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[Rezension] Jochen Schweizer: Der perfekte Augenblick

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Jochen Schweizer beschwört in seinem recht schmalen Buch genau das, was der Titel verspricht. Er erläutert, was er unter einem perfekten Moment versteht, welche er selbst erleben durfte und wie man sie heraufbeschwören kann. Denn obwohl sie sich häufig spontan einstellen, kann man ihnen doch durchaus den Weg bereiten. Jochen Schweizer folgt der Überzeugung, dass Erlebnisse mehr Glück schenken als schlichte Güter, die man kauft und deren Glückswirkung sich rasch abnutzt. Weiterlesen?

[Rezension] Laura Wilkins: Ashford Park

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Clemmie hängt sehr an ihrer Großmutter Addie. Als es dieser zunehmend schlechter geht, spricht sie ihre Enkelin plötzlich mit „Bea“ an. Clemmie kennt niemanden dieses Namens und stellt bald fest, dass dasselbe auf die Vergangenheit der alten Dame zutrifft. Nur wenige Details sind aus ihrem Leben vor der Einwanderung in die USA bekannt. Doch langsam treten immer mehr Dinge zu Tage und Clemmie muss sich schließlich fragen, ob Addie überhaupt die Frau ist, für die ihre Enkelin sie gehalten hat. Weiterlesen?

[Rezension] Alexandra Bracken: Die Überlebenden

bracken

Ruby ist zehn als in den USA eine schreckliche Epidemie unter den Kindern grassiert und Tausende von ihnen tötet. Die Überlebenden bilden übernatürliche Fähigkeiten aus. Sie können Gedanken lesen, mittels ihres Geistes Dinge bewegen und Menschen beeinflussen. Die Erwachsenen können mit der Situation nicht umgehen, sehen die Kinder als Gefahr. Lager werden gebaut, in denen ihnen angeblich geholfen werden soll. Doch in Wahrheit ist nicht geplant, dass die Insassen jemals wieder zurückkehren. Auch Ruby muss nach einem Vorfall mit ihren Eltern dorthin. Weiterlesen?

[Rezension] Hotel on the Corner of Bitter and Sweet (dt.Titel Keiko)

Keiko

Seattle, in den Vierziger Jahren:

Henry ist der einzige chinesische Junge an seiner Schule. Sein Vater ist sehr streng, aber auch sehr stolz darauf, dass sein Sohn eine bessere Bildung als er genießen kann. Deshalb erzählt Henry ihm lieber nicht, wie schwer es ihm die anderen Schüler machen, wie sie ihn verspotten und schlagen. Sein Vater ist auch viel zu sehr damit beschäftigt, den Krieg zwischen China und Japan zu verfolgen, als sich mit seinem Sohn auseinanderzusetzen. Eines Tages kommt Keiko an Henrys Schule. Sie fassen schnell Sympathie und verbringen viel Zeit miteinander, obwohl Henry sich damit gegen seinen Vater auflehnt. Angesicht des Krieges zwischen den USA und Japan werden die Repressionen gegen die japanischen Bewohner Seattles immer stärker. Schließlich wird sogar das japanische Viertel, in dem Keikos Familie lebt, umgesiedelt. Henry muss sich entscheiden, wem seine Loyalität gilt.  Weiterlesen?

[Rezension] Dave Eggers: The Circle

DEggers

Mae hasst ihren Job und ist auch sonst unzufrieden. Also bittet sie ihre beste Freundin Annie um Hilfe, die einen hohen Rang beim heißbegehrten Internet-Konzern The Circle innehat. Tatsächlich findet sich Mae kurz darauf an ihrem eigenen Schreibtisch in dem hochmodernen Firmenkomplex des Unternehmens wieder. Während ihrer Einarbeitungszeit erfährt sie immer mehr über die dortigen Projekte und Abläufe. The Circle hat bereits das Internet revolutioniert, in dem es alle Vorgänge mit einem Konto, einer Identität verbunden hat. Doch die Macher streben nach immer neuen Erfindungen und Programmen, mit denen sie das Leben der Menschen erleichtern können. Oder überwachen? Einengen? Kontrollieren? Weiterlesen?

[Rezension] Alter Wein in neuen Schläuchen oder: Cinder

F-Word

Cinder ist ein Cyborg, dass heißt einige Körperteile wurden durch elektronische Bauteile ersetzt. Damit gehört sie einer diskriminierten Minderheit in Neu-Peking an. Auch Ihre Stiefmutter behandelt sie schlecht. Während die beiden leiblichen Töchter bevorzugt und verwöhnt werden, darf Cinder schuften. Das tut sie als Mechanikerin mit einem eigenen Stand auf dem örtlichen Markt. Mittlerweile hat sie sich einen vortrefflichen Ruf erarbeitet und eines Tages sucht sogar Prinz Kaito inkognito ihre Hilfe. Er erteilt ihr den Auftrag, seinen Androiden zu reparieren. Sofort sind sich der Thronfolger und die Mechanikerin sympathisch, doch Kais Leben ist keineswegs so sorglos wie seine Untertanen annehmen. Die Pandemie Letumose rafft Millionen von Menschen dahin und sein Vater ist ebenfalls daran erkrankt. Außerdem hat die Königin von Luna ihren Besuch angekündigt und es ist mehr als fraglich, ob ihre Pläne friedlich sind. Ehe Cinder sich versieht, wird sie in politische Ereignisse verstrickt, deren Folgen nicht nur für sie beängstigend und nicht abzuschätzen sind. Weiterlesen?

[Rezension] Alles bleibt anders

Diviners

Frank Miller weiß nicht, wer er ist und warum er sich plötzlich auf den Gleisen wiederfindet. Glücklicherweise verspätet sich der nächste Zug und kurz darauf durchstreift Frank Berlin auf der Suche nach seiner Identität. Schließlich kann er seine Mutter ausfindig machen. Sie ist völlig schockiert, dass plötzlich ihr Sohn vor ihr steht, den sie drei Jahre zuvor beerdigen musste. Nur langsam findet Frank heraus, dass er sich in einer Zeitebene befindet, die sich völlig anders als seine eigene entwickelt hat. Denn die Welt aus der er stammt, wird beherrscht von den Nationalsozialisten. Und er hat die Realität gewechselt, um das zu ändern.

Siegfried Langer stellt mit seinem sehr ambitionierten Roman Alles bleibt anders ein interessantes Gedankenspiel an. Weiterlesen?

[Rezension] Chris Weitz: Young World – Die Clans von New York

BildGespenster

Eine heimtückische Krankheit hat die Weltbevölkerung dahingerafft. Die einzigen Menschen, die nicht von ihr betroffen sind, sind die Teenager. Und so blieben sie auf sich allein gestellt zurück.

In New York haben Clans die Stadt unter sich aufgeteilt. Sie kämpfen ums tägliche Überleben, bekriegen sich aber auch gegenseitig. Am Washington Square lebt Jefferson. Als sein älterer Bruder Wash mit achtzehn an der tückischen Krankheit stirbt, übernimmt Jeff widerstrebend die Führung des Clans. Kurz darauf informiert ihn eines der Mitglieder, dass es eine wissenschaftliche Abhandlung finden möchte, die Hinweise auf die Ursachen der Pandemie liefern könnte. Sie entscheiden, sich auf den Weg zur Universitätsbibliothek zu machen, um den Artikel zu finden. Ihnen schließen sich Donna und Peter an. Und gemeinsam starten sie zum gefährlichsten Trip ihres Lebens. Weiterlesen?

[Rezension] Scott Westerfeld: Ugly – Verlier nicht dein Gesicht

VomVergnügenRahmen

Tally schaut jeden Abend sehnsüchtig aus ihrem Fenster und auf New Pretty Town. Dort leben die Pretties und seit seiner Schönheitsoperation auch ihr bester Freund Peris. Da er drei Monate älter ist als Tally hat er die mit seinem sechzehnten Geburtstag einhergehende Umwandlung vom Ugly zum Pretty und den Umzug in die Vergnügungsstadt schon hinter sich. Tally kann es gar nicht erwarten bis sie ebenfalls „schön“ gemacht wird und ihn wiedersehen kann. Eines Nachts schleicht sie sich trotz strengen Verbots nach New Pretty Town. Sie muss Peris sehen und wissen, ob sie noch beste Freunde sind. Nachdem bei ihrem Aufenthalt einiges schiefgelaufen ist, trifft sie schließlich auf Shay. Sie ist ebenfalls eine Ugly und heimlich in der Stadt unterwegs gewesen. In den nächsten Wochen freunden sie sich immer mehr an. Dann verrät Shay ihrer neuen Freundin, dass sie sich nicht operieren lassen will und deshalb nach Smoke abhauen will. Smoke ist eine versteckte Stadt in der Wildnis. Dorthin fliehen Menschen, die sich dem Schönheitsdiktat nicht unterwerfen wollen. Tally kann nicht glauben, dass es solche Leute geben soll. Ist es nicht das Beste, was einem passieren kann? Dass man nicht mehr hässlich ist, sondern schön und von allen geachtet? Doch Shay macht ihre Ankündigung wahr und Tally wird ihr in die Wildnis folgen. Allerdings nicht freiwillig….

Eigentlich hätte Ugly – Verlier nicht dein Gesicht das Zeug dazu, eine tolle Dystopie zu sein. Die Gesetze des Genres und seine üblichen Ingredienzen hat Scott Westerfeld auf jeden Fall beachtet. Doch irgendwie springt der entscheidende Funke nicht über. Weiterlesen?

[Filmkritik] Ich.Darf.Nicht.Schlafen…gilt auch für die Zuschauer

Filmvorschau

Genre: Thriller, Mystery

Besetzung: Nicole Kidman, Colin Firth, Mark Strong etc.

Produktionsland: USA

Dauer: 92 Min.

Christine wacht jeden Morgen ohne Erinnerung an die letzten zwanzig Jahre auf. Jeden Morgen muss ihr Ehemann Ben ihr erklären, wer er ist und wie ihr gemeinsames Leben aussieht. Jeden Tag ruft der Neurologe Dr. Nash an und informiert sie, dass er ihr behandelnder Arzt ist. Dass sie eine Kamera im Schrank versteckt hat mit der sie neue Erkenntnisse über ihr Leben festhält. Aber nicht nur die Amnesie verunsichert sie, sondern auch die Videos, die sie auf der Kamera findet. Wem kann sie vertrauen? Warum verheimlicht Ben ihr Dinge an die sie sich dank Dr. Nash zu erinnern beginnt? Und warum behandelt der sie ohne das Wissen ihres Mannes? Christine beginnt zu ahnen, dass nichts ist wie es scheint. Weiterlesen?