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Media Monday #443: Ein Mal werden wir noch wach, heissa, dann ist Weihnachtstag

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Gestern habe ich mich noch einmal voll ins Plätzchenbacken geworfen und fast den Media Monday vergessen. Fast, denn ansonsten würdet Ihr ja gerade nicht meine Version lesen können 😉 . Näheres findet Ihr wie immer über den Klick aufs Bild oben. Und nun wünsche ich Euch viel Spaß beim Lesen meines und der anderen Media Mondays und morgen ein wundervolles Weihnachtsfest!

1. Wäre das schön, wenn ich unter dem Weihnachtsbaum (oder etwas vergleichbarem) ____ finden würde, schließlich ____ . Ich habe eigentlich keinen speziellen Wunsch, den ich unbedingt unter dem Baum zu finden hoffe. Geschenke, die mit Liebe ausgesucht wurden und mir eine Freude machen, sind mehr als man sich wünschen kann und von beidem gehe ich jetzt einfach mal aus.

2. Wenn dann der ganze Feiertagstrubel in nicht einmal einer Woche wieder vorbei ist, steht ja immer noch Silvester vor der Tür, das ich persönlich ja gar nicht mag. Da wird meiner Meinung nach immer so ein Druck aufgebaut, dass das neue Jahr alle Wünsche erfüllen soll und man selbst natürlich auch ein viel besserer Mensch werden. 

3. Ich könnte mir ja schon vorstellen, an den freien Tagen endlich die Zeit zu finden, Jumanji 2 im Kino zu sehen. Die Graham Norton Show mit Dwayne Johnson und Kevin Hart vor ein paar Wochen gehört für mich zu den amüsantesten aller Folgen. Könnt Ihr natürlich bei Youtube finden.

4. Aber noch weit mehr freue  ich mich darauf, mit der Familie und Freunden gemütliche Stunden zu verbringen. Mit Sicherheit wird dabei das ein oder andere Gesellschaftsspiel gespielt werden und sich mehr oder weniger darüber aufgeregt 🙂 . Trotzdem immer wieder schön.

5. Bei den einen ist es verpönt, bei anderen überaus beliebt, auch mal Bücher zu verschenken. Ich für meinen Teil liebe es, Bücher zu schenken, aber genauso zu bekommen. Jedoch nur unter der Voraussetzung, dass man auch wirklich sicher ist, welches Buch sich für den Beschenkten eignet bzw. er/sie sich konkret wünscht. Sonst kann es nämlich schnell schiefgehen oder als Verlegenheitsgeschenk enttarnt werden. 

6. Die Weihnachtszeit ist ja schon auch in weiten Teilen von einem gewissen Konsumdenken beseelt. Bei uns derweil steht das Kaufen nicht im Vordergrund, doch ganz ohne Geschenke möchten wir es auch nicht halten. Wie immer im Leben ist das gesunde Maß angesagt.

7. Zuletzt habe ich The Witcher angetestet und das war wohl nichts für mich, weil als Zielgruppe vermutlich eher die Fans des Spiels und Freunde von GoT anvisiert werden. Ich werde ihm mit Folge 2 aber noch eine Chance geben.

Media Monday #442: Stimmt doch gar nicht, ekelig, übertrieben

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Hoffentlich habt Ihr einen gemütlichen 3. Advent verbracht. Bevor wir uns weiter in die Vorbereitungen aufs Fest werfen (oder auch nicht), würde ich mich freuen, wenn Ihr Euch ein bisschen Zeit für die neue Ausgabe des Media Mondays nehmen würdet. Wie immer findet Ihr auf Wulfs Medienjournal alle TeilnehmerInnen der Aktion. Weiterlesen?

[Rezension] Boris Pasternak: Doktor Schiwago (Hörspiel)

Doktor Schiwago Hörbuch

Leicht fällt es nicht, die Handlung von Doktor Schiwago zusammenzufassen. Die äußere Struktur von Boris Pasternaks Roman folgt der Lebensgeschichte seines Titelhelden. Wer die wohl berühmteste Verfilmung kennt, könnte annehmen, dass die große Liebe zwischen ihm und Lara Feodorovna dabei im Zentrum steht. Doch diese ist lediglich ein Puzzlestück von vielen, die gleichwertig nebeneinander stehen. Erst in ihrer Gesamtheit entfaltet sich die ganze Wirkung, denn es werden zahlreiche Schicksale, philosophische und politische Betrachtungen sowie die wechselvolle Geschichte Russlands (Revolutionen, Kriege) zu einem Kaleidoskop der Zeit verbunden.

1958, dem Jahr, in dem Pasternak den Literaturnobelpreis erhalten sollte, ihn jedoch aus politischen Gründen ablehnte, Weiterlesen?

Unglückliche Liebe, Hass, Krieg und Vertreibung und trotzdem ist es so schön

Als die Freilichtbühne Tecklenburg ankündigte, 2019 Doktor Schiwago in den Spielplan aufzunehmen, war ich zuerst skeptisch. Einerseits fragte ich mich, wie sich ein Stück, das im winterlichen Russland angesiedelt ist, sich auf eine hochsommerliche Freiluftbühne transferieren lassen würde. Andererseits erinnerte ich mich an diverse Kritiken zur Leipziger Inszenierung, die nach meinem Eindruck mehrheitlich wenig begeistert ausgefallen waren. Weniger wegen der Aufführung selbst, sondern wegen des Musicals an und für sich. 

Nichtsdestotrotz kauften wir (natürlich) Karten, denn
a) waren wir im letzten Jahr so vom Gesamterlebnis begeistert, dass wir uns geschworen haben, der Bühne nun jedes Jahr einen Besuch abzustatten,
b) meine Mutter ein Fan des Klassikers mit Omar Sharif und Julie Christie ist. Nachdem sie ihn damals im Kino gesehen hat, hätte ich fast den Namen Larissa verpasst bekommen. Vor ein oder zwei Jahren haben wir außerdem den Film das letzte Mal im Fernsehen gesehen. Selbst wenn die Musik kein Überflieger sein würde,
wäre die Geschichte trotzdem den Besuch wert .
Eine Woche bevor wir uns aufmachten, fand die Premiere statt und natürlich las ich die entsprechenden Zeitungsberichte. Die fielen ziemlich euphorisch aus, so dass sie meine ohnehin vorhandene Vorfreude steigerte und ich dem Ganzen absolut positiv entgegensah.

Am 4. August machten wir uns also auf den Weg. Der Tag war recht warm und sonnig, aber keinesfalls so heiß wie bei der Premiere, als das Thermometer laut Berichten auf über dreißig Grad geklettert war. Perfektes Wetter für einen Abend an der frischen Luft.

Wer gerne eine Beschreibung des hübschen kleinen Tecklenburgs und des Weges zu und von der Aufführungsort lesen möchte, kann gerne meinen letztjährigen Bericht aufsuchen, in dem ich ein bisschen mehr das Gesamterlebnis beleuchte. Nur soviel: Ein Besuch ist immer wie ein Kurzurlaub, ein Ausflug an einen idyllischen Ort oberhalb des Rheins (nur ohne Rhein oder ein anderes Gewässer 😉 ).

Inhalt:

Die Handlung ist sehr umfangreich, weshalb sie hier nur grob wiedergegeben werden soll.

Wie der Titel vermuten lässt, steht Jurij Schiwago im Zentrum. Der Arzt und Dichter ist zwischen der Liebe zu seiner Jugendfreundin und Ehefrau Tonia und Larissa, seiner Geliebten, hin- und hergerissen. Lara ist wiederum mit dem Revolutionär und späteren Partisanen Pascha Antipov/Strelnikow verheiratet. Außerdem gibt es noch den Anwalt Viktor Komarovskij, der Jurijs Vater in den Ruin getrieben und Lara zu einer sexuellen Beziehung genötigt hat. Der Beziehungsreigen entfaltet sich vor dem Hintergrund des zaristischen Russlands, des Ersten Weltkriegs und der Oktoberrevolution, führt von Moskau aufs Land, von der Front in die Wälder zu den Partisanen.

Für seinen einzigen Roman erhielt Boris Pasternak 1958 den Literatur-Nobelpreis. Damit er überhaupt veröffentlicht werden konnte, musste er nach Mailand geschmuggelt werden, denn die Sowjetunion fühlte sich von Pasternaks politischer Einstellung bedroht. 1965 wurde das Werk von David Lean verfilmt und gewann fünf Oscars. Weiterlesen?

Media Monday #423: Von musikalischen Höhenflügen und filmischen Abstürzen

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Nach einem himmlischen musicalischen musikalischen Sonntagabend, der darüber hinaus noch sehr lange ging, folgt der Media Monday heute etwas später, aber nicht minder gerne. Sehen wir doch mal, welche Lücken es dieses Mal zu füllen gab und wie ich das gemacht habe. Alle übrigen TeilnehmerInnen findet Ihr wie üblich durch einen schnellen Klick aufs obige Bild. Weiterlesen?