Schlagwort-Archive: Herrschaft

[Rezension] Pierce Brown: Red Rising

RedRising

Tief unter der Marsoberfläche leben Darrow, seine Familie und alle anderen, die zu den Roten zählen. Dort schuften sie tagtäglich unter härtesten Bedingungen in den Mienen. Ihre Arbeit soll die Umwandlung des unwirtlichen Planeten in Lebensraum ermöglichen. Dann wird der Mars besiedelt werden und die Roten endlich ein besseres Leben führen dürfen. Doch durch schreckliche Ereignisse muss Darrow erkennen. dass der Mars längst bewohnt wird. Das die Goldenen prunkvolle Städte regieren und ihr Wohlstand auf der Ausbeutung der Roten beruht. Doch es gibt Menschen, die sich dagegen auflehnen und die ihm helfen, zu einem Goldenen zu werden. Sie schicken ihn in die Kaderschmiede der Unterdrücker, wo er das System von innen bekämpfen soll.

In seinem Nachwort dankt Pierce Brown seinen Lesern und verspricht: „Sie werden diese drecksverdammten Bücher einfach lieben.“ Einerseits hat der Autor absolut Grund dazu, seinen Lesern zu danken, denn sie müssen über viel Durchhaltevermögen verfügen. Andererseits hält er sein Versprechen definitiv nicht ein. Sein Werk langweilt nicht nur inhaltlich bevor dessen Mitte erreicht ist, sondern stößt den Leser auch noch vor den Kopf. Im Übrigen deutet das Wörtchen „drecksverdammt“ die Richtung an, in die der Autor mit seinem Sprachstil marschiert. Weiterlesen?

[Rezension] Katherine Webb: Das Haus der vergessenen Träume

Hausdervergessenen

2011

Leah ist Journalistin und leidet hingebungsvoll unter der Trennung von ihrem Freund Ryan. Der arbeitet bei der Kriegsgräberfürsorge, die einen unbekannten Soldaten in Belgien identifizieren möchte. Nicht ganz uneigennützig ruft er daraufhin seine ehemalige Flamme herbei. Er hofft, dass Leah sich der Aufgabe annehmen wird, zumal der unbekannte Fremde eigenartige Briefe bei sich trug und das Ganze eine spannende Story verspricht.

Hundert Jahre zuvor

Das Dienstmädchen Cat Morley muss London verlassen, nachdem sie sich dort als Suffragette für die Frauenrechte eingesetzt hat und daraufhin mit dem Gesetz in Konflikt geraten ist. Sie ist traumatisiert von allem, was sie und ihre Genossinnen in der Haft erleiden mussten und möchte eigentlich nur noch frei sein. Sie kann lesen und schreiben, ist interessiert an Politik. Cat hinterfragt das angeblich von Gott gewollte gesellschaftliche System aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint, in dem sie nur Befehle befolgen darf, nicht aber über ihr Leben bestimmen kann.
Sie übernimmt eine Stelle bei den jungvermählten Pfarrersleuten Albert Canning und seiner Frau Hester. Die haben ihre ganz eigenen Probleme. Statt sich um seine Frau zu kümmern, verschreibt sich Albert zunehmend der Theosophie, der Lehre vom göttlichen Wesen. Unter anderem beinhaltet diese den Glauben an Elementarwesen wie Feen und Elfen. Eines Tages glaubt er diese sogar zu sehen und lädt daraufhin Robin Durrant, einen bekannten Theosophen ein. Der manipulative Hausgast hat jedoch einen unheilvollen Einfluss auf den gesamten Haushalt. Weiterlesen?

[Rezension] Sarah Waters: Der Besucher

Besucher

Dr. Faraday führt ein ruhiges Leben als Arzt auf dem englischen Land. Eines Tages wird er nach Hundreds Hall gerufen, dem Landsitz der Familie Ayres, die eigentlich von seinem Kollegen behandelt wird. Nachdem er das erkrankte Hausmädchen behandelt hat, wird er sehr freundlich von den drei Mitgliedern der Familie Ayres aufgenommen und zur Teestunde eingeladen. Mrs. Ayres und ihre erwachsenen Kinder Caroline und Roderick leben zwar in dem herrschaftlichen Haus, doch das hat seine besten Zeiten schon lange hinter sich. Es verfällt zusehends, aber die Einkünfte sind gering geworden und reichen nur für die dringendsten Renovierungsarbeiten.

In der folgenden Zeit entsteht zwischen dem Landarzt und der adeligen Familie so etwas wie Freundschaft und Dr. Faraday hält sich immer öfter bei ihnen auf.
Plötzlich geschehen merkwürdige Dinge auf Hundreds Hall. Gegenstände bewegen sich ohne menschliches Zutun, der friedliche Familienhund beißt um sich, schließlich bricht sogar ein Feuer aus. Immer mehr beängstigende Ereignisse geschehen hinter den Mauern von Hundreds Hall und Dr. Faraday kann sich dem Sog nicht entziehen.

Sarah Waters macht es dem Leser nicht leicht.

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