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Trailer-Tipp #19: Hinter dem schönen Schein von Hollywood

Judy

 

Hey, I’m back! Mein Computer ist repariert und ich weihe seine Rückkehr mit einem neuen Trailer-Tipp ein.

Es handelt sich um das Biopic Judy, in dem Renée Zellweger die Schauspielerin und Sängerin Judy Garland darstellt. Ich sehe ja sehr gerne alte Filme und darunter waren natürlich auch die ein oder anderen mit Mrs. Garland. Wem der Name nichts sagt, der kann jedoch bestimmt etwas mit Der Zauberer von Oz anfangen, in dem sie die Hauptfigur Dorothy gespielt hat (angeblich begann sie dafür mit Diätpillen, die ihre spätere Abhängigkeit begründeten). Außerdem ist sie die Mutter von Liza Minelli, die in Cabaret ihre Paraderolle gefunden hat. Abgesehen von Klassikern sehe ich ebenfalls sehr gerne Filme, die hinter die Kulissen der Traumfabrik führen und das Leben der Stars beleuchten. Vor einiger Zeit habe ich den Zweiteiler Life with Judy Garland: Me and My Shadows mit Judy Davis und Hugh Laurie gesehen, den ich sehr spannend fand und der sogar fünf Emmys gewonnen hat. Dementsprechend habe ich auch Interesse am neuen Biopic. Im Gegensatz zum Zweiteiler konzentriert sich der aktuelle Film auf die späte Phase ihres Lebens, was Angesichts der Tatsache, dass sie nur 47 Jahre geworden ist, etwas merkwürdig klingt. Im Gegensatz zu Bohemian Rhapsody oder Rocketman spielt die Musik hier aber keine besondere Rolle, sondern es wird straight die (tragische) Geschichte erzählt. Geht man nach dem Trailer (was wir ja momentan müssen), dann könnte Renée Zellweger hier wirklich ihr Meisterstück ablegen. Lange Rede, kurzer Sinn. Ich bin gespannt und werde mir Judy auf dem ein oder anderen Weg mit Sicherheit anschauen.

Leider gibt es noch keinen deutschen Starttermin, in Großbritannien wird Judy voraussichtlich am 4. Oktober 2019 in die Kinos kommen. Hoffentlich wird er recht zügig dann auch hier zu sehen sein.

Hinweis auf Werbung, aber eigentlich handelt es sich nur um meine subjektive Meinung.

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[Filmkritik] Rocketman (2019)

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Achtung leichte Spoiler! Weiterlesen?

[Rezension] Queen mehrdimensional

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Brian May, Gitarrist von Queen, hat nicht nur ein Faible für Musik und Astronomie, sondern auch für Fotografie. Daraus ergab sich, dass er früh die Möglichkeiten auslotete, die die Technik bot. Schon als Junge schoss er Fotos mit 3-D-Effekt, die sogar ins Buch integriert wurden. Natürlich blieb Brian seiner Leidenschaft für die Fotografie auch treu, nachdem sich Queen 1970 gegründet hatte. Es entstanden unzählige Schnappschüsse vor und hinter den Bühnen der Welt, während Dreharbeiten zu ihren Videos oder Plattenaufnahmen sowie privaten Schnappschüssen.
In Queen in 3-D (Stereoscopic Book) werden die Aufnahmen erstmals veröffentlicht. Das ist aber noch nicht alles, was das großformatige Buch zu bieten hat. Außerdem erzählt Brian May höchstpersönlich, was hinter jedem Foto steckt, wann und wo es aufgenommen wurde.

Ergänzt wird das Ganze durch Fotografien vom Musical We will rock you und der Konzerte von Brian May und Roger Taylor mit Paul Rodgers bzw. Adam Lambert. Es hängt von den persönlichen Präferenzen ab, wie man zu diesen Projekten steht. Allerdings sind diese Abschnitte schon unter chronologischen Gesichtspunkten bedeutsam. Zudem sind die Fotos schon aufgrund des 3-D-Effekts sehenswert und bieten tolle Perspektiven, z.B. wenn daraus ein Selfiestick herausragt. Die 2. Auflage enthält darüber hinaus sogar noch Material vom kürzlich erschienen Kinofilm Bohemian Rhapsody.

Queen in 3-D ist ein wirkliches Schatzkästlein für alle Queen-Fans.
Einerseits eröffnen die Fotos einen spannenden Blick hinter die Kulissen der Bandgeschichte. Andererseits ist es ein Abenteuer, sie per mitgelieferter Brille zum Leben zu erwecken. Das klappt durchaus nicht auf Anhieb, aber bald hat man den Kniff raus. Man muss einfach in die Mitte der zwei betreffenden Bilder schauen, sich ihnen langsam mit der Brille vor den Augen und dann schaltet das Auge auf räumliche Sicht um. Die Wirkung ist echt beeindruckend und faszinierend. Das hat den Effekt, dass man immer weiter und immer wieder durch die Seiten stöbert. Bei entsprechenden Aufnahmen entsteht der Eindruck, wirklich im Konzertpublikum zu stehen oder dass einem Dinge entgegenkommen.
Die Texte von Brian May sind gleichermaßen humorvoll wie informativ und jeder noch so gut informierte Fan wird noch etwas Neues erfahren. Garantiert. Aufgrund dessen ist das Buch auch vielmehr als ein reiner Bildband.

Es lässt sich also mit Fug und Recht behaupten, dass es Queen in 3-D an nichts fehlt. Die bisher unveröffentlichten Fotos und der Begleittext eröffnen ein umfassendes Bild auf Brian May und Queen. Die 3-D-Optik ist für sich schon eine faszinierende Erfahrung, umso aufregender und großartiger wird sie durch den unverfälschten Blick eines Insiders auf eine der besten Bands der Welt. Es ist dem Ganzen anzumerken, dass Brian May bei der Konzeption immer die Fans im Sinn hatte und was ihnen wichtig sein könnte. Für Fans ist das Buch aus all diesen Gründen eine uneingeschränkte Empfehlung! Aber auch für Interessierte oder Neugierige lohnt sich ein Blick allemal. Es ist in jedem Fall ein Erlebnis!

5/5 Schreibmaschinen

5Writer

Brian May, Queen in 3-D (Stereoscopic Book), 2nd Edition, London Stereoscopic Company  2018.

Die erste Edition ist auch auf Deutsch erhältlich.

[Filmkritik] A Star is born und es ist nicht Lady GaGa

A Star is born

Wenn man vorher einen packenden Trailer sieht,
ein stimmungsvolles, charismatisches Musikvideo wieder und wieder anschaut,
von Oscar-reifen Leistungen liest,
erwartet man von dem betreffenden Film eine emotionale Achterbahnfahrt… Weiterlesen?

Trailer-Tipp #12

Filme, die sich um Bücher, SchriftstellerInnen und das Schreiben drehen, schaue ich sehr gerne, wie Ihr bestimmt schon mitbekommen habt. The Wife mit Glenn Close und Jonathan Pryce fällt genau in diese Kategorien.

Vierzig Jahre hat sich Joan ihrem Ehemann, dem angesehenen Schriftsteller Joe, und seiner Karriere gewidmet. Sie hat über seine Affären hinweggesehen und hingenommen, in seinem Schatten zu stehen. Nun reist sie mit ihm nach Stockholm, wo er den Literaturnobelpreis verliehen bekommen soll. Joan lässt ihr Leben Revue passieren und muss entscheiden, ob sie es in gleicher Weise weiterführen möchte.

Allein der Trailer lässt mich vermuten, dass Glenn Close hier eine Meisterleistung abliefert. Eine Ahnung, welches Geheimnis hinter Joes Erfolg stehen könnte, habe ich auch schon. Vermutlich wird mich der Film aufgrund der Thematik sehr sauer machen, aber ich glaube, er ist sehr spannend und aussagekräftig.

Einen voraussichtlichen Starttermin für die deutschen Kinos gibt es leider noch nicht. Hoffentlich ändert sich das bald!

[Filmkritik] Equals – Euch gehört die Zukunft (2015)

 

Equals Poster

Irgendwann in der Zukunft:

Die Überlebenden eines globalen Atomkriegs konnten eine neue Gesellschaft aufbauen. Da sie in den Emotionen der Menschen die Ursache für Krieg und Gewalt sehen, haben Wissenschaftler eine Methode entwickelt, diese schon vor der Geburt auszuschalten. Allerdings werden manche Menschen irgendwann vom S(witch)-O(n)-Syndrom ergriffen, das die Gefühle zurückbringt. Erste Symptome können noch behandelt werden. Im Endstadium der Krankheit begehen die Betroffenen jedoch entweder Selbstmord oder verschwinden auf Nimmerwiedersehen in einer Spezialklinik.

Silas (Nicholas Hoult) trägt die gleiche Kleidung wie alle anderen. Er lebt in einem Appartement, das den Wohnungen seiner Nachbarn ähnelt. Seine Zeit ist wie die aller streng geregelt. Jeder Tag entspricht dem vorhergehenden und dem nachfolgenden. Die Eintönigkeit stört niemanden, da niemand etwas fühlt. Doch eines Tages spürt Silas doch etwas. Er ist zutiefst verwirrt und verängstigt. Niemand möchte das SO-Syndrom haben, denn es macht einen zum Aussätzigen. Der Arzt verschreibt Silas Medikamente, die jedoch nicht helfen. Der junge Mann versucht trotzdem ein normales Leben zu führen. Geht zur Arbeit. Aber immer häufiger kann er seinen Blick nicht von seiner Arbeitskollegin Nia (Kristen Stewart) abwenden. Warum ist er nur so fasziniert von ihr? Sie gibt ihm deutlich zu verstehen, dass sie keine Gefühle für ihn hegt. Doch dann entdeckt er Anzeichen, dass auch sie vom SOS-Syndrom betroffen sein könnte. Weiterlesen?