Schlagwort-Archive: Filme

Alles, was mit Filmen in Zusammenhang steht

Media Monday #420: Von Neu-/Entdeckungen

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Ich bin wieder daaa! Also, ich freue mich und bin froh wieder beim Media Monday  zu starten. Wie immer geht es darum, sieben Lückensätze individuell auszufüllen. Sehen wir doch mal, ob ich eingerostet bin oder nicht. Weiterlesen?

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Media Monday #415: Von Frühlingsfreuden, Verzicht und ungenutzten Möglichkeiten

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Gesättigt vom Grillabend setze ich mich an den Media Monday, damit Ihr ihn auch am Pfingstmontag pünktlich lesen könnt. Wie pflichtbewusst von mir 😉 .  Macht Euch einen schönen Tag, auch wenn es ordentlich gewittert oder regnet!

1. So ein verlängertes Pfingstwochenende ist ideal, um Weiterlesen?

Kein Vergleich mit Bohemian Rhapsody

Im Moment kursieren viele Vergleiche zwischen Bohemian Rhapsody und Rocketman. Oberflächlich betrachtet kann man diese natürlich anstellen, eigentlich sind die Methoden beider Filme aber zu unterschiedlich, um vergleichbar zu sein. Das eine ist ein Biopic, das andere ein Musical.

Man hat fast den Eindruck Dexter Fletcher hätte aus den Vorwürfen an Bohemian Rhapsody gelernt. Indem er Rocketman als Musical Fantasy deklariert, entzieht er sich von vornherein dem Anspruch einer Chronologie und sichert sich größtmögliche künstlerische Freiheit. Rocketman wählt somit nur wenige chronologische Bezugspunkte, imaginiert darum herum, um die Essenz seiner Geschichte offenzulegen.
Bohemian Rhapsody hingegen will eine abgeschlossene Geschichte erzählen und gleichzeitig reale Ereignisse prominent einbinden. Um beides zu erreichen, wird die historische Chronologie verändert. Die schwierigere Herangehensweise hat zwar Bohemian Rhapsody gewählt, aber darauf kommt es letztlich nicht an. Wie man die unterschiedlichen Methoden bewertet, ist subjektiv, sie werden definitiv in beiden Fällen extrem gut umgesetzt.

Des Weiteren wird Bohemian Rhapsody vorgeworfen, Freddies Intim- und Partyleben nicht ausführlich genug zu behandeln. Auch diesem Vorwurf wollte Fletcher offensichtlich keinen Vorschub leisten und breitet entsprechende Szenen bereitwillig in Rocketman aus. Beide Herangehensweisen sind absolut legitim und wieder kann jede/r entscheiden, was er, wenn überhaupt, bevorzugt. Nichtsdestotrotz ist zu bedenken, dass es einen Unterschied macht, ob das reale Vorbild des Protagonisten noch lebt oder nicht. Es ist nun einmal etwas anderes, wenn das Leben von jemandem dargestellt wird, der sich nicht mehr wehren kann. Elton John ist Produzent von Rocketman und konnte jederzeit seine Wünsche anbringen. Es arbeitet sich leichter, wenn man jederzeit das Okay der betroffenen Person einholen kann. Auch wenn er sich zurückgehalten haben soll, wird Elton John vermutlich ein Auge auf seine Darstellung gehabt haben. Er wird nie in einem schlechten Licht gezeigt, was vielleicht schon seiner Präsenz zuzuschreiben ist. Doch ich möchte nichts unterstellen. 😉

Im Fall von Bohemian Rhapsody sind Brian May und Roger Taylor intensiv involviert gewesen und haben quasi in Freddies Sinne das Projekt gelenkt. Natürlich fühlen sie sich ihm verpflichtet, überlegen sehr genau, wie die Szenen mit ihm gestaltet werden sollen. Wie kann seine Persönlichkeit deutlich gemacht werden? Sein familiärer Background, seine Probleme etc.? Was soll wie preisgegeben werden? Wie grafisch soll es geschehen? Offensichtlich haben sie sich für einen zurückhaltenderen Weg entschieden, den man ihnen in Anbetracht der Umstände meiner Meinung nach nicht vorwerfen darf. Hinzukommt, dass sie ihren Film einer sehr breiten Öffentlichkeit zugänglich machen wollten. Alles in allem stören mich die unverblümten Darstellungen in Rocketman nicht, meinen persönlichen Geschmack trifft jedoch die leise Herangehensweise in Bohemian Rhapsody besser. Es ist ja nicht so, dass der Film irgendetwas verschweigen würde. Man erfährt von Freddies Homosexualität und Drogenkonsum ebenso wie von seiner Zerrissenheit und Krankheit. Der Film braucht z.B. keine expliziten Bilder seiner Krankheit, die vielleicht schnell als reißerisch empfunden werden könnten.

Schließlich wird immer wieder hervorgehoben, dass Taron Egerton im Gegensatz zu Rami Malek selbst singt. Das ist wirklich toll und bewundernswert. Es ist aber ein großer Zufall, jemanden zu finden, der sich nicht nur darstellerisch und optisch in sein Vorbild verwandeln kann, sondern auch noch stimmlich! Glückstreffer! Ein Bonus! Das kann natürlich im Umkehrschluss nicht heißen, dass man eine ansonsten perfekte Besetzung am fehlenden Gesangstalent scheitern lassen sollte. Kann man es also Rami vorwerfen, nicht selbst gesungen zu haben? Nein. Und heutzutage gibt es genug Möglichkeiten, technisch Abhilfe zu schaffen. Im Übrigen ist die Feststellung wohl nicht zu gewagt, dass es weitaus schwieriger ist Freddies Stimme zu imitieren als Elton Johns. In Rocketman war es außerdem ein wichtiger Bestandteil, dass Taron selbst singt, um die Lieder inhaltlich in die Handlung einzubinden.

Für mich persönlich als großem QUEEN-Fan wirkt Bohemian Rhapsody natürlich auf einer tieferen, emotionaleren Ebene als für unbeteiligte ZuschauerInnen. Das kann und will ich Rocketman nicht zum Vorwurf machen und habe gar nicht erwartet, dass er eine ähnliche Wirkung auf mich haben könnte. Ich mag viele seiner Lieder, die teilweise echte Meisterwerke sind, und finde Sir Elton John sehr sympathisch. Mein Fanherz hat er jedoch nicht erobert. Allerdings hat der Film sein Potential, mich auf seine eingene Weise tief zu bewegen, auch nicht ausgeschöpft. Zum Einen liegt das sicher am überragenden Trailer, der meine Erwartungen sehr hochgeschraubt hat. Zum Anderen habe ich erwartet, von der Musik und ihrer Inszenierung absolut mitgerissen zu werden. Das gelang aber immer nur ansatzweise, was mich total enttäuscht hat und für mich das große Manko darstellt!

Falls Dein Weg Dich nicht über die Kritik zu Rocketman hierher geführt hast, könntest Du sie hier nachlesen.

Die wöchentlichen Neun #74: Hitze, nicht nur draußen

Top7

Draußen herrschen hochsommerliche Temperaturen, die ich grundsätzlich nicht so gut vertrage. Deshalb gehe ich heute immer nur kurze Zeit raus und flüchte dann zurück ins Kühle. Bevor das große Gießen im Garten losgeht, liefere ich Euch die aktuelle Ausgabe meines wöchentlichen Rückblicks.

Gelesen

Jane Harris‘ The Oberservations beendet. Ein wirklich toller und empfehlenswerter Roman, der viele Aspekte vereint, und auch sprachlich ein Hochgenuss ist. Jetzt heißt es überlegen, was folgen soll.

Gesehen:

Die erste Staffel von High Seas geguckt. Weiterlesen?

Media Monday #411: Vom Vergessen, fantastischen Erfindungen und Vorfreude

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Nicht nur Liebe liegt im Mai in der Luft, sondern auch Muuussiiiiik! *Tirili* Ihr wisst sicher was ich meine 😀 . Ob Ihr deshalb in Euphorie oder Schockstarre ausbrecht, spielt aber beim Media Monday keine Rolle, denn dass der generell eine tolle Aktion ist, darauf können wir uns doch alle einigen, oder?

1. Aktionen wie der Gratis Comic Tag am vergangenen Samstag gehen meist völlig an mir vorbei. Denn selbst wenn ich im Vorfeld davon hören sollte, habe ich den Termin garantiert wieder vergessen bis es soweit ist. Ich muss mich schon für etwas sehr gezielt interessieren, damit es in meinem Kalender landet.

2. Geht es um animierte Filmfiguren kann ich heutzutage selten größere Empathie entwickeln. Man sieht ja, dass sie nur gezeichnet sind und daher ihre Gefühle ebenso 🙂 .

3. Der Umstand, dass so viele Verfilmungen von Buchreihen meist nach dem ersten Band bereits fallen gelassen werden, zeigt, dass sich literarische Erfolge nicht automatisch in ein anderes Medium übertragen lassen. Vielleicht zeigt es aber auch, dass sich mit Adaptionen häufig nicht genug Mühe gegeben wird, weil darauf vertraut wird, dass die Fans kritiklos alles abkaufen.

4. So schön Adaptionen und Verfilmungen auch sein können, das beste komplett eigenständige Werk, das ich zuletzt gesehen habe, war Bohemian Rhapsody, denn trotz mancher Schwäche, zählt letztlich wie sehr ein Werk begeistern und berühren kann.

5. Niemand könnte auch den größten Müll spielen und ich würde es mir wahrscheinlich trotzdem ansehen, einfach weil die Story für mich immer wichtiger ist als die Beteiligten. Wenn die mich überhaupt nicht interessiert, dann kann mich die formidabelste Besetzung nicht motivieren, mir das Ganze anzusehen. Klingt die Handlung jedoch vielversprechend, sehe ich sie mir gerne auch mit völlig unbekannten (aber dennoch guten) Darstellern an.

6. Ich glaube, wenn ich ein Werk (Buch, Film, Serie, was auch immer) noch einmal komplett neu und ohne Vorwissen erleben könnte, wäre das super. Träume seit Men in Black davon, dass es so einen Blitzer für Medien geben würde. Wie begeistert ich aus manchem Film kam und wie wenig sich das bei weiteren Sichtungen in ähnlicher Weise einstellen wollte, weil ich den Inhalt schon kannte, ist doch schade.

7. Zuletzt habe ich mich voll auf den ESC eingestimmt und das war dringend nötig, weil der Gesangswettbewerb nächste Woche stattfindet, ich aber noch kein einziges Lied außer dem deutschen kannte und ich ja schließlich wissen möchte, für wen ich die Daumen drücken muss.

 

Trailer-Tipp #18: Es gibt keine Alterbeschränkung für Spaß!

Obwohl Diane Keaton in den letzten Jahren immer wieder eine Version von sich selbst zu spielen scheint, mag ich sie sehr und sehe ihr unheimlich gerne zu. Immer häufiger bespielt sie außerdem Varianten des Themas, dass Alter kein Maßstab ist oder man jederzeit einen neuen Weg einschlagen kann. Das stört mich nicht, denn ich kann die Thesen nur unterschreiben. Zwar überzeugt mich nicht jeder ihrer Filme im selben Maß (Book Club war schon übel), was mich aber ebenfalls nicht davon abhält, jedem neuen Werk erst mal positiv gegenüberzustehen. Und so werde ich mir bestimmt auch Poms (aktuell wird er für Deutschland nicht sehr innovativ als Dancing Queens auf imdb geführt) zu Gemüte führen. Ob im Kino wird sich zeigen. Der Trailer ist vielversprechend, witzig und macht Lust auf ein amüsantes Filmvergnügen. Neben Keaton werden Jacki Weaver, Rhea Perlman, Carol Sutton u.a. dabei sein.

In den USA startet der Film im Mai. In den deutschen Kinos soll er ab dem 27. Juni zu sehen sein.

Die wöchentlichen Neun #71: Wetter, Wege, wechselhaften Medien

Top7Nach zweimaligem Ausfall meldet sich heute Die wöchentliche Neun zurück! Diese werden sich hauptsächlich auf die vergangene Woche beziehen, da die zwei Wochen davor einerseits sehr stark von Migräne geprägt waren und ich deshalb nur wenig gelesen, Podcasts gehört oder Filme/Serien gesehen habe. Andererseits zog mich das Wetter ins Grüne, was ebenfalls zu weniger Medienkonsum geführt hat. Doch nun lehnt Euch zurück, schnallt Euch an und lest, was in der vergangenen Woche so los war. Weiterlesen?