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[Rezension] Anna Seghers: Das siebte Kreuz

GärtnerinVersailles

„Und wenn er auch nur noch die Kraft für eine einzige winzig kleine Bewegung hatte, auf die Freiheit hin, wie sinnlos und nutzlos diese Bewegung auch sein mochte, er wollte diese Bewegung doch noch gemacht haben.“

Jeder Leser dürfte die Situation kennen, wenn ihn das Gefühl beschleicht, dass das Buch, in welches er versunken ist, zu einem Lieblingsbuch werden könnte. Während er weiterliest, verdichtet sich das Gefühl zur Gewissheit. Er spürt eine merkwürdige Magie, so als würde die Geschichte, die Sätze, die Formulierungen ihn persönlich meinen. Er fühlt sich aufgesogen, verstanden, ergriffen. Die Buchstaben berühren etwas im Inneren, in der Seele. Ein Ton trifft auf einen Resonanzboden. So kann es dem Leser mit Das siebte Kreuz gehen. Es beweist, dass Klassiker nicht ohne Grund als solche bezeichnet werden. Weiterlesen?

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