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Tag 12: Die/das 7. DVD/Blu-ray/Video in deinem Regal von rechts

An besagter Stelle steht die UK-Version der DVD von Persuasion aus dem Jahr 1995. Es handelt sich um eine BBC-Adaption des gleichnamigen Romans von Jane Austen.

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Meines Erachtens hat die BBC hiermit eine sehr gute Adaption produziert. Ob es die beste ist, kann ich nicht einordnen, da ich sonst nur noch die Version von ITV aus dem Jahr 2007 gesehen habe. Amanda Root verkörpert Anne Elliot jedoch sehr überzeugend. Auch optisch entspricht sie der Figur. Ein wenig unscheinbar und zurückhaltend. Und auch Ciarán Hinds erfüllt die Anforderungen. Er hat die raue Schale eines Seemanns, der seine tiefe Zuneigung aufgrund verletzter Gefühle nicht zeigen kann/will. Auch gibt es eine starke Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern und das Happy End rührt an.

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Während sich die Jahre der Trennung in Amanda Roots und Cirián Hinds‘ Gesichtern widerspiegelt, sehen Sally Hawkins und Rupert Penry-Jones 2007 doch einfach zu wenig vom Leben gezeichnet aus. Rupert sehe ich sehr gerne in unterschiedlichen Rollen und Captain Wentworth ist keine Ausnahme. Nichtsdestotrotz ist er schlicht „zu schön“ für diese Rolle. Nimmt man ihm ab, jahrelang zur See gefahren zu sein? Ist es glaubwürdig, dass er sich genauso zu Anne Eliott hingezogen fühlt wie umgekehrt? Eher nicht. Und Sally ist sogar eine glatte Fehlbesetzung. Zwar wird sie der Beschreibung der Figur einigermaßen gerecht, andererseits spielt sie Anne Elliot etwas, tja, dröge und leider auch etwas eindimensional. Vielleicht bin ich auch zu streng mit ihr. Denn die arme S. Hawkins hat zumindest für mich ein Handicap. Seit Happy Go Lucky wird sie immer dessen nervige Protagonistin bleiben. Egal in welchem Film sie auftaucht. Anders als beim BBC-Vorgänger entsteht leider auch kaum Chemie zwischen ihr und Rupert und daher wirkt die Liebesgeschichte weniger authentisch und sehr hölzern. Das Ende fällt dementsprechend wenig überzeugend aus. Das hilft nicht unbedingt dabei, einen Film euphorisch zu bewerten. Nichtsdestotrotz teilen sich die beiden Versionen sehr harmonisch ein Regalbrett und für einen Fan von Jane Austen ist ihr Besitz ohnehin Pflicht. Jawohl!

Was ist 31 Tage – 31 Filme? Wer hat’s erfunden? Siehe hier und hier.

[Filmkritik] Die Gärtnerin von Versailles

GärtnerinVersailles

Genre: Historisches Drama, Liebesfilm

Darsteller: Kate Winslet, Alan Rickman, Matthias Schoenaerts, Helen McCrory, Stanley Tucci, Rupert Penry-Jones, Jennifer Ehle u.a.

Produktionsland: Großbritannien

Jahr: 2015

Dauer: 117 Minuten

Frankreich, Ende des 17. Jahrhunderts

Sabine De Barra verdient nach dem Tod ihres Mannes ihren Unterhalt als Landschaftsgärtnerin. Sie bewirbt sich bei Meister Le Nôtre, der für den Bau der Gärten von Versailles verantwortlich ist. Ludwig XIV. möchte dort die vollkommene Parklandschaft erschaffen lassen und tatsächlich erteilt Le Nôtre ihr den Auftrag, einen Teil der Bauten zu übernehmen. Sabine muss sich nun mit dem Leben und den Gewohnheiten am Hofe vertraut machen, sich gegen ihre männlichen Kollegen durchsetzen und die wachsende Liebe zu Le Nôtre verarbeiten. Dessen Ehefrau geht zwar schon lange ihre eigenen Wege, ist aber keineswegs gewillt, dies auch ihrem Ehemann zuzugestehen.

Die Qualität des Films variiert. Weiterlesen?

[Filmkritik] Jane Eyre 2011

JaneEyre2011

Genre: Drama

Besetzung: Mia Wasikowska, Michael Fassbender, Jamie Bell, Sally Hawkins, Judi Dench u.a.

Produktionsland: UK, USA

Produktion: Focus Features, BBC Films u.a.

Jahr: 2011

Dauer: 120 Min

Romanvorlage: Charlotte Bronte, Jane Eyre, Insel Verlag 2011.

Seit der Roman von Charlotte Bronte 1847 erstmals veröffentlicht wurde, diente er vielen Filmen als Vorlage. Der wohl erste Versuch fand 1934 statt. Knapp 10 Jahre später folgten Joan Fontaine und Orson Welles als tragisches Liebespaar Jane Eyre und Edward Rochester. Es entstanden in regelmäßigen Abständen weitere Versionen für Kino und Fernsehen mit unterschiedlichen Typen von Schauspielern. Dazu gehörten u.a. Charlotte Gainsbourg und William Hurt (1996), Samantha Morton und Cirian Murphy(1997), Zelah Clarke und Timothy Dalton (2005). Besonders hervorzuheben ist der BBC-Mehrteiler von 2007 mit Ruth Wilson und Toby Stephens. An der Vielzahl der filmischen Umsetzungen kann man das anhaltende Interesse an der Geschichte sowie ihre Aktualität und Modernität ablesen.

Das Jahr 2011 zeichnete sich für einen weiteren Versuch, den Klassiker auf die Leinwand zu bannen, verantwortlich. Dieses Mal übernahmen Mia Wasikowska und Michael Fassbender die Hauptrollen.

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