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Hört nur…die Weihnachtsglocken läuten

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Das Weihnachtsfest

Vom Himmel bis in die tiefsten Klüfte
ein milder Stern herniederlacht;
vom Tannenwalde steigen Düfte
und kerzenhelle wird die Nacht.

Mir ist das Herz so froh erschrocken,
das ist die liebe Weihnachtszeit!
Ich höre fernher Kirchenglocken,
in märchenstiller Herrlichkeit.

Ein frommer Zauber hält mich nieder,
anbetend, staunend muß ich stehn,
es sinkt auf meine Augenlider,
ich fühl’s, ein Wunder ist geschehn.

Theodor Storm

Mit diesem Gedicht wünsche ich Euch, meine lieben LeserInnen, besinnliche, fröhliche und gesegnete Weihnachten! Feiert schön, lasst Euch vom Geist der Weihnacht berühren und gebt Ihn an alle Menschen, die Euch begegnen weiter. Ein Lächeln kostet nichts und kommt immer zu Euch zurück, egal von welcher Seite.

 

Ein Gedicht #13

dsc_0013c/o by me

Zwischen Steinen, Platten, Beton

ein Pilz lebt nach seiner Fasson

Er lässt sich nicht zwingen

nicht dazu bringen

nur im Wald zu stehen

fallenden Blättern zuzusehen

Er sucht das Abenteuer, die Gefahr

was noch kein Pilz vor ihm sah

Er braucht keinen Wald

lediglich einen Spalt im Asphalt

Ein Gedicht #6

 Stärker als das

Liebe konntest du nicht geben

Geliebt hast du wohl nur dich selbst

Interpretationen kleiner Gesten

war alles was anderen übrig blieb

Leider hast du nicht verstanden

dass menschliche Größe sich nicht in Härte misst

dass Wärme, die gegeben wird

sich nicht verliert, sondern einen Bogen schlägt

Eine Schublade pro Mensch

hast du stets bereitgehalten

Niemals traf sie zu

und trotzdem konnte niemand ihr entflieh’n

Dabei hattest du so hohe Ideale

Erfüllen konntest du sie selber nie

Sich zu hinterfragen, reflektieren

war in deinem Weltbild absolut nicht vorgeseh’n

Willige Helfer hast du gefunden

die deinen Weg rücksichtslos weitergeh’n

Offensichtlich schließen Niveau und Arroganz

niemals eine Allianz

Irrsinn, dass man dennoch hofft

im Angesicht des Endes

würden Prioritäten, Animositäten

irgendwie zurechtgerückt

Alles was nun von dir bleibt

sind Gedanken, Erinnerungen an dich

Die Härte, die sie begleitet

hast du allein in diese Welt gepflanzt

Leider wusstest du es nicht besser

und vielleicht ist daran niemand Schuld

Leidtragender bist am Ende du allein

und deshalb kann ich dir nicht böse sein

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