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[Rezension] Queen mehrdimensional

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Brian May, Gitarrist von Queen, hat nicht nur ein Faible für Musik und Astronomie, sondern auch für Fotografie. Daraus ergab sich, dass er früh die Möglichkeiten auslotete, die die Technik bot. Schon als Junge schoss er Fotos mit 3-D-Effekt, die sogar ins Buch integriert wurden. Natürlich blieb Brian seiner Leidenschaft für die Fotografie auch treu, nachdem sich Queen 1970 gegründet hatte. Es entstanden unzählige Schnappschüsse vor und hinter den Bühnen der Welt, während Dreharbeiten zu ihren Videos oder Plattenaufnahmen sowie privaten Schnappschüssen.
In Queen in 3-D (Stereoscopic Book) werden die Aufnahmen erstmals veröffentlicht. Das ist aber noch nicht alles, was das großformatige Buch zu bieten hat. Außerdem erzählt Brian May höchstpersönlich, was hinter jedem Foto steckt, wann und wo es aufgenommen wurde.

Ergänzt wird das Ganze durch Fotografien vom Musical We will rock you und der Konzerte von Brian May und Roger Taylor mit Paul Rodgers bzw. Adam Lambert. Es hängt von den persönlichen Präferenzen ab, wie man zu diesen Projekten steht. Allerdings sind diese Abschnitte schon unter chronologischen Gesichtspunkten bedeutsam. Zudem sind die Fotos schon aufgrund des 3-D-Effekts sehenswert und bieten tolle Perspektiven, z.B. wenn daraus ein Selfiestick herausragt. Die 2. Auflage enthält darüber hinaus sogar noch Material vom kürzlich erschienen Kinofilm Bohemian Rhapsody.

Queen in 3-D ist ein wirkliches Schatzkästlein für alle Queen-Fans.
Einerseits eröffnen die Fotos einen spannenden Blick hinter die Kulissen der Bandgeschichte. Andererseits ist es ein Abenteuer, sie per mitgelieferter Brille zum Leben zu erwecken. Das klappt durchaus nicht auf Anhieb, aber bald hat man den Kniff raus. Man muss einfach in die Mitte der zwei betreffenden Bilder schauen, sich ihnen langsam mit der Brille vor den Augen und dann schaltet das Auge auf räumliche Sicht um. Die Wirkung ist echt beeindruckend und faszinierend. Das hat den Effekt, dass man immer weiter und immer wieder durch die Seiten stöbert. Bei entsprechenden Aufnahmen entsteht der Eindruck, wirklich im Konzertpublikum zu stehen oder dass einem Dinge entgegenkommen.
Die Texte von Brian May sind gleichermaßen humorvoll wie informativ und jeder noch so gut informierte Fan wird noch etwas Neues erfahren. Garantiert. Aufgrund dessen ist das Buch auch vielmehr als ein reiner Bildband.

Es lässt sich also mit Fug und Recht behaupten, dass es Queen in 3-D an nichts fehlt. Die bisher unveröffentlichten Fotos und der Begleittext eröffnen ein umfassendes Bild auf Brian May und Queen. Die 3-D-Optik ist für sich schon eine faszinierende Erfahrung, umso aufregender und großartiger wird sie durch den unverfälschten Blick eines Insiders auf eine der besten Bands der Welt. Es ist dem Ganzen anzumerken, dass Brian May bei der Konzeption immer die Fans im Sinn hatte und was ihnen wichtig sein könnte. Für Fans ist das Buch aus all diesen Gründen eine uneingeschränkte Empfehlung! Aber auch für Interessierte oder Neugierige lohnt sich ein Blick allemal. Es ist in jedem Fall ein Erlebnis!

5/5 Schreibmaschinen

5Writer

Brian May, Queen in 3-D (Stereoscopic Book), 2nd Edition, London Stereoscopic Company  2018.

Die erste Edition ist auch auf Deutsch erhältlich.

[Filmkritik] A Star is born und es ist nicht Lady GaGa

A Star is born

Wenn man vorher einen packenden Trailer sieht,
ein stimmungsvolles, charismatisches Musikvideo wieder und wieder anschaut,
von Oscar-reifen Leistungen liest,
erwartet man von dem betreffenden Film eine emotionale Achterbahnfahrt… Weiterlesen?

[Filmkritik] Equals – Euch gehört die Zukunft (2015)

 

Equals Poster

Irgendwann in der Zukunft:

Die Überlebenden eines globalen Atomkriegs konnten eine neue Gesellschaft aufbauen. Da sie in den Emotionen der Menschen die Ursache für Krieg und Gewalt sehen, haben Wissenschaftler eine Methode entwickelt, diese schon vor der Geburt auszuschalten. Allerdings werden manche Menschen irgendwann vom S(witch)-O(n)-Syndrom ergriffen, das die Gefühle zurückbringt. Erste Symptome können noch behandelt werden. Im Endstadium der Krankheit begehen die Betroffenen jedoch entweder Selbstmord oder verschwinden auf Nimmerwiedersehen in einer Spezialklinik.

Silas (Nicholas Hoult) trägt die gleiche Kleidung wie alle anderen. Er lebt in einem Appartement, das den Wohnungen seiner Nachbarn ähnelt. Seine Zeit ist wie die aller streng geregelt. Jeder Tag entspricht dem vorhergehenden und dem nachfolgenden. Die Eintönigkeit stört niemanden, da niemand etwas fühlt. Doch eines Tages spürt Silas doch etwas. Er ist zutiefst verwirrt und verängstigt. Niemand möchte das SO-Syndrom haben, denn es macht einen zum Aussätzigen. Der Arzt verschreibt Silas Medikamente, die jedoch nicht helfen. Der junge Mann versucht trotzdem ein normales Leben zu führen. Geht zur Arbeit. Aber immer häufiger kann er seinen Blick nicht von seiner Arbeitskollegin Nia (Kristen Stewart) abwenden. Warum ist er nur so fasziniert von ihr? Sie gibt ihm deutlich zu verstehen, dass sie keine Gefühle für ihn hegt. Doch dann entdeckt er Anzeichen, dass auch sie vom SOS-Syndrom betroffen sein könnte. Weiterlesen?

„Wunderbare Warenwelt“ #7: Anno 1968

 Willkommen zum letzten Teil in der Reihe „Wunderbare Warenwelt Anno 1968“. Eigentlich geht es dabei weniger um Konsumgüter im klassischen Sinn als um das Kino-bzw. Filmwesen. Die folgenden Anzeigen sind wieder aus der Hannoverschen Allgemeinen vom 9. Juli 1968. Weiterlesen?

[Filmkritik] Doctor Strange

dstrangec/o Marvel/Disney

Neurochirurg Doctor Stephen Strange ist begnadet, aber auch arrogant. Als er eines Abends einen Autounfall hat, tragen seine Hände schwerste Verletzungen davon. Auch mehrere Operationen können sie nicht wieder soweit herstellen, dass er in seinen Beruf zurückkehren könnte. Damit kann und will er sich nicht abfinden, resigniert schon fast als er er von einem Patienten erfährt, der ebenfalls schwerste Nervenschäden litt aber wie durch ein Wunder wieder völlig gesund wurde. Als Doctor Strange ihn findet, erfährt er von einem Ort, an dem der Mann geheilt worden sein will. So unrealistisch die Geschichte in seinen Ohren klingt, reist er dennoch nach Kathmandu und gelangt schließlich in ein Kloster. Es wird von der geheimnisvollen Ancient One geleitet, die den Doctor trotz Zweifel in den Kreis ihrer Schüler aufnimmt. Denn kurz zuvor hat sich ein anderer Schüler von ihr losgesagt und sich mit dem Wunsch nach dem ewigen Leben auf einen unheilvollen Weg begeben. Weiterlesen?

[Filmkritik] Genius – Die tausend Seiten einer Freundschaft

Genius

Darsteller: Jude Law, Colin Firth, Nicole Kidman, Laura Linney, Guy Pearce, Dominic West u.a.

Dauer: 104 Min

Genre: Biopic, Drama

Lektor Maxwell Perkins zählt Literaten wie F. Scott Fitzgerald und Ernest Hemingway zu seinen Entdeckungen. Eines Tages erhält ein außergewöhnliches Manuskript, dass überall abgelehnt wurde. Viele Seiten, lange Absätze und dennoch ist Perkins überwältigt und entschließt sich, es zu verlegen. Aufgrund des großen Umfangs sind drastische Kürzungen nötig und so beginnt die Zusammenarbeit zwischen Perkins und Thomas Wolfe. Eine Arbeit, die beide auf ihre Weise fordert und trotz aller Unterschiede eine tiefe Freundschaft entstehen lässt. Weiterlesen?

[Filmkritik] Flieg Adler flieg

EddieTheEagle

Genre: Komödie

Besetzung: Taron Egerton, Hugh Jackman, Iris Berben, Jo Hartley, Mark Benton, Tim   McInnernly etc.

Produktionsland: GB, USA, Deutschland

Jahr: 2016

Laufzeit: 106 Minuten

Michael Edwards, genannt Eddie muss als Kind „wegen weicher Knie“ ein Jahr im Krankenhaus verbringen und Beinschienen tragen. Außerdem trägt er eine dicke Brille. Alles denkbar schlechte Voraussetzungen für einen angehenden Sportler. Als der Arzt rät, zu Lesen statt Sport zu machen, bekommt Eddie sein erstes Buch geschenkt. Es handelt von den Olympischen Spielen und für ihn ist ein neuer Traum geboren. Er will unbedingt Olympionike werden. Weiterlesen?