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Trailer-Tipp #17: Vom fantastischen Sprachmagier

Als Peter Jackson den ersten Teil seiner Herr-der-Ringe-Trilogie in die Kinos brachte, hatte er mich sofort um den Finger gewickelt. Ich habe jeden Film mehrfach auf der großen Leinwand gesehen, anlässlich von Die Rückkehr des Königs natürlich inklusive der beiden Vorgänger, was dazu führte, dass die Augenlider während des neuen Teils schwer wurden, später gab es natürlich die Extended Versions auf DVD. Auch für Der kleine Hobbit habe ich mich noch ins Kino bemüht, sogar noch für den zweiten Teil, aber den dritten habe ich bis heute nicht gesehen und möchte es auch nicht.
Die Bücher habe ich übrigens beschämender Weise auch (noch) nicht gelesen, obwohl sie schon lange meine Bücherregale bestücken. Was hat das mit dem heutigen Tipp zu tun? Naja, es geht um den Trailer zum Film Tolkien, der von jenem großen Autor des wohl berühmtesten fantastischen Werks handelt. Die Bilder sehen sehr gut aus, die Herangehensweise bzw. Umsetzung  wirkt vielversprechend  und ich mag Nicholas Hoult sehr gerne. Spricht alles dafür, dem Film eine Chance zu geben.

 

Der Starttermin ist in Deutschland für den 20. Juni 2019 geplant.

[Rezension] Zamonischer Snack

Der Bücherdrache

Der große Dichter Hildegunst von Mythenmetz trifft auf Hildegunst Zwei, den Buchling, der Mythenmetz‘ Werke auswendig lernt. Der kleine Buchling möchte erfahren, wie man eine Geschichte schreibt. Also lässt sein Vorbild ihn von seinem größten Erlebnis erzählen. Und so lesen wir von Hildegunst Zweis gefährlichem Abenteuer, das den Buchling aus der Ledernen Grotte durch die Katakomben in den Ormsumpf und zum legendären Bücherdrachen führte und einen geheimen Freundschaftsbund schmiedete.

Seit vielen Jahren wartet die ebenso große wie treue Fangemeinde von Walter Moers auf die Fortsetzung seines vor Fantasie überbordenden Romans Die Stadt der Träumenden Bücher. In der Zwischenzeit hält er sie mit Das Labyrinth der Träumenden Bücher, Prinzessin Insomnia und der alptraumfarbene Nachtmahr, Weihnachten auf der Lindwurmfeste und nun Der Bücherdrache bei Laune, was sie ihm danken, indem sie die Werke in den Stand von Bestsellern erheben. Und in gewissem Maße zu Recht, denn mit Zamonien hat Moers eine fantastische Welt erschaffen, der man immer wieder gerne einen Besuch abstattet. Sein Humor macht das Ganze zu einem kurzweiligen Lesevergnügen. Natürlich trifft das ebenso auf Der Bücherdrache zu. Doch wenn man die rosarote Brille und die Glückseligkeit, ein neues Werk von Moers lesen zu dürfen, ablegt, die lebendigen und fabelhaften Beschreibungen zur Seite schiebt, bleibt vom neuen Werk nicht vielmehr als eine dünne und vorhersehbare Kurzgeschichte. Und noch strenger besehen, besteht das Buch nur aus Gesprächen und einer Varianz von Schauplätzen, Spannung entsteht keine und das Erzähltempo ist mehr als gemächlich. Selbst die Zeichnungen wirken bekannt und sind nicht so ideenreich wie die früherer Zeiten. Ist es wirklich so oder ist der Reiz des Neuen einfach nur verflogen? Natürlich scheint immer wieder der typische feine Humor durch und die Geschichte ist gespickt mit literarischen Anspielungen, aber sie strotzt davon nicht Die Stadt der Träumenden Bücher. Der geringe Umfang kann nicht als Ausrede geltend gemacht werden, denn auch auf wenigen Seiten können fantasievolle Dinge Platz finden. Zwar scheint es, als solle Der Bücherdrache als Vorwort zu etwas Größerem dienen, aber es ist ungewiss, ob das wirklich so ist.

Selten fällt es so schwer, eine angemessene und ungetrübte Bewertung zu finden. Die grundsätzliche Begeisterung für Moers‘ Erfindungsreichtum und Humor, die er in früheren Werken so fulminant gezeigt hat, überträgt sich in gewissem Maß auf jedes seiner Werke. Man ist ihnen grundsätzlich wohlgesonnen. Andererseits werden sie an ihrem Vorgänger gemessen und fallen zusehends dagegen ab. Schon Weihnachten auf der Lindwurmfeste war ein zu dünnes und etwas zu ideenlos für einen Walter Moers. Leider setzt sich der Trend mit seinem neuen Buch fort. Nichtsdestotrotz ist es immer wieder interessant und entspannend Zamonien zu besuchen und man muss es einfach lieben. Schon allein aus alter Verbundenheit muss es einen Bewertungspunkt zusätzlich geben. Hoffentlich wird Moers‘ nächstes Werk wirklich wieder der große Wurf, auf den seine Fans schon so lange hoffen. Bis dahin bietet Der Bücherdrache eine wenig gehaltvolle, aber kurzweilige Zwischenmahlzeit.

Vielen Dank an den Penguin Verlag und das Bloggerportal, die ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

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Der Bücherdrache, Walter Moers, Penguin Verlag 2019.

[Rezension] Stefan Bachmann – Palast der Finsternis

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Die siebzehnjährige Anouk und vier weitere Jugendliche werden für eine Expedition ausgewählt, die in einen sagenumwobenen unterirdischen Palast führen soll. Erbaut wurde er durch den Grafen Bessancourt während der Französischen Revolution. In Frankreich angekommen, läuft jedoch erst alles anders als geplant und dann völlig aus dem Ruder. Die Frage, welche Geheimnisse der Schmetterlingspalast birgt, entscheidet schließlich über Leben und Tod. Weiterlesen?

[Rezension] Kai Meyer: Phantasmen

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Überall auf der Welt erscheinen nach und nach die Geister von Toten. Sie leuchten, stehen einfach da und drehen sich im Lauf der Sonne um die eigene Achse.
Rain und ihre Schwester erwarten in der spanischen Wüste die Geister ihrer Eltern, die dort bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen sind. Sie wollen sich verabschieden, die Trauer abschließen. Ein junger Amerikaner ist ebenfalls da. Vermutlich hat auch er jemanden an Bord verloren. Als sich die Geister zeigen, legt sich plötzlich ein Grinsen auf ihr Gesicht. Ein tödliches.  Weiterlesen?

[Blogprojekt] 100 Creative Challenges #19

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Nach einer gefühlten Ewigkeit gibt es heute wieder einen Beitrag zu dieser tollen Aktion, die von Hotaru initiiert worden ist. Dabei kann man sich aus 100 kreativen Herausforderungen die heraussuchen, die einen inspirieren und die man gerne erfüllen möchte. Ein Besuch auf Ihrem Blog lohnt in jedem Fall, aber Ihr findet dort auch alle weiteren Details und Teilnehmer zu dieser Aktion.

Meine heutige Aufgabe lautet:

Schreibe eine Fantasygeschichte mit max. 10 Wörtern. Bonus: Illustriere sie.

Auf den Bonus habe ich wie immer verzichtet, da ich leider nicht besonders gut zeichnen kann. Dafür habe ich mich aber nicht mit einer Geschichte begnügt, sondern gleich 4 rausgehauen. Es macht einfach zu großen Spaß. Den wünsche ich nun auch Euch mit den Fantasy-Häppchen für Zwischendurch ;).

Die Zwergenhöhle war verlassen. Bis auf die Dracheneischale.

Nur das Licht der Zauberer erhellte noch die Dunkle Zeit.

Taschendieb Raskell beklaute am liebsten Oger. Bis heute.

Der Ewige Krieg zwischen Menschen und Quaraz wird enden. Jetzt.

[Rezension] Andreas Brandhorst: Die Stadt

DieStadt

Benjamin Hartmann ist tot. Die letzten Sekunden seines Lebens verstrichen auf einer Straße. Das jedenfalls glaubte er bis er sich plötzlich auf einer anderen Straße wiederfindet. In einer fremden Stadt. Was ist mit ihm geschehen? Ist er gar nicht gestorben? Oder sieht so etwa das Jenseits aus?

Die Grundidee besticht gleichermaßen durch Einfachheit und Einfallsreichtum. Weiterlesen?

[Rezension] Kirsty Logan: The Gracekeepers

TheGracekeeper

Die Oberfläche der Erde ist bis auf einige Inseln von Wasser bedeckt. Dementsprechend teilt sich die Bevölkerung in Landbewohner und in jene, die ihr Leben auf See verbringen.

Das Zirkusschiff Excalibur reist von Insel zu Insel, abends wird der Zirkus aufgebaut und die Vorstellung beginnt. Clowns und Pferde, Akrobaten und Tänzer unterhalten das Publikum, doch die Attraktion bildet das Mädchen North mit ihrem Bären. Denn diese wilden, anscheinend unzähmbaren Tiere sind sehr selten geworden und faszinieren das Publikum daher umso mehr.

Überzeugt, sich schuldig gemacht zu haben, hat die junge Callanish sich entschieden, ein gracekeeper zu werden. Als solcher besteht ihre Aufgabe darin, Seebestattungen durchzuführen. Doch das zurückgezogene Leben hilft ihr auch, zu verbergen, dass sie mit besonderen Merkmalen geboren wurde.

Ein Sturm führt Callanish und North zusammen und beide spüren, das es ein Neubeginn sein könnte. Doch ganz so einfach wird er nicht zu erreichen sein. Weiterlesen?