[Rezension] Lucinda Riley: Das Schmetterlingszimmer

Schmetterlingszimmer

Posy wächst in den Vierzigerjahren im imposanten Herrenhaus Admiral House auf. Als ihr Vater als Kampfpilot zurück in den Kriegseinsatz muss, schickt ihre Mutter Posy zur Großmutter in einen anderen Teil des Landes. Dort erfährt das Mädchen schließlich vom Tod ihres Vaters. Statt nach Admiral House zurückkehren zu dürfen, wird Posy in ein Internat geschickt. Jahrelang sieht sie weder ihr Zuhause noch ihre Mutter wieder.
Fünfzig Jahre später ist Posy Witwe und bewohnt das herrschaftliche Anwesen allein. Die Familie ihres nichtsnutzigen Sohns Sam wohnt im nahen Örtchen und ihr jüngster Sohn Nick kehrt nach zehn Jahren aus Australien zurück. Doch er ist nicht der einzige Rückkehrer. Posys ehemalige Jugendliebe Freddie, der ihre Beziehung einst überstürzt beendet hat, läuft ihr wieder über den Weg. Obwohl die alte Sympathie unverkennbar noch vorhanden ist, scheint er eine seltsame Abneigung gegenüber Admiral House zu hegen. Weiterlesen?

[Rezension] Daniel H. Wilson: Das Implantat

Das Implantat

Die USA der nahen Zukunft

Seit ein paar Jahren sind neurale Implantate, welche die intellektuellen Fähigkeiten der Träger steigern, Gang und Gebe. Doch mittlerweile hat sich eine starke Gegenbewegung entwickelt, die fürchtet, dass Menschen ohne die sogenannten Amps ins Hintertreffen geraten könnten. Nun haben sie einen großen Sieg errungen, denn ein Gerichtsbeschluss hat schlimme Folgen für alle Implantatträger.

Owen ist Lehrer an einer High-School. Ihm wurde ebenfalls ein kleines Gerät eingesetzt, doch da es lediglich seine Epilepsie beeinflusst, identifiziert er sich nicht mit den Amp-Trägern. Bis vor seinen Augen eine seiner Schülerinnen in den Tod springt. Plötzlich muss er sich fragen, auf welcher Seite er steht und für welche er alles riskieren will. Weiterlesen?

[Rezension] Kirsty Logan: The Gracekeepers

TheGracekeeper

Die Oberfläche der Erde ist bis auf einige Inseln von Wasser bedeckt. Dementsprechend teilt sich die Bevölkerung in Landbewohner und in jene, die ihr Leben auf See verbringen.

Das Zirkusschiff Excalibur reist von Insel zu Insel, abends wird der Zirkus aufgebaut und die Vorstellung beginnt. Clowns und Pferde, Akrobaten und Tänzer unterhalten das Publikum, doch die Attraktion bildet das Mädchen North mit ihrem Bären. Denn diese wilden, anscheinend unzähmbaren Tiere sind sehr selten geworden und faszinieren das Publikum daher umso mehr.

Überzeugt, sich schuldig gemacht zu haben, hat die junge Callanish sich entschieden, ein gracekeeper zu werden. Als solcher besteht ihre Aufgabe darin, Seebestattungen durchzuführen. Doch das zurückgezogene Leben hilft ihr auch, zu verbergen, dass sie mit besonderen Merkmalen geboren wurde.

Ein Sturm führt Callanish und North zusammen und beide spüren, das es ein Neubeginn sein könnte. Doch ganz so einfach wird er nicht zu erreichen sein. Weiterlesen?

[Rezension] Spuk in Hill House

Auf der Suche nach einer Kritik zur Netflix-Serie Spuk in Hill House? Bitte hier entlang!

Vollendet-Aufstand

Betreten auf eigene Gefahr

Der Anthropologe Dr. Montague ist fasziniert vom Paranormalen. Als Untersuchungsobjekt hat er sich das Anwesen Hill House ausgesucht wo es spuken soll. Mit wissenschaftlichen Methoden will er dem Phänomenen auf den Grund gehen. Drei Assistenten sollen ihm bei dem Unternehmen hilfreich zur Seite stehen: Eleanor, eine in sich gekehrte Frau, die jahrelang ihre Mutter pflegen musste und von ihrer Schwester herablassend behandelt wird. In ihrer Jugend kam sie in Kontakt mit Poltergeistern. Theodora, eine etwas affektierte, oberflächliche junge Frau mit telepathischen Fähigkeiten. Der Dritte im Bunde ist Luke, der zukünftige Erbe von Hill House, der auf Wunsch seiner Tante die Familie vertritt. Die vier schlagen für ein paar Tage ihr Lager in dem alten Haus auf und warten. Warten, dass etwas passiert. Hill House enttäuscht sie und den Leser nicht und wartet mit verstörenden Ereignissen auf. Aber warum geschehen all die unerklärliche Dinge? Sind es die früheren Bewohner, die nicht ruhen wollen, oder vielleicht doch die Besucher, die den Boden für den Spuk bereiten? Eleanor scheint zumindest in einer besonderen Beziehung zu dem alten Gemäuer zu stehen.

An der Oberfläche wirkt die Geschichte „ruhig“, bewegt sich in einem begrenzten räumlichen (der Landsitz Hill House) und zeitlichen (wenige Tage) Rahmen. Die Anzahl der Charaktere ist ebenfalls überschaubar. Trotz seiner Begrenzungen ist der Roman vielschichtig. Weiterlesen?

[Filmkritik] Der Dieb klaut nicht nur Worte, sondern auch Geduld und Zeit

DiebWorte

Genre: Drama

Besetzung: Bradley Cooper, Dennis Quaid, Zoe Saldana, Jeremy Irons, Ben Barnes, John Hannah, J.K. Simmons

Produktionsland: USA

Jahr: 2012

Dauer: 102 Min.

Rory Jensen ist ein hingebungsvoller, aber erfolgloser Jungautor, der nichts mehr ersehnt, als dass sein Roman veröffentlicht wird. Doch obwohl ihm Talent attestiert wird, will ihn kein Verlag unter Vertrag nehmen. Eines Tages findet er in einer alten Aktenmappe ein Manuskript. Er beginnt, es zu lesen und wird sofort davon gefangen genommen. Er ist vom künstlerischen Niveau des fremden Schriftstellers fasziniert, denn genauso möchte er schreiben können. Eins führt zum andern und schließlich gewinnt Rory als angeblicher Verfasser des fremden Romans sogar einen Literaturpreis. Doch der Betrug ist nicht unbemerkt geblieben und schon bald sucht ihn der wahre Urheber auf…

Der Dieb der Worte beginnt sehr vielversprechend. Weiterlesen?