Schlagwort-Archive: Horror

[Filmkritik] Ghost Stories lehrt das Fürchten

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Horrorfilme bedienen sich der immer gleichen Geschichten und Werkzeuge. Das lässt sich im Grunde für viele Genres feststellen, doch anscheinend verlassen sich gerade Vertreter dieses Bereichs sehr auf althergebrachte Muster. Dunkelheit, seltsame Geräusche, unheilvolle Musik, verfallene, unübersichtliche Gebäude, eine unsichtbare Bedrohung, plötzlich auftauchende Monster, Geister oder Serienmörder gehören zum Einmaleins. So zuverlässig diese Zutaten Horrorfans ansprechen und in die Kinosäle tragen, so oft fühlt man sich als sehr sporadischer Zuschauer gelangweilt. Das Ganze ist häufig zu offensichtlich, zu erwartbar, zu abgedroschen. Weiterlesen?

[Rezension] Stefan Bachmann – Palast der Finsternis

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Die siebzehnjährige Anouk und vier weitere Jugendliche werden für eine Expedition ausgewählt, die in einen sagenumwobenen unterirdischen Palast führen soll. Erbaut wurde er durch den Grafen Bessancourt während der Französischen Revolution. In Frankreich angekommen, läuft jedoch erst alles anders als geplant und dann völlig aus dem Ruder. Die Frage, welche Geheimnisse der Schmetterlingspalast birgt, entscheidet schließlich über Leben und Tod. Weiterlesen?

[Rezension] Das Leben und das Schreiben

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Der Titel Das Leben und das Schreiben ist Programm. Stephen King erzählt, wie er zu einem der erfolgreichsten Autoren der Gegenwart wurde. Von seiner Kindheit und Jugend über die Collegezeit und dem ersten Treffen mit seiner späteren Ehefrau. Von seinen Anfängen bei der Schülerzeitung, den ersten Veröffentlichungen bis zu den großen Erfolgen wie Carrie oder Shining. Auch sein Dasein als Leser wird beleuchtet. Welche Bücher haben ihn maßgeblich beeinflusst? Welche empfiehlt er? In einem weiteren Teil vermittelt er dem Leser sein Wissen über das Verfassen von Romanen. Welche Dinge jede/r angehende Schriftsteller/in seiner Meinung nach kennen und beachten sollte. Gibt es eine Erfolgsformel?

Das Leben und das Schreiben ist wahrscheinlich nicht der informativste Schreibratgeber, den es derzeit auf dem Markt gibt. Allerdings beabsichtigte King dies auch gar nicht, wie er unumwunden erklärt. Er plaudert einfach aus seinem Leben und streut Tipps und Tricks sowie Erkenntnisse aus seiner Tätigkeit als Autor ein. Manches davon findet sich auch in anderen Ratgebern. Somit sind es weniger die handfesten Tipps, die dieses Buch auszeichnen. Sein Mehrwert liegt darin, dass King seine persönlichen Erkenntnisse und Vorgehensweise darlegt. Auf welche Dinge er beim Schreiben achtet, welche ihm warum wichtig sind. Er beweist, dass Plots nicht minutiös durchgeplant sein müssen, sondern die Fantasie ruhig spontan Kapriolen schlagen darf. Andererseits ermutigt er hoffnungsvolle Aspiranten, ihre Fantasie zu Papier zu bringen. Und darüber hinaus punktet er durch einen humorvollen Schreibstil, der das Ganze zu einem kurzweiligen Lesevergnügen macht.

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Stephen King, Das Leben und das Schreiben, Heyne 2011.

[Rezension] Spuk in Hill House

Auf der Suche nach einer Kritik zur Netflix-Serie Spuk in Hill House? Bitte hier entlang!

Vollendet-Aufstand

Betreten auf eigene Gefahr

Der Anthropologe Dr. Montague ist fasziniert vom Paranormalen. Als Untersuchungsobjekt hat er sich das Anwesen Hill House ausgesucht wo es spuken soll. Mit wissenschaftlichen Methoden will er dem Phänomenen auf den Grund gehen. Drei Assistenten sollen ihm bei dem Unternehmen hilfreich zur Seite stehen: Eleanor, eine in sich gekehrte Frau, die jahrelang ihre Mutter pflegen musste und von ihrer Schwester herablassend behandelt wird. In ihrer Jugend kam sie in Kontakt mit Poltergeistern. Theodora, eine etwas affektierte, oberflächliche junge Frau mit telepathischen Fähigkeiten. Der Dritte im Bunde ist Luke, der zukünftige Erbe von Hill House, der auf Wunsch seiner Tante die Familie vertritt. Die vier schlagen für ein paar Tage ihr Lager in dem alten Haus auf und warten. Warten, dass etwas passiert. Hill House enttäuscht sie und den Leser nicht und wartet mit verstörenden Ereignissen auf. Aber warum geschehen all die unerklärliche Dinge? Sind es die früheren Bewohner, die nicht ruhen wollen, oder vielleicht doch die Besucher, die den Boden für den Spuk bereiten? Eleanor scheint zumindest in einer besonderen Beziehung zu dem alten Gemäuer zu stehen.

An der Oberfläche wirkt die Geschichte „ruhig“, bewegt sich in einem begrenzten räumlichen (der Landsitz Hill House) und zeitlichen (wenige Tage) Rahmen. Die Anzahl der Charaktere ist ebenfalls überschaubar. Trotz seiner Begrenzungen ist der Roman vielschichtig. Weiterlesen?