Schlagwort-Archive: Kritik

Wunderbare Warenwelt #10: Postgeheimnis

Nach mehrmonatigem Hin und Her durfte die Deutsche Post ihre geplante Portoerhöhung dann doch durchführen. Natürlich war ich alles andere als begeistert, da ich häufiger Bücher- und Warensendungen nutze. Umso erstaunter und erfreuter war ich wiederum, als eine booklooker-Mail darüber informierte, dass die alten Preise noch bis zum 31. Dezember gelten. Weiterlesen?

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[Rezension] Beurteile nichts nach der Oberfläche

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Zuerst eine Warnung: Bitte lest den Klappentext der deutschen Ausgabe keinesfalls, bevor ihr den Roman gelesen habt. Sie gibt viel zu viel preis und beeinflusst das Lesevergnügen mit Sicherheit fundamental.

Schottland im Jahr 1863:

Die fünfzehnjährige Irin Bessy findet im Herrenhaus Haivers Castle eine Anstellung als Dienstmagd. Obwohl sich das Haus nicht im besten Zustand befindet und viel Arbeit bedeutet, ist das junge Mädchen froh unterzukommen und zudem fasziniert von Hausherrin Arabella. Als die merkwürdige Dinge von ihrer Untergebenen erwartet, z.B. mitten in der Nacht aufzustehen, sich immer wieder von einem Stuhl zu erheben oder ein Tagebuch über ihre Tätigkeiten, ihre Gefühle und Gedanken zu führen, erfüllt die ihrer Arbeitgeberin gerne die Wünsche. Das heißt aber nicht, dass Bessy sich nichts dabei denken würde. Was steckt hinter Arabellas Wünschen? Was ist mit Bessys Vorgängerin geschehen? Aber nicht nur die Herrin von Haivers Castle hat Geheimnisse, auch ihre Dienstmagd ist nicht, was sie vorgibt zu sein. Weiterlesen?

[Rezension] 100 Wörter reichen nicht

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Jean McClellan ist Linguistin und forscht auf dem Gebiet des Wernicke-Syndroms, einer neurologischen Sprachstörung. Außerdem ist sie Ehefrau des Präsidentenberaters Patrick McClellan und Mutter von vier Kindern. Seit einigen Jahren trifft allerdings nur noch der zweite Satz auf sie zu, denn seit die Reinen an die Macht gekommen sind darf sie nicht mehr arbeiten und täglich nur noch hundert Wörter sprechen. Mittels eines elektronischen Armbands wird jede Überschreitung des Tageslimits mit starken Stromstößen bestraft. So ergeht es allen Frauen der USA.
Als der Bruder des Staatsoberhaupts einen Skiunfall hat und sich das Wernicke-Syndrom zuzieht, wird Jean von ihrem Armband befreit. Sie soll ihre Forschungen an einem Heilmittel beenden. Vielleicht ist das die Möglichkeit, nicht nur sich selbst von der Unterdrückung zu befreien. Weiterlesen?

[Netflix] Dunkle Vergangenheit wirft lange Schatten

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2019 passieren im fiktiven deutschen Städtchen Winnenden merkwürdige Dinge.

Seit Tagen wird schon nach dem vermissten Schüler Erik gefahndet. Vögel fallen vom Himmel, Schafe liegen tot auf der Weide. Ein Junge mit verbrannten Augen wird im Wald gefunden, gekleidet im Stil der Achtzigerjahre. Als dann auch noch Mikkel, der Sohn des Polizisten Ulrich Nielsen spurlos verschwindet, erinnert der sich an seinen Bruder Mads, dem 33 Jahre zuvor dasselbe geschah und der nie wieder auftauchte. Was hat die dunkle Höhle im Wald damit zu tun? Oder spielt das örtliche Atomkraftwerk eine Rolle? Offensichtlich betrifft das Geheimnis vier Familien, die sich den Vorgängen nicht entziehen können und sich auf die Suche nach Antworten begeben. Weiterlesen?

[Hörbuch-Rezension] Von Damaskus in die deutsche Literaturszene

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Der aus Damaskus stammende Rafik Schami hat sich in den letzten vierzig Jahren einen Ruf als wunderbarer Geschichtenerzähler erarbeitet. Wer schon einmal in den Genuss einer seiner Lesungen gekommen ist, kann nur beeindruckt sein von seiner lebendigen und reichen Erzählkunst. Weiterlesen?

[Filmkritik] Netflix: To The Bone

To the Bone

Ellen (Lily Collins) ist zwanzig Jahre alt, Teil einer Patchworkfamilie, kann sehr gut zeichnen. Aber ihr Leben wird von der Magersucht bestimmt und bedroht. Ihr Vater ist zu beschäftigt, um sich um seine Tochter zu kümmern, ihre Mutter ist mit ihrer Lebensgefährtin fortgezogen. Obwohl ihre Stiefmutter Susan (Carrie Preston) und ihre Schwester Kelly (Liana Liberato) Ellen zur Seite stehen, können sie ihr doch nicht helfen. Nachdem sie wieder einmal eine Therapie abgebrochen hat, organisiert Susan einen Platz in der Wohngruppe des angesehenen Spezialisten Dr. Beckham. Allen ist klar, dass es Ellens letzte Chance ist, gesund zu werden.

Vorbemerkung: Die Kritik erfolgt aus Sicht eines völligen Laien. Betroffene haben mit Sicherheit einen anderen Blick auf den Film. Weiterlesen?

[Filmkritik] The Greatest Showman

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P.T. Barnum (Hugh Jackman) mag in Armut aufgewachsen sein, aber an Fantasie fehlte es ihm nie. Schon als Junge war er sich sicher, die Welt nach seinen Vorstellungen gestalten zu können. Seine Jugendliebe Charity (Michelle Williams) lässt sich von seinen Träumereien anstecken. Als sie heiraten und Töchter haben, geht ihr Mann zwar einem geregelten Bürojob nach, doch als er gekündigt wird, fasst er einen tollkühnen Plan. Er will Kuriositäten ausstellen. Der Erfolg ist mäßig, da anscheinend niemand Geld dafür bezahlen möchte, starre Wachsfiguren zu betrachten. Also beschließt Barnum, lebendige Menschen zu zeigen. Eine Dame mit Bart, einen Kleinwüchsigen, einen Riesen, einen Tätowierten…. Tatsächlich stellt sich endlich der ersehnte Erfolg ein, ruft aber auch Hass gegen das Andersartige auf den Plan. Weiterlesen?