Schlagwort-Archive: Klassiker

[Rezension] Planet der Affen von Pierre Boulle

Im Jahr 2500 nimmt der Journalist Ulysse Mérou an einer Weltraumexpedition teil, die von Professor Antelle organisiert und finanziert wird. Als Dritter im Bunde besteigt der Physiker Arthur Levain das Raumschiff, dessen Ziel der etwa dreihundert Lichtjahre entfernte Stern Beteigeuze ist. Während die Reise lediglich wenige Jahre dauert, werden auf der Erde hunderte von Jahren vergehen.
Zwei Jahre später erreichen die Männer sicher ihr Ziel, den riesigen pulsierenden Stern. Nach einigen astronomische Untersuchungen steht fest, dass das Zentralgestirn von vier Planeten umkreist wird. Einer von ihnen weist sogar erdähnliche Bedingungen wie eine Atmosphäre mit Sauerstoff und Stickstoff auf. Er eignet sich also perfekt für eine Erkundung. Mit ihrem Beischiff langen die Reisenden wenig später auf dem Planeten, den sie Soror nennen. Dort ähnelt tatsächlich vieles der Erde und bald treffen sie sogar auf Menschen. Doch diese befinden sich in einem unzivilisierten, primitiven Zustand, können nicht sprechen und gebärden sich auf eine für die Männer irritierende Weise. Erste Annäherungsversuche verlaufen mäßig erfolgreich und werden abrupt unterbrochen, als eine brutale Hetzjagd ausbricht. Eine Jagd, die von Gorillas mit Gewehren ausgeübt wird und an deren Ende sich Mérou zum Glück nicht wie viele andere menschliche Opfer tot aber als Gefangener wiederfindet. Doch das ist erst der Anfang, denn er wird in ein Labor gebracht, das von Orang-Utans und Schimpansen geführt wird und dessen Forschungsobjekte Menschen sind.

Irgendwann in der Zukunft sammeln die Weltraumreisenden Phyllis und Jinn eine Flaschenpost ein. Der erste Satz des darin enthaltenen Briefes lautet:
„Ich vertraue dieses Manuskript dem Weltall an, nicht in der Absicht, Beistand zu erlangen, sondern in dem Bemühen, dadurch die furchtbare Geißel bannen zu helfen, die die Menschheit bedroht.“

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31 Tage – 31 Bücher: Tag 30

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Nachdem ich die Aktion 31 Tage – 31 Bücher so lange vernachlässigt habe, beende ich das Ganze nun schnell noch vorm Jahreswechsel, um keine Altlasten mitzunehmen.

Poste den 1. Satz der 10. Seite des 5. Buches von rechts in der 3. Reihe deines Bücherregals.

Die 3. Reihe von oben oder unten gesehen? Und welches Bücherregal? In welchem Zimmer? Ich hätte da mehrere Regale sowie Bücherstabel zur Auswahl.

„Ich sträubte mich den ganzen Weg; was ich noch nie getan; und es bestärkte Bessie und Miss Abbot sehr in ihrer schlechten Meinung von mir.“

Na, aus welchem Meisterwerk stammt dieser Satz wohl? Wer das anhand dieses Satzes weiß, muss wirklich ein Crack sein. 🙂

Tatsächlich stand in der 3. Reihe von oben des ersten Bücherregals neben der Tür meines Hauptbücherlagers 😉 an fünfter Stelle von rechts Charlotte Brontes Jane Eyre.

[Rezension] P.G. Wodehouse: Der unvergleichliche Jeeves

Der wohlhabende Junggeselle Bertie Wooster möchte eigentlich nur dem müßigen Lebensstil frönen. Leider gibt es aber nicht nur eine große Verwandtschaft sondern ebenso Freunde, die diesen Wunsch stets vereiteln. Zur Zeit macht ihm besonders sein Freund Bingo Little das Leben schwer. Dieser verliebt sich allenthalben in ein anderes Mädchen und möchte dessen Herz erobern. Immer wieder benötigt er dazu Berties Hilfe, denn die auftretenden Probleme sind vielseitig. Mal benötigt er für eine Heirat mehr finanzielle Unterstützung von seinem Onkel. Ein anderes Mal ist die holde Angebetete noch nicht über ihr Glück in Kenntnis gesetzt. Auch die Wettleidenschaft der beiden Freunde, die weder vor Predigten noch vor Eierwettlauf halt macht, führt zu unerwarteten Entwicklungen. Glücklicherweise gibt es eine Person, die den Überblick bewahrt und wenn nötig die Dinge wieder in ruhige Bahnen lenkt. Es ist Woosters Diener Jeeves, der trotz mancher Dissonanzen über den Kleidungsstil seines Arbeitgebers dennoch treu zu ihm steht und ihm aus so mancher Patsche hilft. Weiterlesen?

31 Tage -31 Bücher: Tag 24

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Welche Liebesgeschichte würdest du selbst gerne einmal erleben?

Ich lese keine modernen Liebesromane. Lese ich von amourösen Verstrickungen, dann lediglich in Form einer (von mir meist unerwünschten) Nebenhandlung. Anders verhält es sich bei Klassikern. Da gibt es natürlich die ein oder andere Liebesgeschichte. Mein Interesse an diesen Klassikern liegt aber in erster Linie nicht in diesem Liebesgeplänkel. Eher in den dargestellten historischen und gesellschaftlichen Gegebenheiten etc. Weiterlesen?

[Rezension] Anna Seghers: Das siebte Kreuz

GärtnerinVersailles

„Und wenn er auch nur noch die Kraft für eine einzige winzig kleine Bewegung hatte, auf die Freiheit hin, wie sinnlos und nutzlos diese Bewegung auch sein mochte, er wollte diese Bewegung doch noch gemacht haben.“

Jeder Leser dürfte die Situation kennen, wenn ihn das Gefühl beschleicht, dass das Buch, in welches er versunken ist, zu einem Lieblingsbuch werden könnte. Während er weiterliest, verdichtet sich das Gefühl zur Gewissheit. Er spürt eine merkwürdige Magie, so als würde die Geschichte, die Sätze, die Formulierungen ihn persönlich meinen. Er fühlt sich aufgesogen, verstanden, ergriffen. Die Buchstaben berühren etwas im Inneren, in der Seele. Ein Ton trifft auf einen Resonanzboden. So kann es dem Leser mit Das siebte Kreuz gehen. Es beweist, dass Klassiker nicht ohne Grund als solche bezeichnet werden. Weiterlesen?

31 Tage – 31 Bücher: Tag 6

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Ein Klassiker, der auch Deiner Meinung nach zu Recht ein Klassiker ist.

Das siebte Kreuz von Anna Seghers 

Dabei handelt es sich um einen modernen Klassiker, der mich gleichermaßen gefesselt und berührt hat. Anna Seghers beschreibt die Zeit des Nationalsozialismus, seine Funktionsweisen, das Verhalten der Menschen im Allgemeinen und das des Flüchtigen im Speziellen auf sehr eindringliche Weise. Mir ging das Buch sehr nahe und ich kann es jedem, der etwas Interesse an der Thematik mitbringt, ans Herz legen.

Lieblingszitat:
„Und wenn er auch nur noch die Kraft für eine einzige winzig kleine Bewegung hatte, auf die Freiheit hin, wie sinnlos und nutzlos diese Bewegung auch sein mochte, er wollte diese Bewegung doch noch gemacht haben.“

Alles Wissenswerte zu 31 Tage – 31 Bücher bitte hier entlang. Und zu  meiner Rezension bitte hier.

31 Tage – 31 Bücher: Tag 5

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Ein Klassiker, bei dem Du nicht verstehen kannst, dass es ein Klassiker ist

„Klassiker“ ist ja eine Frage der Definition. Ich gehe nicht davon aus, dass mit dieser Frage nur Klassiker von Goethe, Schiller oder Shakespeare gemeint sind, oder? Es gibt ja auch moderne Klassiker wie Brave New World, 1984 oder Die Buddenbrocks. Ich beziehe diese also mit ein.
Ich denke, dass sogenannte Klassiker diesen Status aus irgendeinem Grund schon „verdient“ haben. Zumindest habe ich noch nie beim Lesen eines solchen gedacht: „Warum ist DER denn ein Klassiker?!“ Möglicherweise mochte ich manches Werk nicht (Sturmhöhe – Emily Bronte), aber ich konnte (soweit ich mich erinnern kann) immer erkennen, was seine Bedeutung ausmacht.

Liste der bisher beantworteten Fragen und alles weitere hier.

Tag 26-Nenne deinen liebsten Filmklassiker

Tja, was gilt denn als „Klassiker“?

Ein Film, der eine gewisse Anzahl von Jahren auf dem Buckel hat? Ein cineastisches Werk, das wegweisend für seine Zeit war? Das in irgendeiner Hinsicht neu und revolutionär war? Oder den Zeitgeist und das Lebensgefühl einer Generation eingefangen hat? Zeichnet sich ein Klassiker durch eine immerwährende Aktualität aus? Oder dadurch, dass er eine neue Ära des Films eingeleitet hat? Schätzungsweise kann alles oder einiges davon zutreffen, damit ein Film als „Klassiker“ eingestuft wird. Weiterlesen?

Tag 2: Nenne deinen Lieblingsfilm

Es ist sehr schwer, sich da auf einen einzigen Film zu beschränken. Um nicht zu sagen, es ist eine unmögliche Aufgabe. Dafür habe ich einfach zu viele Filme gesehen. Und es gibt ja auch unterschiedliche Gründe, die für diesen oder jenen sprechen und ihn zu etwas Besonderem machen. Mühsam habe ich es schließlich auf fünf beschränkt, aber die Liste könnte auf jeden Fall fortgeführt werden. Weiterlesen?