Schlagwort-Archive: Drama

[Serienkritik] Behind Her Eyes (Sie weiß von dir) (Netflix)

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Louise (Simona Brown) lernt in einer Bar David (Tom Bateman) kennen. Sie verbringen den Abend miteinander und küssen sich beim Abschied. Am nächsten Morgen stellt die alleinerziehende Mutter fest, dass David als Psychologe in der Praxis anfängt, in der sie als Sekretärin arbeitet. Verheiratet ist er auch noch. Für Louise ist klar, dass sie die Beziehung zu ihm von jetzt an aufs Berufliche beschränken will. Wenig später stößt sie auf der Straße zufällig mit Adele (Eve Hewson), Davids Ehefrau zusammen. Das Paar ist gerade erst nach London gezogen und Adele kennt niemanden. So sucht sie Louises Freundschaft, bittet ihre neue Freundin jedoch, David nichts davon zu erzählen. Das bleibt nicht die einzige Merkwürdigkeit, die Louise auffällt. Immer stärker fragt sie sich, was zwischen dem Ehepaar vor sich geht. Dass sie bald doch eine Affäre mit David beginnt, verkompliziert die Dreieckskonstellation nicht nur, sondern führt zur Katastrophe.

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[Filmkritik] Little Women (2019) mit Spoilern!

Little Women erzählt die Geschichte der vier March-Schwestern zwischen 1861 und 1868 in den USA.

Achtung Spoiler-Kritik!

Mein erster Kontakt mit den Schwestern Meg, Jo, Beth und Amy war vor vielen Jahren die Verfilmung mit Katherine Hepburn. Ich würde sagen, es ist immer noch mein Lieblingsfilm, aber ich habe ihn seit Jahren nicht mehr gesehen. Wer weiß, ob es heute noch so wäre.
Auch die Verfilmungen mit Elizabeth Taylor und Winona Ryder kenne ich. Sogar die Miniserie mit Susan Dey und William Shatner (!) musste dran glauben.
Der Geschichte von Louisa May Alcott liegt eine humane Einstellung zugrunde und verbindet viele unterschiedliche Aspekte miteinander, so dass sie immer lohnend für eine Adaption ist. Der neueste Versuch hat mich allerdings sehr enttäuscht. Geahnt hatte ich das zwar, so dass ich nicht ins Kino gegangen bin, aber gehofft, es wäre anders. Unvoreingenommen habe ich mir Little Women nun endlich angesehen. Mein Bauchgefühl trog mich nicht, es fehlt dem Film an zu vielem, um mich zu beeindrucken. Weiterlesen

[Serienkritik] RUN (OV) (1. Staffel) (Sky)

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Während des Colleges waren Ruby und Billy (Domnhall Gleeson) ein Paar. Irgendwann trennten sie sich und inzwischen ist Ruby verheiratet und hat zwei Söhne, während Billy als Motivationscoach Erfolge feiert. Obwohl sie seither keinen Kontakt mehr hatten, bleibt ein gegenseitiges Versprechen bestehen. Wenn einer der beiden dem anderen eine Nachricht mit dem Inhalt „Run“ schreibt und der andere ebenso antwortet, dann treffen sie sich an der New Yorker Grand-Central-Station und flüchten zusammen.

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[Serienkritik] Dirty John 2. Staffel: Betty (Netflix)

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Am 5. November 1989 betritt Betty Broderick um halb sechs morgens das Schlafzimmer ihres Ex-Ehemanns Daniel T. Broderick III. und seiner zweiten Ehefrau Linda. Sie zückt einen Revolver und erschießt das schlafende Paar. Weiterlesen

[Filmkritik] Elegie der Langeweile mit einem großen Schuss Peinlichkeit: By the Sea

By the SEa

An einem heißen Sommertag fährt ein Sportwagen an der französischen Küste entlang. Irgendwann hält er in einem kleinen Ort und das Ehepaar Vanessa (Angelina Jolie) und Roland (Brad Pitt) steigen aus. Sie ist eine ehemalige Tänzerin, er ist Schriftsteller, beide sind Amerikaner. Sie quartieren sich im örtlichen Hotel ein, das im Vergleich zum restlichen Fischerörtchen ziemlich mondän wirkt. Roland baut seine Schreibmaschine auf und will an einem neuen Roman schreiben. Stattdessen verbringt er die Abende schließlich lieber trinkend in der nächsten Bar, denn nicht nur die Muse weigert sich hartnäckig, ihn zu küssen. Vanessa bleibt währenddessen lustlos im Hotel zurück oder wandert ziellos im Dorf umher. Eines Tages wird die lieblose Monotonie durch ein junges, frisch vermähltes Pärchen durchbrochen, das ins benachbarte Hotelzimmer einzieht. Lea (Mélanie Laurent) und Francois – bitte Häkchen unterm C mitdenken – (Melvil Poupaud ) haben das, was Vanessa und Roland verloren zu haben scheinen: Liebe und Sex. Doch dann entdeckt die Amerikanerin ein Loch in der Wand und kann der Versuchung nicht widerstehen, ihre Nachbarn zu beobachten.

Wer nach dem letzten Satz glaubt, ab dem beschriebenen Moment würde die Geschichte an Fahrt gewinnen, der Weiterlesen?

[Filmkritik] Im Netz der Versuchung oder heute kein Fang

Serenity

Spoiler-frei, dafür mit vielen maritimen Wortspielen 😉 .

Kriegsveteran Baker Dill lebt sehr zurückgezogen auf einer kleinen Insel vor der Küste Floridas. Seine Tage füllt er damit, aufs Meer hinauszufahren, zu fischen und  ab und an Touristen mit auf Angeltour zu nehmen. Häufig hat er finanzielle Probleme, weil er besessen davon ist, einen bestimmten Thunfisch zu fangen und darüber das Geldverdienen vernachlässigt.
Eines Tages reißt ihn die Begegnung mit seiner Ex-Frau aus dieser Routine. Sie will ihn anheuern, nicht nur einen Angelausflug mit ihrem gewalttätigen Ehemann zu unternehmen, sondern diesen dabei auch noch um die Ecke zu bringen. Wenn Baker es nicht für sie tun wolle, dann wenigstens für ihren gemeinsamen Sohn. Der habe sich völlig in sich zurückgezogen und beschäftige sich nur noch mit seinem Computer, um die häusliche Situation zu vergessen. Obwohl Karen ihrem Ex viel Geld bietet, will der anfangs nichts von dem infamen Mordplan wissen. Doch dann lernt Baker besagten Ehemann kennen und der ist tatsächlich noch ätzender als gedacht.

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[Filmkritik] 1917: Ein Krieg, zwei Soldaten, ein Schnitt (Spoiler-frei)

1917

Zur Kritik mit Spoilern geht es HIER.

Am 6. April 1917 werden die zwei jungen britischen Soldaten Schofield (George MacKay) und Blake (Dean-Charles Chapman) auf einen selbstmörderischen Botengang durch die feindlichen Linien geschickt. Wenn sie es nicht innerhalb weniger Stunden schaffen, ein eingeschlossenes Regiment zu warnen, werden 1600 Soldaten in eine Falle der Deutschen geraten und darin umkommen.

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[Filmkritik] 1917: Ein Krieg, zwei Soldaten, ein Schnitt

1917

KRITIK enthält SPOILER

Zur Spoiler freien Kritik geht es HIER.

Am 6. April 1917 werden die zwei jungen britischen Soldaten Schofield (George MacKay) und Blake (Dean-Charles Chapman) auf einen selbstmörderischen Botengang durch die feindlichen Linien geschickt. Wenn sie es nicht innerhalb weniger Stunden schaffen, ein eingeschlossenes Regiment zu warnen, werden 1600 Soldaten in eine Falle der Deutschen geraten und darin umkommen.

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Wir müssen reden über: Doctor Foster Season 1

Im Gegensatz zu den üblichen Kritiken wird dieser Beitrag Spoiler enthalten, um die Kritikpunkte anhand von Beispiele zu verdeutlichen.

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Gemma glaubt eine glückliche Ehe zu führen, muss jedoch feststellen, dass ihr Ehemann Simon sie seit zwei Jahren mit einer Jüngeren betrügt. Nach und nach erkennt sie, dass so gut wie jeder in ihrer Umgebung schon lange von der Affäre weiß. Statt Simon zur Rede zu stellen, schweigt auch sie und versucht, ihre Ehe zu retten. Auch in ihrer Arztpraxis gibt es zunehmend Probleme und sie vergrößern sich, als Gemmas Privat- und Berufsleben kollidieren.

Das fünfteilige BBC-Drama vom Herbst 2015 mit Suranne Jones und Bertie Clavel in den Hauptrollen erhielt hohe Einschaltquoten und zahlreiche positive Kritiken. Deshalb wurde vor kurzem die Produktion einer zweiten Staffel angekündigt.

Einerseits besticht Doctor Foster durch Dialoge und Bilder. Beides wirkt kühl, aber gleichzeitig pointiert und sehr auf das Wesentliche fokussiert. Doctor Foster führt eindrucksvoll vor, wie aus Liebe Hass wird.

Die Besetzung ist passend und glaubwürdig. Auch ihre Arbeit macht sie vorbildhaft. Erzählt wird die Geschichte vor allem aus Gemmas Perspektive. Die Fokussierung auf ihre Person, schlägt sich in zahlreichen Nahaufnahmen nieder. Suranne Jones zeigt eine große darstellerische Bandbreite, wenn sie die unterschiedlichen Seelenzustände ihrer Figur darstellt. Ja, sie ist wirklich der Star der Show.

Andererseits gaukelt die Inszenierung vor, mehr zu sein als die Geschichte schließlich halten kann. Weiterlesen?

[Filmkritik] My old Lady – Eine Erbschaft in Paris

Diviners

Dauer: 104 Min.

Darsteller: Maggie Smith, Kevin Kline, Kristin Scott Thomas

Jahr: 2013

Genre: Drama, Komödie, Romanze

Mathias Gold aus New York erbt von seinem Vater wenige persönliche Dinge und eine Wohnung in Paris. Da die Hauptstadt nicht gerade für ihre günstigen Immobilien bekannt ist, erhofft er sich wenigstens vom Verkauf des Appartements ein hübsches Sümmchen, das seine Geldsorgen beendet. Also nimmt er sein letztes Geld und bucht einen Flug nach Europa.

In Paris muss Mathias feststellen, dass die Wohnung von der 92-jährigen Mathilde und ihrer Tochter Chloé bewohnt wird. Doch leider kann er ihnen nicht kündigen, denn sein Vater hat mit ihr eine sogenannte Immobilienleibrente vereinbart, die es in der Form nur in Frankreich gibt. Statt im Zuge des Verkaufs einmalig eine große Summe zu entrichten, erhält der Vorbesitzer eine monatliche Rente und lebenslanges Wohnrecht. Der Erbe erhält also kein Geld, sondern muss vielmehr der alten Dame 2400€ pro Monat zahlen. Da er sich aber nicht mal ein Hotel leisten kann, erlaubt Mathilde ihm dankenswerter Weise erst mal bei ihnen zu wohnen. Während er nun versucht, eine Möglichkeit zu finden, das Appartement doch noch zu Geld zu machen, erfährt er immer mehr über seine Mitbewohnerinnen, aber auch über seinen Vater und die eigene Vergangenheit. Weiterlesen?