Schlagwort-Archive: Piper

[Rezension] Zwei Esel auf dem Jakobsweg

Moore Jakobsweg

Als ein Bekannter davon spricht den Jakobsweg entlang wandern zu wollen, hält Tim Moore das für einen Scherz. Sind Pilger nicht Pestkranke mit speckigen Umhängen aus dem Mittelalter oder Zausel aus Das Leben des Brian? Dennoch setzt sich die Idee in seinem Hinterkopf fest. Da das Vorhaben sowieso schon verrückt zu sein scheint, warum nicht einen Esel zum Begleiter wählen? Und irgendwann stehen Tim und Shinto in Saint-Jean-Pied-de-Port und starten ihren Fußmarsch nach Santiago de Compostela. Weiterlesen?

[Rezension] Jane Yolen: Dornrose

Dornrose

Beccas stärkste Erinnerung an ihre Großmutter Gemma ist das Märchen von Dornröschen, welches diese immer und immer wieder ihren drei Enkelinnen erzählte. Als Gemma Jahre später stirbt, findet sich in ihren Hinterlassenschaften eine geheimnisvolle Schatulle. Die enthaltenen Zeitungsartikel, Fotos und Dokumente werfen ein neues Licht auf die alte Dame und es wird deutlich, dass ihre eigene Familie fast nichts von ihr wusste. Nicht einmal ihren richtigen Namen. Becca, die inzwischen als Journalisten bei der örtlichen Zeitung arbeitet, macht sich auf die Suche nach der jungen Gemma. Nach der Frau, die während des Zweiten Weltkriegs in die USA floh. Bald weiß sie, dass das Märchen von Dornröschen eine wahren Kern besitzt. Einen schwarzen Kern, der im Holocaust geboren wurde und der sie nach Polen führen wird.  Weiterlesen?

[Rezension] John Boyne: Das Vermächtnis der Montignacs

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Als Peter Montignac stirbt, hinterlässt er nicht nur seine Tochter Stella und Neffen Owen, sondern auch ein ansehnliches Vermögen inklusive des imposanten Familienstammsitzes Leyville. Da der Besitz der Montignacs traditionell in der männlichen Linie weitergegeben wird, rechnet Owen fest damit, zum Alleinerben ernannt zu werden. Zumal sein Vater als Erstgeborener ohnehin der eigentliche Besitzer gewesen wäre. Doch überraschender Weise hat Peter Montignac mit der Tradition gebrochen und das gesamte Vermögen Stella vermacht. Owen ist darüber außer sich. Nun wurde er genauso wie sein Vater um sein Geburtsrecht gebracht. Und dann will Stella auch noch diesen Tölpel und Blumenfreund Raymond heiraten. Es läuft also nicht gut für Owen. Doch dann tun sich ein paar Möglichkeiten auf, die er nur ergreifen muss, um das Schicksal zu seinen Gunsten zu wenden.  Weiterlesen?

[Rezension] John Boyne: Das Haus zur besonderen Verwendung

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In Das Haus zur besonderen Verwendung erzählt Georgi Jatschmenew seine wechselhafte Lebensgeschichte. Ihren Ausgang nimmt sie in einem kleinen russischen Dorf, führt über den Hof des letzten Zaren bis ins Exil nach London. Umspannt die Zeit von 1915 bis in die frühen Achtziger Jahre. Berichtet von den Brüchen in seiner Biografie, z.B. einem verhinderten Attentatsversuch auf den Vetter des Zaren, der Erschießung der Zarenfamilie, der Krebserkrankung seiner Ehefrau. Schlaglichter aus einem bewegten Leben, das dem Leitstern einer großen Liebe folgt. Weiterlesen?

[Rezension] Nathan Hill: Geister

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Einst als neue literarische Stimme Amerikas gefeiert, muss sich der junge Literaturprofessor Samuel Anderson nun mit unmotivierten Studenten herumschlagen. In seiner Freizeit sucht er Ablenkung in dem Online-Spiel „Elfscape“. Sein Leben gerät aus den eingefahrenen Bahnen, als er erst eine Studentin gegen sich aufbringt und dann einen Anruf von einem Anwalt erhält. Der vertritt Samuels Mutter, die ein Attentat auf einen konservativen Politiker verübt haben soll. Die Frau, die ihn verlassen hat, als er elf Jahre alt war und mit der er seit über zwanzig Jahren keinen Kontakt hatte. Der Anwalt bittet ihn, für sie zu bürgen und zwingt Samuel damit, sich endlich mit der vertrauten Fremden auseinanderzusetzen. Weiterlesen?

[Rezension] Silenus

Silenus

George kennt seinen Vater nicht, aber er glaubt zu wissen, wer es ist. Eines Tages macht er sich auf die Suche nach ihm. Das ist allerdings nicht so einfach, da Silenus einer Truppe von Vaudeville-Künstlern vorsteht, die quer durch die USA von Theater zu Theater reisen.
Als George ihm schließlich gegenübersteht, muss er Silenus auch gleich vor einer großen Gefahr warnen. Gemeinsam mit dessen Truppe durchstreift er von nun an das Land, immer auf der Suche, immer auf der Flucht.

Es ist recht schwierig, Silenus zu rezensieren. Es gibt Schwächen, hat aber auch im wahrsten Sinne starke Seiten. Weiterlesen?

[Rezension] Die dunklen Mauern von Willard State

WillardState

Izzy soll ihren Pflegeeltern helfen, die Koffer früherer Psychiatriepatienten zu katalogisieren. Dies fördert Gefühle und Erinnerungen zutage, die sie bisher versuchte, zu verdrängen. Denn ihre Mutter erschoss vor Jahren ihren Ehemann und Izzy glaubt, dass dafür nur eine Geisteskrankheit verantwortlich sein kann. Und sie fürchtet, diese womöglich geerbt zu haben. Außerdem macht ihr die Situation an ihrer neuen Schule zu schaffen, wird sie doch von einigen Mitschülerinnen gemobbt. Während ihrer Arbeit in Willard State Asylum stößt sie auf den Besitz der ehemaligen Patientin Clara Cartwright. Auch ein Tagebuch ist unter den Gegenständen. Izzy möchte mehr über das Schicksal der jungen Frau erfahren und beginnt zu recherchieren. Weiterlesen?