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[Rezension] Adel verpflichtet

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Schauspiellegende Sir Alec Guinness willigt ein, achtzehn Monate lang Tagebuch zu führen und es dann veröffentlichen zu lassen. Von Neujahr 1995 bis Juni 1996 hält er seine täglichen Aufgaben, Erlebnisse, die Meinung zur Weltlage und andere Kuriositäten des Lebens fest. Mit feinem Gespür und einer üppigen Prise Humor beschreibt er seine Umwelt, Situationen und Mitmenschen. Manch treffende Beschreibung führt den Leser vom Schmunzeln bis zu kleinen Aha-Erlebnissen. Und es ist interessant, wenn er seine zwischenmenschlichen Verbindungen zu Branchengrößen wie Peter Sellers, David Lean, Peter Ustinov, Vincent Price beschreibt und sie so ein wenig vom Sockel hebt. Besonders witzig mutet seine stete Abneigung gegen das Autogrammschreiben oder das Halten von Reden an. Im ersten Fall machen ihm besonders die Star-Wars-Fans zu schaffen, die Berge von Autogrammbitten auf seinem Schreibtisch erschaffen.

„Adel verpflichtet“ ist ein Kleinod für Zwischendurch. Auf leider nur wenigen Seiten entfaltet sich Guinness‘ Persönlichkeit. Sein Schreibstil ist amüsant, interessant, macht nachdenklich, eröffnet Perspektiven und ist manchmal einfach kontemplativ. In jedem Fall ist das Tagebuch nicht nur für Filmfans empfehlenswert. Darüber hinaus macht es außerdem sehr neugierig auf A. Guinness‘ Memoiren „Das Glück hinter der Maske“ (eine sehr schlechte Übersetzung des Originaltitels „Blessings in Disguise“).

4 von 5 Schreibmaschinen

4Writer

Alec Guinness, Adel verpflichtet, Henschel Verlag 1998.

Tag 9: Welcher ist der schlechteste Film deines/r Lieblingsschauspielers/in?

Die Frage erfordert etwas Denkarbeit.

Zuerst muss man über Lieblingsregisseure/in-Schauspieler/in sinnieren und dann noch über ihre miesesten Leistungen. Außerdem habe ich nicht jeden Film dieser Leute gesehen, denn ein Film muss mehr mitbringen als einen bestimmten Schauspieler/in oder -Regisseur/in. Der Plot sollte definitiv interessant klingen, denn kein toller Regisseur/in oder Schauspieler/in kann aus Kohle einen Diamanten formen.

Nichtsdestotrotz fällt mir ein Film ein, der irgendwann mal im Nachtprogramm des ZDF lief und weil Tom Hanks in einer sehr frühen Rolle mitspielte, blieb ich hängen. Nach einer Weile wurde aber klar, dass das Werk echt unterirdisch ist. Die Geschichte ist furchtbar und driftet in schlecht gemachte Fantasy ab. Die Produktion sah sehr preisgrünstig aus. Habe mal für diese Frage Imdb befragt, um den Titel in Erfahrung zu bringen. Demnach hieß das Machwerk Labyrinth der Monster, war ein TV-Movie und eine der ersten Filmproduktionen mit Tom Hanks. Er war jung und brauchte wohl das Geld ;). Glücklicherweise hat er sich danach als Schauspieler weiterentwickelt und bessere Angebote erhalten. Tom Hanks ist jetzt nicht mein Lieblingsschauspieler. Ich muss nicht jeden Film von ihm sehen, aber ich mag ihn. Am besten gefallen mir seine Filme Forrest Gump, e-m@il für Dich und Cast Away (um mit etwas Positivem abzuschließen). Bei Imdb war zu lesen, dass er an der Verfilmung von The Circle beteiligt ist. Das ist spricht durchaus zusätzlich für den Kauf einer Kinokarte.

Dies war Tag 9 im Rahmen der Blogparade 31 Tage – 31 Filme. Worum es dabei geht, könnt Ihr hier lesen.