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Tag 19: Welcher Film hat dich zuletzt stark beeindruckt?

Zur Beantwortung dieser Frage müsste erst einmal „beeindruckend“ definiert werden. Ein Film kann das ja auf vielfältige Weise schaffen. Vielleicht hat er die Wirkung aufgrund einer zutiefst berührenden Geschichte, die ohne falsche Sentimentalität umgesetzt wurde. Oder ist seine künstlerischen Umsetzung formidabel? Ist die schauspielerische Leistung derart überzeugend, dass der Schauspieler dahinter unsichtbar wird und man ihm den Charakter hundertprozentig abnimmt?

Vielleicht beeindruckt der Film aufgrund von gähnender Langweile, die er hervorruft. Oder weil man sich fragt, wie eine so gute Story so schlecht umgesetzt werden konnte? Oder das jemand dafür auch noch Geldgeber finden konnte. Also gut, die Frage zielt mit Sicherheit nicht auf die letzten Varianten ab.

Lange Rede, kurzer Sinn.

Einer der Filme, die ich zuletzt gesehen habe und von dem ich vorher erwartet hatte, er würde mich sehr berühren, war „12 Years a Slave“. Doch überraschenderweise vermochte er mich trotz einiger vergossener Tränen nicht übermäßig zu beeindrucken.

Tatsächlich hat mich zuletzt „Interstellar“ stark beeindruckt.

Wer die Gründe dafür genauer nachvollziehen möchte, kann sich gerne meine Kritik dazu durchlesen. Kurzgefasst, hat „Interstellar“ mich sowohl visuell als auch intellektuell und emotional gepackt. Und zwar so sehr, dass ich Schwächen erkannt habe, sie das Gesamterlebnis aber nicht beeinträchtigt haben. Im Übrigen bin ich was Filme betrifft nah am Wasser gebaut und fühle mit den Figuren sehr mit. Aus dem Grund hat mir die Szene, in der Cooper sich quasi opfert, wirklich fast das Herz gebrochen und die Tränen flossen in Strömen. Ich weiß nicht, ob der Film genauso gewirkt hätte, wenn ich ihn nicht zuerst im Kino, sondern im Fernsehen gesehen hätte, aber so hatte er eine umwerfende Wirkung.

Neugierig, was es mit Tag 19 und dem Projekt 31 Tage – 31 Filme auf sich hat? Dann schau doch mal hier. Vielleicht machst Du ja demnächst mit?

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[Filmkritik] Interstellar

Nolan

Cooper, ein ehemaliger NASA-Pilot, lebt mit seinem Schwiegervater und den beiden Kindern Tom und Murph in den USA der nahen Zukunft. Regen ist selten geworden, stattdessen wüten fast täglich Sandstürme übers Land. Nahrung ist extrem knapp und Farmer werden dringend gebraucht. Das veränderte Klima führt dazu, dass bis auf Mais alle Nutzpflanzen verderben und es ist nur noch eine Frage der Zeit bis auch der nicht mehr angebaut werden kann. Auch Coop schlägt sich mittlerweile als Farmer durch. Unter mysteriösen Umständen findet er jedoch irgendwann heraus, dass die NASA an einem streng geheimen Projekt forscht, das die globalen Probleme lösen soll. Ein Wurmloch bietet die Möglichkeit in einer anderen Galaxie nach einem geeigneten Planeten für eine Übersiedlung zu suchen. Coop wird vor die schwierige Entscheidung gestellt auf eine fast aussichtslose Reise zur Rettung der Menschheit zu gehen oder bei Tom und Murph zu bleiben. Weiterlesen?