Schlagwort-Archive: Filmbesprechung

[Filmkritik] Yesterday: Beatles-Hits mit angezogener Handbremse

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Folgende Kritik beinhaltet Spoiler, die mit SPOILER angekündigt werden und dann in weißer Schrift auftauchen. Um sie zu lesen, bitte einfach den Text markieren.

Yesterday

All my troubles seemed so far away

Wer kennt nicht den Klassiker der Beatles? Nun, in Danny Boyles neuestem Regiewerk Yesterday können wir uns alle in die Situation versetzen lassen, dass niemand die großen Melodien der Liverpooler Fab Four kennt. Niemand? Nun, nicht ganz. Weiterlesen?

[Filmkritik] Dieses Mal ist die Nachbarschaft außergewöhnlich groß

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Nach den Ereignissen von Endgame und dem Blip, der den von Thanos eleminierten Teil der Menscheit wieder zurückgebracht hat, findet die Welt langsam wieder zur Normalität zurück. Auch Peter Parker möchte ein Stück davon. Das Auseinanderbrechen der Avengers und ganz besonders der Tod seines Mentors Tony Stark haben Peter verunsichert. Wie soll es weitergehen? Wenigstens für kurze Zeit, möchte er einfach Teenager sein und auf der anstehenden Klassenfahrt nach Europa den Spider-Man-Anzug und damit seine Superheldenidentität zuhause lassen.
In Venedig angekommen, liegt der Anzug doch im Koffer und noch bevor Peter bis zehn zählen kann, taucht schon Nick Fury auf. Der erklärt, die Welt sehe sich einer neuen Bedrohung gegenüber und Peter müsse seiner Superheldenrolle gerecht werden. Glücklicherweise stehe ihm Quentin Beck bzw. Mysterio zur Seite, dessen Welt von den sogenannten Elementals bereits zerstört wurde. Weiterlesen?

[Filmkritik] Always be my maybe

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Eigentlich steht für Sasha (Ali Wong) die Hochzeit mit ihrem ebenso gutaussehenden wie erfolgreichen Verlobten Brandon (Daniel Dae Kim) bevor. Allerdings verkündet der plötzlich, es wäre doch toll, vorher noch ein bisschen Zeit getrennt zu verbringen und er wolle das in Asien tun. Es ist mehr als offensichtlich, dass er nicht wirklich wild auf die Hochzeit. Die erfolgreiche Köchin ist froh, sich mit der Eröffnung ein neues Restaurant in ihrer Heimatstadt San Francisco ablenken zu können. Dort trifft sie zufällig Marcus (Randall Park) wieder. Die beiden waren schon als Kinder befreundet, haben aber seit fünfzehn Jahren keinen Kontakt mehr. Im Gegensatz zur zielstrebigen Sasha, lebt Marcus immer noch das unverbindliche Leben eines Teenagers. Nichtsdestotrotz stellt sich schnell die alte Vertrautheit zwischen ihnen ein und vielleicht auch mehr. Weiterlesen?

[Filmkritik] Book Club – Das Beste kommt noch… oder auch nicht

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Vier Freundinnen, die sich regelmäßig zu einem Lesekreis treffen, wählen Fifty Shades of Grey als Lektüre aus und erhoffen sich damit auch etwas Abwechslung von ihrem langweiligen Alltag. Tatsächlich werden sie inspiriert, neue Wege einzuschlagen.
Dianes (Diane Keaton) Ehemann ist gestorben und ihre Töchter planen, dass ihre Mutter zu ihnen zieht. Obwohl Diane sich dazu bereiterklärt, ist sie nicht glücklich mit der Entscheidung. Auf einem Flug lernt sie den smarten Piloten Mitchell (Andy Garcia) kennen und plötzlich tun sich neue Optionen auf. Vivien ist eine unabhängige Geschäftsfrau, die Männer lediglich als unverbindlichen Zeitvertreib wahrnimmt. Als ihr Ex Arthur (Don Johnson) sie umwirbt, möchte sie keinesfalls Gefühle investieren. Sharon (Candice Bergen) ist geschieden und Oberste Richterin. Als ihr Ex-Mann sich mit einer jüngeren Frau verlobt, muss sie schmerzhaft einsehen, dass auch sie sich endgültig von ihm lösen muss. Ermutigt von ihrer Lektüre meldet sie sich bei einem Datingportal an. Auch bei der Vierten im Bunde verfehlt das Buch nicht seine Wirkung. Da Carols (Mary Steenburgen) Ehe in Routine erstickt ist, will sie das alte Feuer bei ihrem Mann Tom (Ed Begley Jr.) wecken. Weiterlesen?

Wir müssen reden über: Bohemian Rhapsody

Bohemian Rhapsody

“ I won’t be a rock star.

I will be a legend.“

                           Freddie Mercury

Kann Spuren von Pathos enthalten. Bei entsprechender Allergie bitte nicht weiterlesen 😉 .

Es war das Jahr 1989 und mein Bruder brachte die Kassette (!!) von The Miracle mit nach Hause. Das Video zu The Invisible Man hatte ihn in einen Fan transformiert. Das Album würde dasselbe mit mir machen. Es hatte vermutlich mehr direkten Einfluss auf unser Leben als die Maueröffnung. Weiterlesen?

[Filmkritik] A Star is born und es ist nicht Lady GaGa

A Star is born

Wenn man vorher einen packenden Trailer sieht,
ein stimmungsvolles, charismatisches Musikvideo wieder und wieder anschaut,
von Oscar-reifen Leistungen liest,
erwartet man von dem betreffenden Film eine emotionale Achterbahnfahrt… Weiterlesen?

[Filmkritik] Die Erfindung der Wahrheit

Erfindung der Wahrheit

Die Lobbyistin Elizabeth Sloane (Jessica Chastain) weiß, wen sie in Washington manipulieren muss, um die Ziele ihrer Kunden zu erreichen. Dabei ist ihr jedes Mittel Recht und „Skrupel“ ein Fremdwort. Dem Gegner immer einen Schritt voraus zu sein, ist ihr Credo und ihre Erfolgsformel.

Als über ein Gesetz zur stärkeren Kontrolle bei Waffenverkäufen abgestimmt werden soll, wird die Kanzlei Cole Kravitz & Waterman von der Waffenindustrie beauftragt, dies zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Elizabeth Sloan soll die Kampagne übernehmen, doch sehr zum Missfallen ihrer Vorgesetzten lehnt sie ab. Stattdessen wechselt sie mit ihrem Mitarbeiterstab zur Konkurrenz. Die vertritt auch noch ausgerechnet die Gegner des Gesetzentwurfs, deren Kampagne nun Elisabeth anführt. Hat sie etwas plötzlich so etwas wie ein Gewissen entdeckt? Was auch der Grund sein mag, sie macht sich mächtige Gegner und die wollen ihre Karriere zerstören.

Politik, Lobbyismus, Washington, Waffengesetze – klingt auf den ersten Blick nicht sehr verlockend, sondern eher trocken und langweilig. Weiterlesen?

[Filmkritik] Netflix: Set it up

Setitup

Harper (Zoe Deutch) und Charlie (Glen Powell) arbeiten als Assistenten für zwei sehr erfolgreiche, ehrgeizige und, um es wohlwollend auszudrücken, fordernde Chefs. Kirsten (Lucy Liu) und Rick (Taye Diggs) arbeiten viel und hart und erwarten das auch von ihren Angestellten. Weder interessieren sie sich für deren Privatleben, geschweige denn für die Gefühle. Um es zu sagen, wie es ist: Rick ist ein richtiger Kotzbrocken. Kirsten zeigt wenigstens hin und wieder so etwas wie Menschlichkeit.
Eines späten Abends, als alle übrigen Angestellten schon lange in ihren Feierabend geflohen sind, lernen sich Harper und Charlie zufällig im Foyer des Geschäftshauses kennen. Ein Lieferbote bringt eine Bestellung für Kirsten, verlangt jedoch Barzahlung. Da Harper nur Kreditkarten dabei hat, nutzt Charlie seine Chance, das Essen für Rick zu sichern. Schließlich lässt er sich aber überreden, es zu teilen. Als Harper am folgenden Tag ihre Schulden begleichen möchte, tauschen sie sich über ihr gemeinsames Schicksal als Assistenten aus. Sie kennen die Vorlieben und Marotten der beiden. Warum sollten sie sich das nicht zunutze machen? Schließlich kommen die Geschundenen auf die Idee, ihre Chefs zu verkuppeln, um mehr eigene Freizeit zu haben.  Schon bald lassen sie ihren Worten Taten folgen und organisieren das Liebesleben ihrer Vorgesetzten. Völlig unproblematisch stellt sich das Vorhaben zwar nicht dar, entwickelt sich aber wie geplant. Doch bald müssen die Drahtzieher eine Entscheidung fürs Leben treffen. Nicht nur für Kirsten und Ricks Zukungz, sondern auch für ihre eigene.

Set it up folgt dem typischen Muster vieler romantischer Komödien: Ein ungleiches Paar findet sich für ein gemeinsames Vorhaben zusammen, entwickelt Gefühle für einander, die nach amüsanten Kapriolen auf eine harte Probe gestellt werden, bevor sich alles in Wohlgefallen auflöst. Aber wird das Schema in diesem Fall zufriedenstellend umgesetzt? Weiterlesen?

[Filmkritik] Der Buchladen der Florence Green

Buchladen Florence Green

Florence Green (Emily Mortimer) beschließt, in dem kleinen britischen Küstenort Hardborough einen Buchladen zu eröffnen. Sie kauft das Old House und setzt ihre Pläne in die Tat um. Schließlich trifft Ihr Geschäft trotz vieler Widrigkeiten auf regen Zuspruch. In dem Mädchen Christine (Honor Kneafsey) findet Florence eine Hilfe und Freundin. In dem zurückgezogen lebenden Mr. Brundish (Bill Nighy) einen eifrigen Leser und Verbündeten. All das sehr zum Missfallen der einflussreichen Mrs. Gamart (Patricia Clarkson), die in dem alten Gemäuer Old House lieber ein Kultur- und Kunstzentrum schaffen möchte. Leider verfügt Mrs. Gamart über die Mittel und den Einfluss, um ihr Vorhaben mit Nachdruck zu verfolgen und Florence das Leben schwerzumachen. Weiterlesen?