Schlagwort-Archive: Kunst

[Rezension] Tragische Liebe(n) über die Zeiten hinweg

MotronUhrmachers

Zufällig findet Archivarin Elodie an ihrem Arbeitsplatz einen vergessenen Karton. Neben einer edlen Aktentasche befinden sich darin das Foto einer jungen Frau und ein Skizzenblock. Eine der Zeichnungen zeigt ein Herrenhaus, das Elodie zwar noch nie gesehen hat, aber aus den Gute-Nacht- Geschichten ihrer kennt. Obwohl sie kurz vor der Hochzeit steht, fühlt sie sich magisch angezogen und beschließt, herauszufinden, was es mit der Fremden und der Erinnerung an ein fremdes Anwesen auf sich hat.

Als Edward das Herrenhaus Birchwood Manor kaufen konnte, war er überglücklich. Ein Kindheitserlebnis verband ihn fest damit. Nun würde er mit seinen Künstlerkollegen, seiner Schwester und seiner Muse dorthin fahren. Als aufstrebender Maler würde er dort sicher seine besten Werke schaffen. Wie konnte er ahnen, wie tragisch dieser Sommer enden sollte? Dass mehr als ein Leben zerstört werden würde? Weiterlesen?

[Rezension] Eileen Ramsay: Jene Tage in Dummsdorf (Lissabon)

Lissabon

Drei Frauen, nein eigentlich vier, stehen im Zentrum des Romans. Die Studentin Lucy erhält von ihrer Mutter Suzanne, die gerade von ihrem Ehemann schmählich verlassen wurde, einen Notenkoffer. Darin befinden sich die wenigen Hinterlassenschaften von Suzannes Mutter Claire, die diese jedoch nie richtig kennengelernt hat. Lucy möchte Licht in die Lebensgeschichte ihrer Großmutter bringen und wird durch die neue Nachbarin Alex unterstützt. Gemeinsam lüften sie im Verlauf des Romans das Geheimnis um Jene Tage in Lissabon, die für Claire und ihre drei dort geschlossenen Männerbekanntschaften schicksalhaft wurden und um ein berühmtes Gemälde, das seitdem als verschollen gilt.

Es wird wohl nicht zuviel verraten, wenn erwähnt wird, dass selbstverständlich alle drei Frauen ihre große Liebe finden werden. Wie könnte es anders sein?!
Und um ebenfalls falsche Erwartungen zu dämpfen: Der geschichtliche Aspekt, der durch die Großmutter entstehen soll, ließ unberechtigter Weise hoffen, dass es nicht ausschließlich um die Befindlichkeiten überspannter Frauen gehen würde. Diese Erwartungen erweisen sich allerdings als falsch. Stattdessen fallen dem Leser im Laufe des Lesens Stichworte ein wie „langweilig, lächerlich, prätentiös“ und „von an Frechheit grenzender Oberflächlichkeit“.

Begründung mit leichten Spoilern
Hier müssen zur Veranschaulichung einfach Sätze zitiert werden. Weiterlesen?

[Rezension] Karina Albrecht, Ute Patel-Missfeldt: Vom Vergnügen anders zu sein

VomVergnügenRahmen

In Vom Vergnügen anders zu sein erzählt Karina Albrecht gemeinsam mit Ute Patel-Missfeldt vom Leben der Künstlerin. Und es ist wirklich ein vielschichtiges Leben, in dem Freud und Leid dicht bei einander liegen. Dementsprechend wechseln heitere Anekdoten und ernste Passagen, die jedoch gleichermaßen mit feinem Humor erzählt werden. In jedem Fall tritt Frau Patel-Missfeldt den Geschehnissen mit viel Tatkraft und Optimismus entgegen.

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