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[Blogparade] Zum Karriereende des Daniel Day-Lewis

Daniel Day-Lewis hat vor ein paar Tagen seinen Abschied vom Beruf des Schauspielers verkündet. Obwohl es mich nur peripher tangiert, da mich seine Filme selten angesprochen haben und ich nur einen sehr geringen Bruchteil davon gesehen habe, ist es natürlich grundsätzlich schade, einen begabten Mimen zu verlieren. Denn das ist er zweifelsohne. Allerdings kann ich durchaus verstehen, dass alles seine Zeit hat und man mit etwas aufhört, wenn man fühlt, dass die Zeit reif ist.

Solch eine Entscheidung stände vielleicht auch anderen SchauspielerInnen gut zu Gesicht und so gibt es nun auf Ma-Go Filmtipps anlässlich von Mr. Day-Lewis Rücktritt  eine Blogparade deren Frage lautet:

Welche Schauspieler/innen hätte eurer Meinung nach ihre Karriere besser frühzeitig selbstbestimmt beendet und warum?

Natürlich gebe ich nur allzu gerne meinen Senf dazu.

Johnny Depp

Er steht an erster Stelle, weil er mir spontan als Erster einfiel. Ich wette, dass wird vielen Teilnehmern ebenso gehen.

Meines Erachtens nach hat er einen extrem hohen Fall absolviert. Anfangs war er anders als alle anderen Schauspieler, er spielte ungewöhnliche Rollen voller Tiefgang und hatte auf und abseits der Leinwand großes Charisma. Doch dann übernahm er die Rolle des Jack Sparrow. Eigentlich eine tolle Figur, die er mit Leben und einem ganz eigenen Stil erschuf. Doch statt es bei maximal zwei Teilen zu belassen und sich neue Perspektiven zu suchen, verkaufte er sich an Disney und leiert die Sparrow-Nummer immer weiter bis ihn (fast) keiner mehr darin sehen kann. Da hilft es auch nicht mehr, dass er in den Filmen seines Kumpanen Tim Burton immer und immer (und immer) wieder anscheinend denselben verrückten Charakter in abgewandelter Form spielt.

Es tut mir wirklich leid um Mr. Depp, denn über Potential und Können verfügt er meiner Meinung nach immer noch.

Brad Pitt

Brad Pitt hat in seiner Karriere wirklich tolle Filme gemacht. Leider habe ich aber den Eindruck, dass seine Karriere nach Der seltsame Fall des Benjamin Button und vielleicht mit Beginn seiner Liebe zu Angelina Jolie einen steilen Abschwung erlebt hat. Ich bin mir zwar nicht sicher, ob Mr. Pitt überhaupt großes schauspielerisches Vermögen besitzt, aber zumindest konnte er sein Können früher in ein besseres Licht rücken. Klar, er hat seitdem in großen Produktionen mitgespielt (Inglorious Bastards, Twelve Years a Slave), stach aber meiner Meinung nach nicht hervor.

Cameron Diaz

Cameron Diaz habe ich zu keiner Zeit für eine große Schauspielerin gehalten. Wenn mir einer ihrer Filme mal ganz gut gefiel, wie z.B. Liebe braucht keine Ferien, dann lag das nicht an ihr. Abgesehen davon sind ihre „guten“ Filme schon lange her und die letzten wie Bad Teacher oder Schadensfreundinnen meiner Meinung nach völlig überflüssig. Von mir aus hätte sie ihre Schauspielkarriere gar nicht erst beginnen müssen, folglich wäre ein Ende mehr als angebracht 🙂 .

Harrison Ford

„Harrison Ford?!“ wird vielleicht mancher an dieser Stelle empört ausrufen. Ja, Harrison Ford. Mal ehrlich, ein großer Schauspieler ist er doch eigentlich nicht, oder? Ja, er hat sich als Han Solo und Indiana Jones einen Platz im Film-Olymp gesichert, aber kaum im Schauspiel-Olymp. Irgendwie spielt er doch immer ähnlich. Außerdem hätte er sich Indiana Jones IV und Star Wars VII sparen können, hat er seinen Figuren doch nichts Entscheidendes mehr hinzugefügt. Abgesehen davon war seine letzte interessante Rolle wohl in Schatten der Wahrheit zu sehen, was nun wirklich schon geraume Zeit zurückliegt. Der kommende Blade Runner ändert meine Meinung vermutlich leider auch nicht.

Demi Moore

Es gab eine Zeit, in der Demi Moore in richtig guten Filmen auftauchte. Dazu gehören u.a. Ein unmoralisches Angebot und Ghost. Doch die großen Rollen liegen weit zurück in den Neunziger Jahren und so wie ich die Sache sehe, folgten seitdem keine besonders guten oder guten Rollen bzw. Filme mehr. Zufällig habe ich gestern den Trailer zu Blind, ihrem neuesten Film, gesehen. Abgesehen davon, dass der keine sonderlich interessante Geschichte zu erzählen scheint, muss ich leider sagen, dass Demi Moore darin sehr geliftet aussieht. Für mich wird dadurch das Darstellungsvermögen leider grundsätzlich eingeschränkt. Außerdem sehe ich bis ins Maskenhafte geliftete SchauspielerInnen einfach nicht so gerne. Langweilige Rollen gepaart mit übermäßigem Lifting lassen mich schließen, dass Demi den Beruf gerne nach Ein unmoralisches Angebot hätte aufgeben können.

Wie seht Ihr die Sache? Wessen Abschied vom Filmgeschäft ist längst überfällig? Macht doch mit bei der Blogparade. Ich bin sehr gespannt auf Eure Meinung.

SFB-Donnerstag #29: SchauspielerInnen/SchriftstellerInnen

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Gibt es SchauspielerInnen bzw. SchriftstellerInnen, von denen du jeden Film schauen bzw. jedes Buch lesen würdest? Und umgekehrt: Gibt es SchauspielerInnen und SchrifststellerInnen, um die du einen weiten Bogen machst?  Weiterlesen?

FlohmarktFunde #1

In dieser neuen Rubrik möchte ich Euch in loser Reihenfolge Sachen meist des Unterhaltungssektors oder Fandoms vorstellen, die ich auf dem ein oder anderen Flohmarkt erstanden habe. Es sind in erster Linie Überraschungskäufe, von denen ich meist vorher gar nicht ahnte, dass es diese Dinge überhaupt gibt. Also keine Bücher oder DVDs, die eh schon auf meiner Liste standen, sondern Dinge, die mich überraschend gefunden haben. Oder ich sie. Wer weiß das schon so genau ? Weiterlesen?

[Rezension] Adel verpflichtet

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Schauspiellegende Sir Alec Guinness willigt ein, achtzehn Monate lang Tagebuch zu führen und es dann veröffentlichen zu lassen. Von Neujahr 1995 bis Juni 1996 hält er seine täglichen Aufgaben, Erlebnisse, die Meinung zur Weltlage und andere Kuriositäten des Lebens fest. Mit feinem Gespür und einer üppigen Prise Humor beschreibt er seine Umwelt, Situationen und Mitmenschen. Manch treffende Beschreibung führt den Leser vom Schmunzeln bis zu kleinen Aha-Erlebnissen. Und es ist interessant, wenn er seine zwischenmenschlichen Verbindungen zu Branchengrößen wie Peter Sellers, David Lean, Peter Ustinov, Vincent Price beschreibt und sie so ein wenig vom Sockel hebt. Besonders witzig mutet seine stete Abneigung gegen das Autogrammschreiben oder das Halten von Reden an. Im ersten Fall machen ihm besonders die Star-Wars-Fans zu schaffen, die Berge von Autogrammbitten auf seinem Schreibtisch erschaffen.

„Adel verpflichtet“ ist ein Kleinod für Zwischendurch. Auf leider nur wenigen Seiten entfaltet sich Guinness‘ Persönlichkeit. Sein Schreibstil ist amüsant, interessant, macht nachdenklich, eröffnet Perspektiven und ist manchmal einfach kontemplativ. In jedem Fall ist das Tagebuch nicht nur für Filmfans empfehlenswert. Darüber hinaus macht es außerdem sehr neugierig auf A. Guinness‘ Memoiren „Das Glück hinter der Maske“ (eine sehr schlechte Übersetzung des Originaltitels „Blessings in Disguise“).

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Alec Guinness, Adel verpflichtet, Henschel Verlag 1998.

Tag 9: Welcher ist der schlechteste Film deines/r Lieblingsschauspielers/in?

Die Frage erfordert etwas Denkarbeit.

Zuerst muss man über Lieblingsregisseure/in-Schauspieler/in sinnieren und dann noch über ihre miesesten Leistungen. Außerdem habe ich nicht jeden Film dieser Leute gesehen, denn ein Film muss mehr mitbringen als einen bestimmten Schauspieler/in oder -Regisseur/in. Der Plot sollte definitiv interessant klingen, denn kein toller Regisseur/in oder Schauspieler/in kann aus Kohle einen Diamanten formen.

Nichtsdestotrotz fällt mir ein Film ein, der irgendwann mal im Nachtprogramm des ZDF lief und weil Tom Hanks in einer sehr frühen Rolle mitspielte, blieb ich hängen. Nach einer Weile wurde aber klar, dass das Werk echt unterirdisch ist. Die Geschichte ist furchtbar und driftet in schlecht gemachte Fantasy ab. Die Produktion sah sehr preisgrünstig aus. Habe mal für diese Frage Imdb befragt, um den Titel in Erfahrung zu bringen. Demnach hieß das Machwerk Labyrinth der Monster, war ein TV-Movie und eine der ersten Filmproduktionen mit Tom Hanks. Er war jung und brauchte wohl das Geld ;). Glücklicherweise hat er sich danach als Schauspieler weiterentwickelt und bessere Angebote erhalten. Tom Hanks ist jetzt nicht mein Lieblingsschauspieler. Ich muss nicht jeden Film von ihm sehen, aber ich mag ihn. Am besten gefallen mir seine Filme Forrest Gump, e-m@il für Dich und Cast Away (um mit etwas Positivem abzuschließen). Bei Imdb war zu lesen, dass er an der Verfilmung von The Circle beteiligt ist. Das ist spricht durchaus zusätzlich für den Kauf einer Kinokarte.

Dies war Tag 9 im Rahmen der Blogparade 31 Tage – 31 Filme. Worum es dabei geht, könnt Ihr hier lesen.