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Tag 14: Welcher Film hat die schönste Musik?

Ausnahmsweise bedarf diese Frage keiner anstrengenden, über Tage andauernden, zermürbenden Denkarbeit 😉

Die Antwort fällt leicht und lautet glockenhell Legenden der Leidenschaft, dessen Score von James Horner komponiert wurde. Aber was macht seine Musik zur schönsten?  Ja, der Film ist ein Schmachtfetzen, aber er bietet darüber hinaus überwältigende Bilder einer weitläufigen Landschaft, eine sehr emotionale Geschichte mit wundervollen Schauspielern und eben eine zu jeder Szene und Stimmung absolut passende Musik. Diese trägt so viel zur Atmosphäre der Szenen und des gesamten Films bei, dass sie ein bedeutsamer Faktor ist.

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Schon als ich Legenden der Leidenschaft im Kino gesehen habe, hat mich der Soundtrack sehr berührt. Selbstverständlich wurde er danach sofort gekauft (damals noch auf einer altmodischen CD) und in Dauerschleife gehört. Auch heute schaue ich den Film noch ab und an und bin von der emotionalen Wucht der Musik stets aufs Neue begeistert. Ich kenne so einige Soundtracks und darunter sind viele, die den gleichen oder einen ähnlichen Effekt haben. Sei es Braveheart, Herr der Ringe, Inception etc. Aber wenn es darum ginge, spontan die Melodie eines Scores anzustimmen, dann würde mir immer zuerst etwas aus Legenden der Leidenschaft einfallen. Im Übrigen lieferte auch hier die Academy ein Beispiel für die These „Oscar für den/die Richtige/n, aber für das falsche Produkt“. Denn obwohl James Horner für Legenden der Leidenschaft und Braveheart nominiert war, hat er die Trophäe erst für Titanic einheimsen können. Mal abgesehen davon, dass ich den Film sehr schlecht finde, ist sein Soundtrack eher klischeehaft, zuckrig und nicht derart episch wie die genannten zwei Vorgänger.

Leider hat James Horners vor kurzem einen tödlichen Unfall erlitten. Er war ein wirklich großartiger Komponist mit großer Einfühlungsgabe. In seiner Musik wird er weiterbestehen.

Dies ist ein Beitrag zu 31 Tage – 31 Filme und was es damit auf sich hat, findest Du hier.

[Filmkritik] Die Legende vom Ozeanpianisten

Ozeanpianisten

Genre: Drama

Besetzung: Tim Roth, Mélanie Thierry, Bill Nunn u.a.

Produktionsland: Italien

Produktion: Siarló, Medusa FIlm

Jahr: 1998

Dauer: Deutsche Version 120 Min., Originalversion 156 Min.

Romanvorlage: Alessandro Baricco, Novecento, dtv 2009.

Das erste Mal habe ich diesen Film in einer Filmreihe der ARD anlässlich des achtzigsten Geburtstags von Ennio Morricone gesehen. Morricone ist ein begnadeter Komponist und hat für unendlich viele Filme die Musik verfasst. Legendär sind vor allem seine Kompositionen zu „Spiel mir das Lied vom Tod“.

Der Soundtrack zu „Die Legende vom Ozeanpianisten“ ist dementsprechend gelungen und spielt eine wichtige Rolle im Gesamtbild. Man könnte fast sagen, die Musik ist einer der Hauptdarsteller in diesem ansonsten sehr ruhigen Films. Sie zaubert ganz unterschiedliche Stimmungen herbei und untermalt die Szenen nicht nur, sondern ergänzt sie. Weiterlesen