zwölf Jahre Gefangenschaft, Schwerstarbeit, Demütigungen, Gewaltexzesse und schiere Verzweiflung.

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass es sich bei 12 Years a Slave um einen sehr kraftvollen und schmerzhaften Film handelt. Er trägt dazu bei, die Geschichte der Sklaverei im kollektiven Gedächtnis wachzuhalten. Nichtsdestotrotz fällt es ein wenig schwer, in die allgemeinen, uneingeschränkten Lobeshymnen einzufallen, lässt sich doch der ein oder andere Kritikpunkt finden. Weiterlesen?