Schlagwort-Archive: Netflix

[Filmkritik] The Prom (Netflix) (OV) spoilerfrei

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Emma (Jo Ellen Pellman) lebt in der Kleinstadt Edgewater in Indiana, wo der Abschlussball ihrer Schule kurz bevorsteht. Allerdings möchte sie den nicht traditionell mit einer männlichen Begleitung bestreiten, sondern mit ihrer Freundin. Toleranz gehört jedoch nicht zu den Werten von Edgewater, sodass der Elternbeirat mit seiner Vorsitzenden Mrs. Greene (Kerry Washington) als Speerspitze dafür sorgt, dass „The Prom“ abgesagt wird.

In New York City bestreiten die alten Showhasen Dee Dee Allen (Meryl Streep) und Barry Glickman (James Corden) die Premiere ihres neuen Musicals Eleanor! The Eleanor Roosevelt Story (keine historische Figur ohne Musicalverwurstung 😉 ). Über den ersten Auftritt werden sie nicht hinauskommen, da die Kritiken vernichtend sind und die Show eingestellt wird. Da auch Dee Dee und Barry ihr Fett wegbekommen und als Narzissten bezeichnet werden, müssen sie dringend etwas tun, um ihr Image aufzupolieren. Wie wäre es, sich völlig selbstlos (!) für einen guten Zweck einzusetzen? Zum Beispiel dafür zu sorgen, dass eine High-School-Absolventin mit ihrer Freundin zum Abschlussball gehen kann? Unterstützt werden sie dabei von Trent Oliver (Andrew Rannells), einen ehemaligen Sitcom-Schauspieler, der zwar Juilliard besucht hat, aber sein Geld als Barkeeper verdient, und Angie Dickinson (Nicole Kidman), die gerade ihren Job als Chorgirl im Musical Chicago geschmissen hat. Auf nach Edgewater!

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[Filmkritik] Klaus (Netflix)

Jesper (Jason Schwartzman) ist der verzogene, verwöhnte Sohn des obersten Postbotenausbilders. Eigentlich soll auch er zum Postboten ausgebildet werden, glänzt dabei jedoch durch Abwesenheit statt Eifer. Jetzt aber hat sein Vater die Nase endgültig voll und ergreift drastische Maßnahmen. Der ungeratenen Zögling soll nach Smeerensburg, einem Dorf in der Nähe des Nordpols. Erst wenn Jesper sechstausend Briefe zugestellt hat, darf er nach Hause zurückkehren. In seinem neuen, unwirtlichen „Zuhause“ angekommen, muss der angehende Postbote feststellen, dass sich die Dorfbewohner nicht nur im ständigen Krieg miteinander befinden, sondern auch dass keine Briefe geschrieben werden. Nicht einmal Drohbriefe. Wie also soll Jesper jemals wieder heimkommen?
Zufällig lernt Jesper bald darauf den Holzfäller Klaus (J.K. Simmons) kennen, der abgeschieden in einer Hütte außerhalb von Smeerensburg lebt. Vogelhäuschen, deren Bewohner und selbstgemachtes Spielzeug sind seine einzigen Begleiter. Noch wissen die beiden Männer nicht, dass ihre Bekanntschaft nicht nur ihre eigenen Leben, sondern auch das der Smeerenburgers für immer ändern wird.

Vor ein paar Wochen habe ich Toy Story 4 gesehen. Ich mochte den Film (allen voran Forky) und habe mir am Ende sogar ein paar Tränen aus den Augenwinkeln gewischt. Animationsfilm schaffen das selten, obwohl ich mich generell leicht von Filmen rühren lasse.

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[Serienkritik] The Haunting of Hill House (OV) (Netflix)

Die Netflix-Serie "Spuk in Hill House" begünstigt Angststörungen.

Als Kinder verloren die fünf Geschwister Crain ihre Mutter Olivia (Carla Gugino) unter mysteriösen und tragischen Umständen. Damals lebte die Familie in Hill House, einem düsteren Anwesen, das die Eltern restaurieren wollten, das aber ein Eigenleben zu haben schien. In dessen Wänden Geister und unheimliche Erscheinungen lauerten. Nach jener Nacht wuchsen die Kinder bei ihrer Tante auf. Von ihrem Vater Hugh (Henry Thomas/Timothy Hutton) haben sie sich entfremdet.
Steven (Paxton Singleton/Michiel Huisman), Shirley (Lulu Wilson/Elizabeth Reaser), Theodora (McKenna Grace/Kate Siegel) und die Zwillinge Nell (Violet McGraw/Victoria Pedretti) und Luke (Julian Hilliard/Oliver Jackson-Cohen) haben danach ganz individuelle und teilweise destruktive Strategien entwickelt, um mit dem traumatischen Geschehen umzugehen. Als Nelly Jahrzehnte später ausgerechnet in Hill House Suizid verübt, müssen sie erkennen, dass ihre Strategien mehr schlecht als recht funktioniert haben und Hill House noch eine Rechnung mit der Familie offen hat.

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[Serienkritik] The Haunting of Bly Manor (OV) (Netflix)

Bly Manor

Vor ungefähr einem Jahr machte die Netflix-Serie The Haunting of Hill House starken Eindruck auf mich. Es brauchte also keinen langwierigen Entscheidungsfindungsprozess, um The Haunting of Bly Manor einzuschalten. Dabei handelt es sich übrigens nicht um eine Fortsetzung von Hill House (das ohnehin in sich abgeschlossen ist), sondern um eine neue Geschichte, die von denselben Machern verantwortet wird. Ebenso wie ihre Vorgängerin basiert die neunteilige Serie, die am 9. Oktober 2020 erschienen ist, auf einer literarischen Vorlage (The Turn of the Screw von Henry James), die allerdings sehr frei ausgelegt und ausgeschmückt wird.

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[Serienkritik] Dirty John 2. Staffel: Betty (Netflix)

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Am 5. November 1989 betritt Betty Broderick um halb sechs morgens das Schlafzimmer ihres Ex-Ehemanns Daniel T. Broderick III. und seiner zweiten Ehefrau Linda. Sie zückt einen Revolver und erschießt das schlafende Paar. Weiterlesen

Medienrückblick Juli ’20: Bewölkt, aber stellenweise sonnig

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Obwohl der Juli schon eine ganze Weile zurückliegt, möchte ich den Rückblick trotzdem der Vollständigkeit halber noch liefern. Außerdem gab es einige Tops und Flops, die entsprechenden Lob und Tadel erhalten sollen.

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[Filmkritik] And … points go to Eurovision Song Contest: The Story of Fire Saga (OV)

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Lars (Will Ferrell) träumte schon als Junge davon, seine Heimat Island beim Eurovision Song Contest vertreten zu dürfen. Inzwischen absolviert er gemeinsam mit seiner besten Freundin Sigrit (Rachel McAdams) Auftritte im örtlichen Pub seines kleinen Heimatdorfs Husavik, wo man seine selbstgeschriebenen Songs allerdings wenig zu schätzen weiß. Auch seinem Vater (Pierce Brosnan) sind Lars‘ Träumereien peinlich. All das könnte sich natürlich ändern, wenn Lars nicht nur am ESC teilnehmen, sondern auch gewinnen würde!
Obwohl jeder ihnen bescheinigt, wie schlecht sie sind, schaffen es Lars und Sigrit tatsächlich erst beim isländischen Vorentscheid und dann beim Halbfinale in Edinburg anzutreten. Doch nicht nur ihr Vorhaben, es ins Finale zu schaffen, scheint verrückt, sondern auch der Gesangswettbewerb selbst.

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[Serienkritik] The Stranger (OV)

Stranger

In der Stadt geht eine Fremde (Hannah John-Kamen) um und offenbart Menschen, dass sie ihre Geheimnisse oder die ihrer Verwandten kennt. Adam Price (Richard Armitage) erfährt so, dass seine Frau Corinne (Dervla Kirwan) ihre Schwangerschaft und Fehlgeburt vor einigen Jahren vorgetäuscht hat und seine Söhne ebenfalls nicht von ihm sein könnten. Als Adam Corinne zur Rede stellt, gibt sie es zu, erklärt aber, es verberge sich mehr dahinter als die damals drohende Trennung abzuwenden. Kurz darauf verschwindet sie spurlos und Adam begibt sich auf eine verzweifelte Suche.
Auch Adams Sohn hat ein Geheimnis. Er und seine Freunde waren nachts heimlich auf einer Party. Am nächsten Morgen wird in der Nähe ein schwerverletzter nackter Junge aufgefunden. Zeitgleich entdecken Passanten in der Innenstadt ein geköpftes Lama. Detektive Johanna Griffin (Siobhan Finneran), die den Fall des verletzten Jungen untersucht, ahnt, es könne einen Zusammenhang geben.

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[Serienkritik] Spinning Out (OV)

Spinning Out

Seit Eiskunstläuferin Kat (Kaya Scodelario) vor einem Jahr bei einem Wettbewerb schwer gestürzt ist, fürchtet sie sich vor den anspruchsvollen Sprüngen. Außerdem hat sie wie ihre Mutter Carol (January Jones) eine biopolare Störung, von der aber niemand außerhalb der Familie wissen soll. Ihre einst vielversprechende Karriere steht deshalb kurz vor dem Aus, doch dann erhält sie die Möglichkeit, Partnerin des talentierten Justin Davis (Evan Roderick) zu werden. Obwohl sie ihre Schwierigkeiten mit dem feierwütigen Justin hat, will sie ihre Chance nutzen. Weiterlesen?

[Filmkritik] Marriage Story (OV)

Marriage Story

Nicole (Scarlett Johansson) und Charlie Barber (Adam Driver) leben mit ihrem Sohn Henry (Azhy Robertson) in New York. Charlie ist ein erfolgreicher Theaterregisseur und leitet eine eigene Theater-Company. Nicole ist Schauspielerin, die als Jugendliche Filme gedreht hat und seit ihrer Heirat ebenfalls in der Theatergruppe arbeitet. Obwohl die immer erfolgreicher wird und jetzt sogar kurz vor dem Sprung an den Broadway steht, kriselt es zunehmend in der Barber-Ehe. Da bekommt Nicole ein Rollenangebot für eine Fernsehserie und ihr wird klar, dass sie eigene Wege gehen will. Charlie glaubt, der Umzug nach Los Angeles sei vorläufig und stimmt zu, er selbst bleibt wegen des neuen Stücks in New York. Obwohl beide vereinbart haben, eine einvernehmliche Trennung ohne Anwälte zu vollziehen, engagiert Nicole an ihrem neuen Wohnort schließlich Nora Fanshaw (Laura Dern). Bei seinem nächsten Besuch erhält Charlie die Scheidungspapiere und der lange und für alle Seiten schmerzhafte Prozess einer Scheidung beginnt. Weiterlesen?