Schlagwort-Archive: Grusel

[Filmkritik] Ghost Stories lehrt das Fürchten

Download

Horrorfilme bedienen sich der immer gleichen Geschichten und Werkzeuge. Das lässt sich im Grunde für viele Genres feststellen, doch anscheinend verlassen sich gerade Vertreter dieses Bereichs sehr auf althergebrachte Muster. Dunkelheit, seltsame Geräusche, unheilvolle Musik, verfallene, unübersichtliche Gebäude, eine unsichtbare Bedrohung, plötzlich auftauchende Monster, Geister oder Serienmörder gehören zum Einmaleins. So zuverlässig diese Zutaten Horrorfans ansprechen und in die Kinosäle tragen, so oft fühlt man sich als sehr sporadischer Zuschauer gelangweilt. Das Ganze ist häufig zu offensichtlich, zu erwartbar, zu abgedroschen. Weiterlesen?

Buch- & Filmtipps zu Halloween

165347-OVPKGK-334Designed by Freepik

Hallo Freunde von Halloween oder

allgemein des gepflegten Grusels!

Obwohl ich selbst kaum etwas mit dieser Festivität anfangen kann und auch kein ausgesprochener Fan von Horror, Monstern und blutigem Allerlei bin, möchte ich es mir nicht nehmen lassen, ein paar Halloween-würdige Film- und Buchtipps mit Euch zu teilen. Gepflegtem, eher sanftem Grusel kann ich nämlich durchaus etwas abgewinnen und das nicht nur, aber besonders in der dunklen Jahreszeit. Die folgenden Empfehlungen setzen sich aus den Büchern und Filmen zusammen, die ich gesehen habe. Ein Anspruch auf Vollständigkeit wird nicht erhoben. Natürlich ließe sich die Liste auch um Klassiker wie Dracula und Frankenstein beliebig erweitern, aber leider habe ich die Romane (noch) nicht gelesen.

Aber jetzt stürzen wir uns endlich zusammen ins gruselige Vergnügen. Weiterlesen?

[Rezension] Shirley Jackson: We have always lived in the Castle

cover.jpg.rendition.460.707

Die achtzehnjährige Merricat Blackwood lebt mit ihrer älteren Schwester Constanze und Onkel Julian auf dem Stammsitz ihrer Familie. Die übrigen Mitglieder starben vor Jahren an einer Arsenvergiftung und die Übriggebliebenen leben seitdem zurückgezogen vom nahegelegenen Dorf. Eines Tages taucht Cousin Charles auf und bedroht das harmonische Gleichgewicht der drei Blackwoods. Merricat scheint das jedoch als Einzige wahrzunehmen. Weiterlesen?

31 Tage-31 Bücher: Tag 22

pizap.com14522671413711

Mit welchem Buch hast du dich am meisten gegruselt?

Wie definiert sich „Grusel“? Dass man etwas eklig findet oder dass man nicht weiterlesen möchte, weil man sich vor dem fürchtet, was da lauert? In dem Sinne grusele ich mich nie so richtig. Wirkliche Horror-Literatur lese ich ja auch gar nicht. Allerdings liebe ich Schauerromane, die den Leser in eine düstere Welt entführen. Aber die Faszination, die sich dabei einstellt, als „Grusel“ zu beschreiben, wäre unzutreffend.

Ich habe mal ein Buch mit Alltagsfotografien aus der Zeit des Nationalsozialismus studiert. Die Bilder zeigten zum Beispiel Karnevalswagen mit verhöhnenden Transparenten und Leuten, die Juden darstellen sollten. Oder öffentliche Versteigerungen des Hab und Guts von Menschen, die deportiert worden waren. Da habe ich mich gegruselt, weil es den ganzen Zynismus dieser verachtenden Ideologie zu versinnbildlichen schien. Und diese zynische Weltsicht lässt sich auch heute in vielen Dingen, die Pegida und Konsorten loslassen, wiedererkennen.

Abgesehen davon gruseln mit Bücher über den Nationalsozialismus immer wieder, weil das Thema so viele Montrösitäten beeinhaltet. Und es ist keine Fiktion, sondern tatsächlich geschehen. Und wenn man daraus nicht lernt, können sie immer wieder geschehen. Das gruselt mich wirklich.

[Rezension] Spuk in Hill House

Auf der Suche nach einer Kritik zur Netflix-Serie Spuk in Hill House? Bitte hier entlang!

Vollendet-Aufstand

Betreten auf eigene Gefahr

Der Anthropologe Dr. Montague ist fasziniert vom Paranormalen. Als Untersuchungsobjekt hat er sich das Anwesen Hill House ausgesucht wo es spuken soll. Mit wissenschaftlichen Methoden will er dem Phänomenen auf den Grund gehen. Drei Assistenten sollen ihm bei dem Unternehmen hilfreich zur Seite stehen: Eleanor, eine in sich gekehrte Frau, die jahrelang ihre Mutter pflegen musste und von ihrer Schwester herablassend behandelt wird. In ihrer Jugend kam sie in Kontakt mit Poltergeistern. Theodora, eine etwas affektierte, oberflächliche junge Frau mit telepathischen Fähigkeiten. Der Dritte im Bunde ist Luke, der zukünftige Erbe von Hill House, der auf Wunsch seiner Tante die Familie vertritt. Die vier schlagen für ein paar Tage ihr Lager in dem alten Haus auf und warten. Warten, dass etwas passiert. Hill House enttäuscht sie und den Leser nicht und wartet mit verstörenden Ereignissen auf. Aber warum geschehen all die unerklärliche Dinge? Sind es die früheren Bewohner, die nicht ruhen wollen, oder vielleicht doch die Besucher, die den Boden für den Spuk bereiten? Eleanor scheint zumindest in einer besonderen Beziehung zu dem alten Gemäuer zu stehen.

An der Oberfläche wirkt die Geschichte „ruhig“, bewegt sich in einem begrenzten räumlichen (der Landsitz Hill House) und zeitlichen (wenige Tage) Rahmen. Die Anzahl der Charaktere ist ebenfalls überschaubar. Trotz seiner Begrenzungen ist der Roman vielschichtig. Weiterlesen?

Tag 4: Welchen Film könntest Du kein zweites Mal sehen?

Ein neuer Tag der Blogparade 31 Tage – 31 Filme. Die Regeln findest Du hier und den Ausgangsblog To the Lighthouse hier.

Die Antwort ist zur Abwechslung mal richtig einfach. Es gibt zwar viele Filme, die man nicht unbedingt ein zweites Mal sehen muss. Weil ein Mal eben reicht. Dennoch kann ich mich recht einfach für einen Film entscheiden. Denn Magic – Die Puppe des Grauens von 1978 hat mich wirklich so nachhaltig beeindruckt, dass ich ihn echt nie mehr sehen möchte.

Der Titel hört sich recht merkwürdig an, ist aber sehr aussagekräftig. Magic – Die Puppe des Grauens handelt von einem Mann, der als Bauchredner arbeitet und von seiner hölzernen Puppe dominiert wird bzw. besessen ist. Regie führte kein Geringerer als Richard Attenborough. Es ist also keineswegs ein B- oder C-Movie. Vor gaaanz vielen Jahren wurde er bei SAT1 gezeigt und ich bin wohl wegen Anthony Hopkins hängengeblieben. Dass ich den Sender noch weiß, zeugt vom Eindruck, den der Film hinterlassen hat. Die Holzpuppe wirkt wie ein eigenständiger Charakter und das „Zusammenspiel“ von ihr und Hopkins ist wirklich glaubwürdig. Als Zuschauer weiß man nie, ob er nun psychotisch ist oder die Puppe wirklich sprechen kann. Hopkins zeigt eine fantastische Leistung. Es ist total gruselig und derart beklemmend, dass ich beides kein zweites Mal erleben möchte! Vor einiger Zeit habe ich tatsächlich die DVD auf dem Flohmarkt gesehen und bin sofort weitergegangen. Den Film werde ich mir wirklich nie wieder ansehen.

[Rezension] Libba Bray: The Diviners – Aller Anfang ist böse

Diviners

Evie ist ein siebzehnjähriges Partygirl der flirrenden Roaring Twenties. Sie feiert und trinkt gerne. Und sie möchte im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen. Doch darüber hinaus besitzt sie eine ungewöhnliche Gabe. Anhand eines Gegenstands kann sie in die Vergangenheit seines Besitzers sehen.
Eine unglückselige Verkettung dieser Eigenschaften führt dazu, dass ihre Eltern sie aus dem beschaulichen Zenith zu ihrem Onkel Will nach New York City schicken. Das ist eigentlich keine Strafe, denn hier fühlt sich ihre Tochter endlich frei und zu allen Abenteuern bereit. Die lassen auch nicht lange auf sich warten, denn zuerst wird Evie von einem gutaussehenden Taschendieb bestohlen und dann wird ihr Onkel, ein Experte für Okkultes, in einem mysteriösen Mordfall zu Rate gezogen. Es stellt sich heraus, dass es sich dabei um eine rituelle Mordserie handelt, die nichts weniger als den Untergang der Welt bezweckt. Kann Evie ihre Gabe einsetzen, um das drohende Unheil zu vereiteln? Und gibt es vielleicht noch weitere Diviners, also Menschen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten, die ihr helfen könnten? Weiterlesen?