Schlagwort-Archive: Historischer Roman

[Rezension] Beurteile nichts nach der Oberfläche

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Zuerst eine Warnung: Bitte lest den Klappentext der deutschen Ausgabe keinesfalls, bevor ihr den Roman gelesen habt. Sie gibt viel zu viel preis und beeinflusst das Lesevergnügen mit Sicherheit fundamental.

Schottland im Jahr 1863:

Die fünfzehnjährige Irin Bessy findet im Herrenhaus Haivers Castle eine Anstellung als Dienstmagd. Obwohl sich das Haus nicht im besten Zustand befindet und viel Arbeit bedeutet, ist das junge Mädchen froh unterzukommen und zudem fasziniert von Hausherrin Arabella. Als die merkwürdige Dinge von ihrer Untergebenen erwartet, z.B. mitten in der Nacht aufzustehen, sich immer wieder von einem Stuhl zu erheben oder ein Tagebuch über ihre Tätigkeiten, ihre Gefühle und Gedanken zu führen, erfüllt die ihrer Arbeitgeberin gerne die Wünsche. Das heißt aber nicht, dass Bessy sich nichts dabei denken würde. Was steckt hinter Arabellas Wünschen? Was ist mit Bessys Vorgängerin geschehen? Aber nicht nur die Herrin von Haivers Castle hat Geheimnisse, auch ihre Dienstmagd ist nicht, was sie vorgibt zu sein. Weiterlesen?

[Rezension] Auf der Jagd nach einem Blutsauger. Dem Blutsauger!

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Dracula lebt!

Das behauptet zumindest sein Doktorvater, als Historiker Paul mit Rossi über ein mittelalterliches Buches spricht, dessen Inhalt allein aus dem Holzschnitt eines Drachen besteht. Er erfährt, dass auch sein Mentor ein solches Exemplar auf ungewöhnliche Weise erhalten hat. Unmittelbar nach ihrem Gespräch verschwindet Rossi plötzlich genauso spurlos wie rätselhaft. Paul ist alarmiert und macht sich mit seiner Zufallsbekanntschaft Helen auf die Suche nach ihm und damit nach Dracula, denn er glaubt Rossi und hält den Untoten für den Drahtzieher der Entführung. Die Jagd führt das ungleiche Paar in die Türkei, nach Ungarn, Bulgarien und Rumänien.
Viele Jahre später lebt Paul mit seiner Tochter Eva in Amsterdam und reist als Diplomat durch die Welt. Eines Tages findet Eva in der Bibliothek ihres Vaters ein seltsames Buch und darin das furchteinflößende Bild eines Drachens. Weiterlesen?

[Rezension] Blick auf eine untergegangene Welt

Vor Mitternacht

Die dreizehnjährige Gittel lebt mit ihren Eltern in den Niederlanden der Zwanzigerjahre. Immer wenn die Eltern sich streiten, muss die Tochter ihre Koffer packen und mit ihrer Mutter nach Antwerpen ziehen. Gittels Großmutter herrscht dort über eine große Familienschar. Hier gilt es, strenge Regeln zu befolgen und sich mit der nervigen Verwandtschaft herumzuschlagen. Als Bankierstochter Lucie Gittel anbietet, auf dem Flügel der Mardells zu üben, ist das junge Mädchen froh, ihrer engen Welt für ein paar Stunden zu entkommen. Lucie ist fast dreißig und skandalöser Weise noch unverheiratet. Gittel himmelt ihre neue Freundin an und ahnt nicht, dass die ganz eigene Interessen verfolgt. Weiterlesen?

[Rezension] Margaret George: Ich, Heinrich VIII.

Heinrich VIII

Vielleicht der berühmteste König von England. Bestimmt aber der berüchtigste Herrscher der Insel. Das war Henry VIII. Nachfolger seines Vaters Henry, dem ersten König aus dem Hause Tudor nach den blutigen Rosenkriegen zwischen dem Hause York und dem Hause Lancaster. Weiterlesen?

[Rezension] John Boyne: Das Haus zur besonderen Verwendung

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In Das Haus zur besonderen Verwendung erzählt Georgi Jatschmenew seine wechselhafte Lebensgeschichte. Ihren Ausgang nimmt sie in einem kleinen russischen Dorf, führt über den Hof des letzten Zaren bis ins Exil nach London. Umspannt die Zeit von 1915 bis in die frühen Achtziger Jahre. Berichtet von den Brüchen in seiner Biografie, z.B. einem verhinderten Attentatsversuch auf den Vetter des Zaren, der Erschießung der Zarenfamilie, der Krebserkrankung seiner Ehefrau. Schlaglichter aus einem bewegten Leben, das dem Leitstern einer großen Liebe folgt. Weiterlesen?

[Rezension] Roman Rausch: Bombennacht

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Der 16. März 1945 wird einer der ersten sonnigen, wärmenden Frühlingstage des Jahres werden. Würzburg ist voller Flüchtlinge, die ebenso wie die Einwohner auf das Ende des Kriegs hoffen. In der Stadt fühlen sie sich sicher. Die Alliierten werden doch nicht die Stadt bombardieren, in der Churchill studiert hat.

An diesem Tag wird Julius die Schule schwänzen und in dem deutsch-russischen Eugen einen neuen Freund finden. Schwesternschülerin Fanny wird erkennen, was in den letzten Jahren in der Nervenheilanstalt vor sich ging und die Beteiligung ihres Chefs Doktor Werners daran. Sie wird das Mädchen, das all das beweisen kann, unter ihre Fittiche nehmen. Währenddessen wirde Werners Ehefrau Vorbereitungen für die abendliche Geburtstagsfeier ihrer Tochter treffen, die deren jüdischer Klavierlehrer Paul zur Flucht nutzen möchte. Sein Jugendfreund Henry wird hingegen an diesem Märztag ein Flugzeug in England steigen, um an dem Bombenangriff auf Würzburg teilzunehmen. Weiterlesen?

[Rezension] Virginia Baily: Im ersten Licht des Morgens

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1943:

Im ersten Licht des Morgens steht Chiara im jüdischen Ghetto von Rom. Sie beobachtet wie die Bewohner zusammengetrieben und abtransportiert werden sollen. Eine Familie fällt ihr ins Auge und plötzlich fixiert auch die Mutter Chiara. Ehe die sich versieht, zieht sie den kleinen Sohn der Familie mit sich fort.

1973:

Maria ist sechzehn und lebt mit ihrer Familie in Wales. Eines Tages erfährt sie zufällig, dass sie nicht das leibliche Kind ihres Vaters ist. Stattdessen soll sie die Tochter eines Italieners sein, den ihre Mutter während eines Au-pair-Aufenthalts in Rom kennengelernt hat. Der einzige Anhaltspunkt, ihn zu finden, ist die Adresse seiner ehemaligen Vermieterin Chiara Ravello. Weiterlesen?

[Rezension] Laura Wilkins: Ashford Park

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Clemmie hängt sehr an ihrer Großmutter Addie. Als es dieser zunehmend schlechter geht, spricht sie ihre Enkelin plötzlich mit „Bea“ an. Clemmie kennt niemanden dieses Namens und stellt bald fest, dass dasselbe auf die Vergangenheit der alten Dame zutrifft. Nur wenige Details sind aus ihrem Leben vor der Einwanderung in die USA bekannt. Doch langsam treten immer mehr Dinge zu Tage und Clemmie muss sich schließlich fragen, ob Addie überhaupt die Frau ist, für die ihre Enkelin sie gehalten hat. Weiterlesen?

[Rezension] Paul Hegge: Wie es Victor Kaufmann gelang, Adolf Hitler doch noch zu überleben

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In den 20er Jahren lernen der wohlhabende Galerist Jakob Kaufmann und seine Frau Hannah den Jungen Rudi Smekal in Wien kennen. Da sie in ihm ihren eigenen Sohn wiedererkennen, er sehr intelligent ist und den kargen Lebensunterhalt für sich und seine alkoholkranke Mutter durch das Austragen von Milch bestreitet, möchten sie ihn unterstützen. Weiterlesen?

[Rezension] Jane Eagland: Mein Herz so wild

MeinHerzsowild

England, Ende des 19. Jahrhunderts:

Die 17-jährige Louisa Cosgrove glaubt, sie solle als Gesellschafterin bei Bekannten ihres Bruders anfangen. Stattdessen findet sie sich am Ende ihrer Reise in Wildthorn, einer Nervenheilanstalt wider. Sie hält es für ein Versehen und dass sie mit dem Namen „Lucy Childs“ angesprochen wird, scheint das zu bestätigen. Doch nach und nach findet Louise heraus, was oder wer tatsächlich hinter ihrem Aufenthalt steckt. Weiterlesen?