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[Rezension] Hans Fallada: Jeder stirbt für sich allein

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1940 fällt der Sohn von Otto und Anna Quangel im Krieg. Bisher hat das Ehepaar sich unauffällig in der braunen Masse bewegt. Sie haben nichts hinterfragt und ein abgeschiedenes Leben geführt. Otto hat schon immer viel Wert auf seine Ruhe gelegt und Anna hat sich ihm angepasst. Doch nun ist alles anders. Otto spürt, dass er so nicht weitermachen kann. Er muss etwas tun. Er muss anständig sein, andere zum Nachdenken bringen, etwas ändern. Anna fühlt nicht nur Trauer über den Verlust ihres einzigen Sohns, sondern ebenso Wut auf den Führer und den Krieg, die ihr den geliebten Sohn geraubt haben. Sie zögert keinen Moment, als ihr Mann vorschlägt, Postkarten mit gefährlichen, ja lebensbedrohlichen, Botschaften zu verfassen und sie in Geschäftshäusern abzulegen. Es bleibt nicht bei Plänen, tatsächlich machen sie sich an die Ausführung. Doch schnell setzt sich die Gestapo auf ihre Spur. Weiterlesen?

[Rezension] Sturmhöhe

Wuthering Heights

Der junge Waise Heathcliff wird von dem alten Gutsbesitzer Earnshaw aufgenommen. Von nun an lebt er zusammen mit dem Sohn Hindley und Tochter Catherine, genannt Cathy, auf dem Gut Wuthering Heights/Sturmhöhe. Während er und Cathy durch eine Art Seelenverwandtschaft verbunden sind, entwickelt sich zwischen ihm und Hindley große Abneigung. Als der Vater Jahre später stirbt, übernimmt sein Sohn alle Besitztümer. Fortan wird Heathcliff wie ein ungebildeter Arbeiter behandelt und noch mehr als zuvor schikaniert. Als Hindleys Frau stirbt und ihn mit seinem Sohn Hareton zurücklässt, verfällt der dem Spiel und dem Alkohol. Allein Cathy macht Heathcliffs Dasein erträglich, doch eines Tages muss er ein Gespräch belauschen, in dem sie eine mögliche Ehe mit ihm aus gesellschaftlichen Gründen rigoros ausschließt. Hals über Kopf verlässt er daraufhin Sturmhöhe. Dies wiederum stürzt Cathy in eine tiefe Krise, hohes Fieber bricht aus und ihre Nerven werden angegriffen, denn Heathcliff bedeutet ihr mehr, als sie sich selbst eingestehen möchte. Nach Jahren ist der ein gemachter Mann. Reich und erfahren kehrt er nach Sturmhöhe zurück. Da er sich Cathy nun ebenbürtig fühlt, möchte er sie für sich gewinnen, muss aber feststellen, dass sie bereits verheiratet ist. Obwohl sie sich ihrer Liebe zu ihm sehr wohl bewusst ist, lehnt sie es ab, ihren Mann zu verlassen. Schon aus moralischen und gesellschaftlichen Gründen ist sie nicht gewillt, ihre Ehe aufzugeben. Heathcliff sinnt fortan auf Rache und beschwört damit dramatische Ereignisse, denen niemand entkommen kann.

Den Plot von Sturmhöhe kann auf die einfache Formel „Rache und Sterben“ herunter gebrochen werden. Weiterlesen?

[Rezension] Die Tänzerin von Auschwitz

Tänzerin

Paul Glaser besucht mit seiner Frau und einigen Kollegen Krakau. Am dritten Tag wollen sie gemeinsam das ehemalige KZ Auschwitz besichtigen. Doch plötzlich spürt er eine Beklemmung, möchte eigentlich nicht mehr mitgehen. Seine Frau und die Freunde überreden ihn und schließlich steht er vor einem Schaukasten mit unendlich vielen Koffern. Da fällt sein Blick auf einen weit vorne liegenden, der den Namen „Glaser“ trägt.

Paul Glaser ist in einer katholischen Familie aufgewachsen, die wenig Kontakt zu den Verwandten väterlicherseits hat. Nach seinem Erlebnis in Auschwitz begibt er sich auf die Spuren seiner Vorfahren und findet schließlich jüdischen Wurzeln sowie die tragische Lebensgeschichte seiner Tante Roosje. Weiterlesen?